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Verlängerung der Probezeit wegen Krankheit

| 15.04.2020 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


15:01

Zusammenfassung:

Probezeitverlängerung ist nur einvernehmlich möglich, aber nicht nach deren Ablauf

Guten Tag,
ich bin seit 15.10.2019 befristet bis 30.06.2021 im öffentlichen Dienst bei einer städtischen Verwaltung als Elternzeitvertretung tätig.
Nun wurde ich innerhalb der Probezeit für 4 Wochen krank und der Arbeitgeber möchte meine Probezeit um die Fehlzeit (4 Wochen) hinausschieben, somit würde meine Probezeit nicht nach 6 Monaten zum 14.04.2020, sondern laut der Aussage des Arbeitgebers zum 14.05.2020 enden.
Mein Kenntnisstand ist derzeit, dass mein Arbeitgeber die Probezeit von 6 Monaten nicht verlängern kann, hierzu möchte ich jedoch eine Recht sichere Aussage eines fachlich versierten haben, ob ich das Schreiben meines Arbeitgebers ignorieren kann oder ob ich es ernst nehmen sollte.
Mit freundlichen Grüßen

15.04.2020 | 14:35

Antwort

von


(194)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Antwort
Das Gesetz differenziert nach ihrer Art zwischen Ereignisfristen und Beginnfristen, bei denen der Beginn einer Frist aber unterschiedlich ist (§ 186 BGB: Geltungsbereich ).
Für Ereignisfristen ist ein Geschehen maßgebend, d.h. ein in den Lauf des Tages fallender Zeitpunkt (z.B. Zustellungen behördlicher Schreiben). Hier wird der Ereignistag selbst bei der Berechnung der Frist nicht mitgerechnet, d.h. die Frist beginnt am nächsten Tag.
Für Beginnfristen ist der Beginn eines Tages maßgebend, der den Anfang einer Frist beinhaltet und deshalb bei der Berechnung einer Frist mitgerechnet wird (gilt aber auch für Geburten).
Bei einem vertraglich vereinbarten konkret genannten Fristbeginn in einem Arbeitsvertrag oder einem Mietvertrag, zählt dieser Tag selbst mit.
Ihr Fristbeginn war daher der 15.11.2019, die 6 Monate Probezeit enden am 14.04.2020!
Eine im Arbeitsvertrag festgelegte Probezeit kann zunächst nur verlängert werden, wenn der Mitarbeiter damit einverstanden ist. Die Höchstdauer von 6 Monaten darf aber nicht durch eine einvernehmliche Verlängerung überschritten werden.
Im Übrigen ist nach 6 Monaten der gesetzliche Kündigungsschutz zu beachten, der auch im öffentlichen Dienst gilt, wenn im Betrieb/der Dienststelle regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt werden (§ 1 KSchG: Sozial ungerechtfertigte Kündigungen ), auch nach dem TvÖD.
Neben Tarifverträgen verweisen andere Rechtsgebiete, in § 222 ZPO: Fristberechnung oder in § 1 BVwVfG: Anwendungsbereich ,
im Interesse der Rechtseinheit zum größten Teil auf die BGB-Berechnungsvorschriften zum Fristbeginn und Fristende.
Danach ist Ihre Probezeit gestern abgelaufen, die Verlängerung ist nicht mehr möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 15.04.2020 | 14:50

Viele Dank für die ausführliche Antwort. Das Schreiben erhielt ich am 07.04.2020 per einschreiben mit Rückschein, und einverstanden bin ich mit dieser Verlängerung der probezeit natürlich nicht und werde sie daher nicht annehmen. Wie sie bereits schrieben wäre die Verlängerung nur im beidseitigen Einvernehmen gültig, muss ich hierfür auf das Schreiben meines Arbeitgebers reagieren oder kann ich dies ignorieren, da ich auch der sicheren Seite bin, diese frage wurde mir leider nicht beantwortet.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2020 | 15:01

Die Frage habe ich beantwortet, Sie sind nicht auf der sicheren Seite.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Kündigung bereits erfolgt ist.

Sie haben mein Angebot ja leider postwendend abgelehnt.

Bewertung des Fragestellers 15.04.2020 | 15:20

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