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Eigentumswohnung unbenutzt


29.12.2006 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

ich habe vor ca. 8 Jahren von meinem Vater eine Eigentumswohnung gekauft im Wert von 100.000 DM. Das Geld habe ich nicht komplett gezahlt sondern eine mtl. Rückzahlung vereinbart, bis das Darlehen, welches ich von meinem Vater erhalten habe, getilgt ist.

Vom Finanzamt wurde alles so anerkannt und ich kam in dem Genuß der Eigenheimzulage. Diese wurde somit 8 Jahre lang gezahlt und ich habe immer einen mtl. Betrag an meinem Vater überwiesen.

Jetzt bin ich umgezogen und nutze die Wohnung nicht mehr.
Mit meinem Vater habe ich vereinbart, das ich die mtl. Beträge nicht weiter zahlen brauche.
- Muss ich für die Augen des Finanzamtes evtl. trotzdem die Beiträge weiterzahlen bis die 100.000 DM an meinem Vater zurückgezahlt sind. Nicht, dass das FA die Eigenheimzulage von mir zurückverlangt.

- ich habe gehört, das ich evtl. nur Probleme bekommen würde, wenn ich die Wohnung innerhalb 10 Jahren verkaufen bzw. anderweitig vermieten würde.

Was darf bzw. muss ich machen, damit ich die Eigenheimzulage nicht zurückzahlen muss.

Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der von Ihnen gemachten Angaben und vorgegebenen Fragen sowie des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworte:

Für den Genuss der Eigenheimzulage war Voraussetzung, dass Sie die Wohnung gekauft haben und den Förderzeitraum von 8 Jahren selbst bewohnt haben.
Insoweit war die bezogene Eigenheimzulage richtigerweise vom Finanzamt anerkannt und ausbezahlt.
Soweit Sie nach dem Förderzeitraum die Wohnung nicht mehr selbst bewohnen oder Sie verkaufen, entfällt die Eigenheimzulage nicht rückwirkend.

Da Sie nach dem Förderzeitraum umgezogen sind, ist die Eigenheimzulage nicht zurückzuzahlen.

Wenn Sie allerdings während des Förderzeitraums bereits die Wohnung nicht mehr bewohnt haben, kann es für die Jahre, in der Sie bereits in einer anderen Wohnung gewohnt haben zur Rückforderung der Eigenheimzulage kommen. Dies ist aber aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht ersichtlich.


Sie haben mit Ihrem Vater vereinbart, dass Sie die monatlichen Raten für das Darlehen nicht weiter zahlen. In dieser Vereinbarung kann zum einen eine Stundung liegen, d.h. Sie zahlen nur momentan die Raten nicht und fangen demnächst wieder damit an oder es liegt eine Schenkung vor (Sie zahlen keine Raten mehr).

Die Nichtzahlung der weiteren Raten hat auf jeden Fall keine Auswirkung auf die Eigenheimzulage.

Soweit Sie die Wohnung vermieten, erzielen Sie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Soweit Sie die Wohnung verkaufen und einen Veräußerungserlös von über 100.000 Euro erzielen, kann es unter Umständen zu einem privaten Veräußerungsgeschäft gem. § 23 EStG kommen und Sie müssten den Differenzbetrag versteuern. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn die Veräußerung innerhalb der 10 Jahre nach Übertragung durch Ihren Vater erfolgt.


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Angaben weiterhelfen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

I. v. Cölln, LL. M.
Rechtsanwältin Steuerberaterin

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