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neuer Ehemann meiner Exfrau schlägt mein Kind


| 09.04.2007 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich bin seit 6 Jahren von meiner Exfrau getrennt, seit 4 Jahren geschieden. Aus dieser Ehe stammen 4 Kinder, heute 13, 11, 9 (K3) und 7 Jahre alt. Ich bin seit 3 Jahren wieder verheiratet, seit Sommer 2006 lebt das älteste Kind (K1) auf eigenen Wunsch bei uns.
Im Dezember 2006 heiratete meine Exfrau ebenfalls.Mit dem neuen Mann (SP) besteht noch kein gemeinsamer Haushalt, im Sommer soll ein größeres Haus gemeinsam bezogen werden. Der Kontakt zwischen SP und den 3 Kinder ist gut und man sieht sich 2-3x die Woche für einige Stunden.

Wir haben das gemeinsame Sorgerecht für alle Kinder. Ich komme meinen Unterhaltsverpflichtungen nach, sehe meine Kinder regelmäßig, wir telefonieren oft und verbringen die Ferien zusammen. Mein Kontakt zu den Kindern ist liebevoll und offen.

Zu Ostern ereignete sich folgende Situation:
K1 besuchte ihre Mutter und die 3 Geschwister.Nach einem gemeinsamen Ausflug gab es eine Auseinandersetzung zwischen SP und K3. Trotz mehrerer Ermahnungen benahm sich K3 nicht anständig. (er"rülpste"und zog Gesichtgrimassen.)
Die Situation eskalierte und daraufhin schlug SP K3 mehrfach ins Gesicht.
K1 stellt SP zur Rede und "drohte" ihm, ihn anzuzeigen. Er dürfte ihre Geschwister nicht schlagen.Gegenüber K1 behauptete SP, ER(!) habe das Recht, die Kinder zu schlagen.
Das (!) bestätigte in einem später geführten Gespräch auch nochmal die Mutter K1 gegenüber.

(Auch meine Exfrau behauptet, SIE habe das Recht, ihre Kinder zu schlagen und hat dies vor dieser Situation schon einige Male getan)

K1 ist sehr verstört und berichtete uns über dieses Geschehen.

Ich bin schockiert, dass dieser Mann mein Kind (eventuell auch die anderen?) schlägt und darin auch noch Unterstützung durch die Mutter erfährt.

Leider kann ich in Sachen Kindererziehung seit Jahren keinen Konsens mit meiner Exfrau erzielen.
Natürlich werde ich das Gespräch mit meiner Exfrau und ihrem Mann suchen, möchte aber von Ihnen wissen, wie sich die rechtliche Situation darstellt:

1. Welche Rechte in der Kindererziehung hat der Mann meiner Exfrau? (Aufsichtspflicht o.ä.?)
2. Wie verhalte ich mich, wenn ich bemerke, dass meine Kinder wieder geschlagen werden? (2a von der Mutter // 2b von SP)
3. Welche rechtlichen Möglichkeiten kann ich ausschöpfen? (Anzeige bei der Polizei o.ä.)
4. Gibt es Unterstützung vom Jugendamt, Schule, etc.?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Herzliche Grüße
ein besorgter Vater




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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich Ihnen dringend raten, sich an einen Kollegen vor Ort zu wenden, um die weiteren Möglichkeiten genau zu besprechen und im Interesse Ihrer Kinder handeln zu können.

Allgemein ist zu sagen, dass Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben und SP natürlich kein Recht zur körperlichen Gewalt hat.

SP hat kein Sorgerecht, er wird natürlich im täglichen Umgang (wie jeder andere Erwachsene auch) für die Kinder Verantwortung tragen und auch bei der Erziehung mitwirken.

Insgesamt wäre die Einschaltung des Jugendamtes sicherlich eine Möglichkeit. Hier kann Hilfestellung gegeben werden und eine Vermittlung versucht werden. In letzter Konsequenz könnte ein eigener Sorgerechtantrag gestellt werden.

Eine Anzeige bei der Polizei ist möglich, hier sollte aber gut überlegt werden, welche Auswirkungen dies noch haben könnte.

Die Situation ist sehr komplex und einzelfallbezogen, weswegen weiterer Rat sinnvoll ist. Erste Anlaufstelle könnte hier das Jugendamt und ein Kollege sein.

Natürlich müssen die weiteren Umstände (auch von Ihnen) ermittelt werden, um ein Gesamtbild der Kindessituation zu erhalten.

Viel Erfolg!

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2007 | 16:24

Vielen Dank für diese erste Antwort. Da sie sehr allgemein gehalten ist, hier meine Nachfrage, mit der Bitte um konkretere Beantwortung:

"Natürlich müssen die weiteren Umstände (auch von Ihnen) ermittelt werden, um ein Gesamtbild der Kindessituation zu erhalten" ==> Welche konkreten Beweise sollte/muss ich hier zusammentragen? Wie würde die Aussage von K1 (13 Jahre alt) bewertet werden?

"Eine Anzeige bei der Polizei ist möglich, hier sollte aber gut überlegt werden, welche Auswirkungen dies noch haben könnte."
==> Welche Auswirkungen meinen Sie hier konkret?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2007 | 16:40

zu 1.) Natürlich wird man das Kind hören. Zusätzliche objektive Bewertung (Lehrer sieht "blaues Auge", ärtzliches Attest, Beobachtungen von Nachbarn) unterstützen natürlich die Argumentation.
Wird seitens der Staatsanwaltschaft ermittelt, wird diese Beweise sammen, ist aber natürlich bei entsprechenden Hinweisen viel leichter bereit, weitere Nachforschungen anzustellen.

zu 2.) leider werden deratige "Auseinandersetzungen" oft auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Hier ist an weiteren psychischen Druck zu denken , um eine deratige Tat zu vertuschen. Weiterhin ist zu edenken, wie Ihre Rolle dann sein wird. Nicht selten wird Umgang vereitelt oder erschwert.

Bewertung des Fragestellers |


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