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Unterhalt für Mutter eines nichtehelichen Kindes


| 27.08.2015 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Der Vater eines nichtehelichen Kindes ist verpflichtet, der Kindesmutter für mindestens drei Jahre nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu zahlen, da von ihr jedenfalls während dieser Zeit keine Erwerbstätigkeit werden kann.


Vom Jobcenter wird ein Unterhalt für die Kindesmutter in Höhe von 141€ verlangt.
Hier die Fakten:
- ich und die Kindesmutter waren nicht herheiratet
- Kindesmutter hat vor Geburt des Kindes eine Ausbildung gemacht (Vergütung ca. 400€)
- Nach der Geburt des Kindes hat sie neue Ausbildung angefangen (Vergütung ca. 800€)
- das Kind ist 2 Jahre alt und wird tagsüber in Kindergarten verpflegt
- mein Bruttoeinkommen beträgt etwa 3300€
- für das Kind zahle ich den Unterhalt nach der Düsseldörfer-Tabelle

Frage: Muss ich die 141€ zahlen? Wenn ja warum und wie errechnet sich die Höhe?
27.08.2015 | 21:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie derzeit sind verpflichtet, der Kindesmutter Unterhalt zu zahlen, soweit diese selbst keine ausreichenden Geldmittel hat.

Dies ergibt sich aus § 1615l Abs. 2 BGB. Danach ist der Kindesvater verpflichtet, der Kindesmutter für mindestens drei Jahre nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu zahlen, da von ihr jedenfalls während dieser Zeit keine Erwerbstätigkeit werden kann.

Der Unterhaltsanspruch richtet sich grundsätzlich auf den vollen Bedarf der Kindesmutter. Dieser wird in Ihrem Oberlandesgerichtsbezirk auf 880 €/Monat veranschlagt. Die Kindesmutter braucht jedenfalls bis zum 3. Geburtstag des Kindes nicht zu arbeiten. Arbeitet sie trotzdem, wird ihr Einkommen in aller Regel nur teilweise auf den Unterhaltsanspruch angerechnet.

Mit einem Nettogehalt von mehr als 2.000 € sind Sie auch leistungsfähig.

Der Betrag, den das Jobcenter von Ihnen verlangt, entspricht offenbar den monatlichen Zahlungen des Jobcenters an die Kindesmutter nach SGB II („Hartz 4"). Die Kindesmutter könnte zivilrechtlich voraussichtlich einen weitaus höheren Betrag von Ihnen verlangen.

Beispiel:

Unterhaltsbedarf (s. o.): 880 €

darauf zu 50% anzurechnen
Einnahmen der Kindesmutter: -400 €

Unterhaltsanspruch: 480 €

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
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