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fristlose Kündigigung


17.08.2007 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen u. Herren,

ich wurde am Mittwoch fristlos gekündigt. Ich bin schon länger als 2 Jahre dort als Telefonagentin beschäftigt gewesen. Mein Vertrag wurde in der zeit immer wieder verlängert (befristet). Die letzte war bis ende Januar 2008. Am 21.03.07 habe ich eine Abmahnung bekommen.
Das Schreiben war so (Abmahnung):
"Ihr nachfolgend dargestelltes Verhalten gibt uns Veranlassung, Sie auf die Ordnungsgemäße Erfüllung Ihrer arbeitsverträglichen Verpflichtungen hinzuweisen:
Sie waren am 27.02.2007 auf dem Projekt Vodafone Zweitkarte zur Arbeit eingeteilt. Um 14:29 Uhr führten Sie ein Verkaufsgespräch mit Frau Krüger. Zum Ende des Gesprächs starteten Sie zur Zusammenfassung, wie üblich, die Gesprächsaufzeichnung. Während der Zusammenfassung teilte Ihnen die Kundin mit, dass Sie nun doch nicht weiter an dem ihr unterbreiteten Angebot interessiert sei. Sie unterbrachen daraufhin die Gesprächsaufzeichnung und speicherten den Datensatz in der Datenbank mit dem Status ERFOLG ab.
Der o.g. Sachverhalt steht stellvertretend für weitere festgestellte Betrugsfälle. Ihre unverantwortliche Handlungsweise gefährdet nachhaltig unsere Kundenbeziehung zu unserem Auftraggeber Vodafone. Ihr Verhalten macht derzeit eine auf Vertauen basierend Zusammenarbeit nahezu unmöglich. Darüber hinaus gefährden Sie massiv die Arbeitsplätze Ihrer Kolleginnen und Kollegen. Wir können dieses Fehlerverhalten nicht weiterhin unbeanstandet hinnehmen. Bemühen Sie sich daher, dass Ihr Verhalten keinen Anlass mehr zur Klage gibt. Andernfalls müssen Sie mit einer Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses rechnen."

Ich war geschockt am Mittwoch. Denn Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Damals, wo ich die Abmahnung bekommen habe auch schon. Sie hatten mir damals ein Band vorgespielt. Aber diesmal (b. Kündigung) nicht und haben mir nie schriftlich oder per Computer bewiesen das ich den Datensatz wirklich als ERFOLG abgespeichert hatte. Ich bin mir sicher, dass Ich es nicht gemacht haben, wenn dann war es unabsichtlich. Die glauben mir nicht. Es ist häufiger angeblich vorgekommen.

Was meinen Sie, hätte Ich Erfolg wenn Ich dagegen ankämpfe? Mit Anwalt z.B.? Ich bekomme bestimmt auch kein Arbeitslosengeld, oder? Ich war noch nie in so einer Situation.

Bitte helfen Sie mir.

Mit freundlichen Grüßen

minki80

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Ihre Frage kann aufgrund Ihrer Angaben leider nicht abschließend beantwortet werden. Eine Einschätzung der Erfolgsaussichten in Ihrem Fall, wird ohne ein Gespräch, Einsicht in den Arbeitsvertrag, Vorlage der Kündigung u.a. nicht möglich sein.

Es sei aber auf folgendes hingewiesen:

Sie haben nach Erhalt 3 Wochen Zeit, gerichtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Wenn Sie sich gegen die Kündigung nicht zur Wehr setzen, müssen Sie mit einer 12-Wöchigen Sperrzeit für Ansprüche bei der Agentur für Arbeit rechnen.

Eine fristlose Kündigung ist nur möglich, wenn dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar ist. Das in der Abmahnung beschriebene Verhalten rechtfertigt meines Erachtens die fristlose Kündigung. Ihr Arbeitgeber müsste dies jedoch beweisen. Eine Beweisprognose ist wiederum aufgrund Ihrer Angaben nicht möglich.

Ich rate Ihnen dringend eine/n Kollegen/Kollegin vor Ort aufzusuchen, wo dann eine abschließende Beratung durchgeführt wird. Hier stößt die Online-Beratung an ihre Grenzen. Nach der Beratung sollten Sie Ihre zuständige Arbeitsagentur von dem Vorfall informieren, um Ihre Ansprüche zu sichern.

Für die Nachfragefunktion stehe ich gerne zur Verfügung, bitte aber um Verständnis, dass eine evtl. Nachfrage erst am Montag beantwortet werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -
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