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Fristlose Kündigung ohne Grund und ohne Abmahnung

| 18.03.2019 19:20 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich bin als freiberuflicher Softwareentwickler tätig.

Ich wurde am 07.02.19 von einer Vermittlungsagentur an ein Softwarehaus vermittelt und von diesem wurde ich bei einer Krankenkasse vor Ort eingesetzt.

Die Vertragsdauer wurde bis zum 30.04.19 festgesetzt mit einer 2-wöchigen Kündigungsfrist.

Obwohl ich meine Leistung vollständig und einwandfrei erbracht hatte, wurde mir aus einer persönlichen Laune des Projektmanagers der Krankenkasse am 07.03. ohne Angabe von Gründen, ohne jegliches Vorgespräch und ohne jegliche Abmahnung fristlos gekündigt.

Der tatsächliche Grund ist, dass ich zu engagiert gearbeitet habe, diverse Fehler in der Software und den Prozessen aufgedeckt hatte und das Team in Verlegenheit gebracht hatte, da die Mitarbeiter ihre eigene Arbeitsleistung in Frage gestellt sahen.

Meine Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche, mir wurde ausdrücklich verboten Überstunden zu leisten. Ich hatte am 07.03. bereits 40 Stunden dieser Woche geleistet und diese Arbeitszeit auch direkt nach der Kündigung vom Projektmanager abzeichnen lassen.

Bereits während des Kündigungsgesprächs am 07.03. hatte ich den Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine 2-wöchige Kündigungsfrist habe und diese Stunden gerne leisten möchte.

Am 11.03. (dem ersten Werktag nach der Kündigung) hatte ich die Vermittlungsagentur sowie das Softwarehaus über die Kündigung informiert und meine Leistung angeboten, da ich ja noch 2 Wochen unter Vertrag bin.

Ich arbeite 4 Personentage zu je 10 Stunden, überlicherweise von Montag bis Donnerstag. An diesem Montag hatte ich meinen Wochenbeginn auf Dienstag verlagert, da ich diese fristlose Kündigung erstmal verkraften musste.

Daraufhin bekam ich eine Antwort der Vermittlungsagentur, dass ich jeglichen Kontakt zum Softwarehaus und der Versicherung einstellen solle und dass Sie sich um eine Stelle für mich umschauen würden.

Nun hat mir die Vermittlungsagentur geantwortet, dass der Kunde keine weitere Tätigkeit wünscht und sie mich auch nicht weiter vermitteln werden.

Mir wurde eine Abfindung i.H.v. 40 Stunden angeboten, dies ist die Hälfte der Kündigungsfrist.

Das Angebot wird damit begründet, dass ich mich angeblich ab dem 08.03. nicht mehr zur Arbeit angeboten hätte, dies ist aber absolut falsch, denn am 11.03. hatte ich mich TÄGLICH per Email angeboten und auch Antwort erhalten und immer wieder darauf hingewiesen dass unser Vertrag noch läuft und ich deutschlandweit ab sofort einsetzbar wäre.

Am 08.03. hätte ich mich gar nicht anbieten können, da meine 40 Stunden der Woche bereits erbracht wurden und ich mich im Wochenende befand.

Ich Frage mich nun ob ich das Angebot annehmen soll, die gesamte Summe einklagen soll, oder der Vermittlungsagentur eine Abfindung über 72 Stunden anbieten soll.

Mit 72 Stunden würde ich mich zufrieden geben, da ich Zeit und Nerven spare und ich natürlich auch Angst vor einer Einigung vor Gericht habe, da ich in diesem Fall meine Anwaltskosten selbst tragen müsste, oder nicht?

Wie würden Sie vorgehen?

Ich freue mich über jeden Tipp der meine Verhandlungsposition stärkt.

Sehr geehrter Ratsuchender,


zunächst sollten Sie unbedingt die Vertragssituation klären lassen, da Ihre Einschätzung, dass Sie "freiberuflich" sind, ggfs. nach den Gesamtumständen nicht zutreffen, so dass Sie durchaus auch als Angestellter eingestuft werden könnten. Danach richtet sich dann der Rechtsweg (Arbeitsgericht oder Amts/Landgericht) und auch das Kostenrisiko (im Arbeitsgerichtsverfahren gibt es auch beim Obsiegen keine Auslagenerstattung und Sie müssen Ihre RA-Kosten dann selbst tragen).

Dazu muss man den Vertrag und die Vertragsausgestaltung aber genauer kennen.


Da ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung nicht ersichtlich ist, hätten Sie Anspruch auf Vertragserfüllung, da Sie Ihre Leistung angeboten. Daher sieht es schon nach einer durchaus erfolgreichen Auseinandersetzung aus, wenn Sie die Entgeltzahlung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist einzuklagen


Ob es sich lohnt, wird a) von der Frage der Einstufung des Vertragsverhältnisses und b) von der Höhe der Summe der 14-tägigen Kündigungsfrist abhängen. Aber eine außergerichtliche Einigung ist sicherlich nicht zu verachten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2019 | 21:23

1. Ich bin sicherlich als Freiberufler einzustufen

2. Mein Stundensatz beläuft sich auf 78€ d.h. es geht hierbei um 80x78€ Streitsumme.

Wie würden Sie vorgehen?

Falls sie eine Einigung anbieten würden, wieviele Stunden der 80 würden sie fordern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2019 | 21:31

Sehr geehrter Ratsuchender,


60 Stunden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Ergänzung vom Anwalt 19.03.2019 | 09:36



Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Bewertungsart gibt nun doch Anlass zur Frageergänzung:


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?
ein bisschen
All Ihre Fragen wurden beantwortet. Aber da Sie offenbar zu der Spezis gehören, die sowieso alles besser wissen möchte, macht es auch wenig Sinn, Ihnen die Grundregeln der Scheinselbständigkeit zu erläutern.

Wie verständlich war der Anwalt?
mit Einschränkung verständlich
Die gewünschte Stundenzahl wurde genannt.

Wie ausführlich war die Arbeit?
Kurz
Das Gebot war knapp über dem Mindesteinsatz. Da gibt es an der Ausführlichkeit nichts zu meckern.

Wie freundlich war der Anwalt?
geht so
Sie schreiben ohne Anrede, ohne Grußformel und maßen sich an, die Freundlichkeit zu kritisieren?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?
Ich weiß nicht
Das glaube ich Ihnen ohne weiteres: Sie wissen es nicht!

Kommentar:
Rechtschreibfehler in der kurzen Antwort deuten darauf dass nicht einmal Probe gelesen wurde oder der Anwalt übermüdet war. Meine Frage wurde nur teilweise beantwortet.


Nur mal so zum Nachdenken:

„Ich Frage mich nun ob ich das Angebot annehmen soll…."
„…und dass Sie sich um eine Stelle für mich umschauen würden."

ICH werde mich bestimmt nicht um eine Stelle für Sie umschauen :-)
Und wenn sie sich FRAGEN, was Rechtsschreibfehler sein sollen, sollten Sie einmal den Unterschied zwischen Groß- und Kleinschreibung beachten. :-)


Mit immer noch freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 18.03.2019 | 21:57

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Rechtschreibfehler in der kurzen Antwort deuten darauf dass nicht einmal Probe gelesen wurde oder der Anwalt übermüdet war. Meine Frage wurde nur teilweise beantwortet."
Stellungnahme vom Anwalt:
Man beachte bitte die Antwortergänzung.
FRAGESTELLER 18.03.2019 2,8/5,0
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