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Abmahnung be Arbeitsverweigerung und Fristlose Kündigung

| 11.07.2017 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Ich betreibe ein Kleinunternehmen mit einem Büromitarbeiter. Mein Arbeitnehmer ist bereits 2 mal am Freitag ohne jegliche Ankündigung der Arbeit ferngeblieben. Er hatte nach dem letzten freitaglichen Wegbleiben anschließend unabgestimmt 5 Tage Urlaub genommen und ist am daruf folgenden Montag wieder nicht erschienen. Daraufhin habe ich versucht den Mitarbeiter auf seinem Mobiltelefon anzurufen, jedoch erfolglos. Ich habe folglich eine Mailboxnachricht hinterlassen und eine Abmahnung geschrieben, diese per Mail versand sowie versucht sie an der mir bekannten Anschrift des Arbeitnehmers persönlich zuzustellen. Unter der Anschrift fand ich jedoch den Mitarbeiter nicht wohnhaft. Tags darauf fand ich eine Krankschreibung im Briefkasten, aus der auch noch eine völlig andere Anschrift hervorgeht. Ich habe nun kein Vertauen mehr zu diesem Mitarbeiter. Kann ich ihn fristlos kündigen? Ich habe folgendes Schreiben verfasst

"hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis, geschlossen vom 2.01.2017, fristlos und aus wichtigem Grund. Ich sehe mich dazu gezwungen, diesen Schritt zu gehen, weil ein weiteres bestehen des Arbeitsverhältnis nicht mehr tragbar für mich und mein kleines Unternehmen wäre.

Wird eine außerordentliche Kündigung wider Erwarten als nicht gerechtfertigt gewertet, kündige ich Ihnen ersatzweise ordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt, dem 15 August 2017.

Zur Begründung:
Sie haben ohne ersichtlichen Grund wie in meinem, Schreiben vom 10.07.2017 geschildert wiederholt die Arbeit verweigert, die zu Ihren arbeitsvertraglichen Pflichten zählt. Ich hatte gestern Abend noch versucht, zusätzlich zum Postversand, das Mahnschreiben persönlich an Ihrer uns bekannten Anschrift zuzustellen, denn wir benötigten Ihre Arbeitskraft dringend um die Arbeitsabläufe zu organisieren und sicherzustellen. Leider fand ich unter der uns bekannten Anschrift niemanden vor, der MA-NAME heißt. Nachdem ich Ihnen am gestrigen Tage auf die Mailbox gesprochen hatte, haben Sie sich nicht gemeldet. Somit war uns nicht klar, ob Sie zur Arbeitsleistung zur Verfügung stehen.
Zu den Nebenpflichten eines Arbeitnehmers gehört auch eine Auskunfts- und Mitteilungspflicht.
Die Auskunftspflicht ergibt sich nach herrschender Rechtsprechung auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nach § 242 BGB.

Heute morgen, am 11.07.2017 fand ich im Briefkasten überraschender Weise eine Krankmeldung ohne Briefumschlag aus der hervorgeht, dass Sie nicht unter der bei uns angegeben Adresse wohnhaft sind und bis zum 14.07.2017 krank seien. Eine anderweitige Anschrift hätten Sie uns umgehend mitteilen müssen.

Dieses Verhalten hat dazu geführt, dass ich in Sie als Arbeitnehmer kein Vertrauen mehr haben kann. Da somit keine Grundlage mehr für eine angemessene Zusammenarbeit gegeben ist, soll das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung hiermit beendet werden.

Ich fordere Sie hiermit auf unverzüglich den Gebäudeschlüssel im Büro abzugeben bzw. per Einschrieben mit Rückschein in einem Polsterbriefumschlag zurückzusenden."

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die fristlose Kündigung ist leider nicht wirksam, weil der Arbeitnehmer zuvor abgemahnt werden muß. D.h., Sie können ihn erst fristlos kündigen, wenn er erneut ohne Entschuldigung fehlt oder erneut eine falsche Adresse angibt. In der Tat haben sich seine Verfehlungen gehäuft, allerdings sind die Arbeitsgerichte im Zweifel auf Arbeitnehmerseite.

Davon unabhängig ist die fristgemäße Kündigung wirksam, da es bei einem Kleinunternehmen wie dem Ihren keinen Kündigungsschutz gibt.

Wenn er nach Ende der Krankschreibung erneut fehlt, sollten Sie ihm erneut fristlos kündigen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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