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nach 2 Abmahnung folgt fristlose Kündigung

03.06.2014 15:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Eine fristlose Kündigung, nur weil ein Verkaufsziel nicht erreicht wurde, ist unwirksam. Der Arbeitgeber muss beweisen, dass eine Pflichtverletzung des Arbeitnehmers vorliegt.

Ich bin Alleinerziehend arbeite halbtags bei einem Verlag im Telefonmarketing und habe bedingt schlechter Produkte wiederum mein Verkaufsziel von 4000 Euro im Monat nicht erreicht, habe bereits deshalb schon zwei Abmahnungen erhalten mit der Androhung , dass mit der nächsten Abmahnung die fristlose Kündigung folgt. Da ich 3Kinder im Alter von 5J / 11J / 13J. habe bin ich völlig verzweifelt u.a. habe ich erfahren, dass bei einer fristlosen
Kündigung das Arbeitslosengeld ein 1/4 Jahr gestrichen wird.
Frage: was kann ich gegen die fristlose Kündigung unternehmen?
03.06.2014 | 15:56

Antwort

von


(9)
Berliner Allee 14
30175 Hannover
Tel: 0511 2359483
Web: http://www.karoff-moehring.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine fristlose Kündigung kann nach § 626 BGB aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Voraussetzung für eine vom Arbeitgeber ausgesprochene fristlose Kündigung ist also immer zunächst eine schwerwiegende Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten auf Seiten des Arbeitnehmers.

Eine solche schwerwiegende Pflichtverletzung vermag ich aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts nicht zu erkennen. Es müsste Ihre Schuld sein, dass Sie das vom Arbeitgeber vorgegebene Verkaufsziel nicht erreicht haben. Dass dies der Fall ist, müsste der Arbeitgeber im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung darlegen und auch beweisen.

Im Übrigen müsste der Arbeitgeber auch darlegen und beweisen, dass es ihm nicht zuzumuten ist, Sie bis zum Ende der Kündigungsfrist weiter zu beschäftigen. Bei der hierfür notwendigen Interessenabwägung spielen die Beschäftigungsdauer und Ihre soziale Situation eine Rolle. Die Tatsache, dass Sie zwei Abmahnungen erhalten haben, dürfte unerheblich sein, da auch die Abmahnungen nur wirksam sind, wenn die Tatsache, dass das Verkaufsziel nicht erreicht wurde, auf einer schuldhaften Pflichtverletzung Ihrerseits beruhen müsste.

Ich halte die außerordentliche Kündigung für unwirksam. Sie sollten daher gegen die Kündigung Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einlegen. Sie müssen sich hierfür nicht zwingend anwaltlich vertreten lassen, dies wäre allerdings anzuraten. Bitte beachten Sie unbedingt, dass Sie ab Zugang der Kündigung nur drei Wochen Zeit haben, Kündigungsschutzklage einzulegen.

Wenn Sie sich bei der Arbeitsagentur melden, sollten Sie dort mitteilen, dass es keinen Grund für die außerordentliche Kündigung gibt und dass Sie gerichtlich gegen die Kündigung vorgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Anja Möhring
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

(9)

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