Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

ehemaliger Arbeitgeber zahlt nicht!


04.03.2007 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

ich habe im Januar auf einem Internetportal eine Stellenanzeige gelesen. Dort suchte ein eBay Verkaufsagentur einen Mitarbeiter. Ich beworb mich dort also und es wurde folgendes Ausgehandelt. Es ist eine beschäftigung aus einem "gemixten" Arbeitsverhältnis, teils Freiberuflich - teils Minijob.
De Fakto heisst dies:

Freiberuflich: 5% des Umsatzes meines "Gebiets"
Minijob: 8 Euro stündlich für EDV-Arbeiten, max 400€.

Da begann leider schon das Problem... ich durfte direkt am nächsten Tag anfangen. Nach 2 Wochen, täglichen Nachhakens und Bittens, schaffte der Besitzer der Agentur es anscheinend nicht den Arbeitsvertrag mal endlich fertig zu stellen. Ich sagte Ihm somit, dass wenn er es nicht bald auf die Reihe bekommt, den Arbeitsvertrag fertig zu machen, meine Steuerkarte und Sozialversicherungsangelegenheiten zu klären und mir doch mal Rückmeldung zu geben, müsse ich mit der Arbeit aufhören, da es nicht angemeldet ja Schwarzarbeit sei.

Er sagte er würde sich in der gleichen Woche noch drum kümmern.
Natürlich passierte wie zu erwarten nichts. Ich machte meine Abrechnung fertig für die geleistete Arbeit und übergab diese Ihm.

Es tat sich weiterhin nichts, obwohl er versprach das Geld am 1.2. zu zahlen. Natürlich warte ich immernoch.

Ich habe Ihn nun mehrfach angemahnt, dass ich notfalls auch rechtlichen Beistand nehmen werde, da ich für meine Arbeit die ich geleistet habe auch wie vorgegeben entlohnt werden möchte.

Keine Reaktion, Kein Gehalt.
Meine Steuerkarte sowie Sozialversicherungsausweis rückt dieser Gauner auch nicht raus. E-Mails werden anscheinend lachend in den Papierkorb verschoben.


Eine Abrechnung liegt vor, ebenfalls Dateien aus dem "Geschäftlichen" Bereich, wo man als normalsterblicher eigentlich nicht heran kommt, außer man hat dort tatsächlich gearbeitet.

Welche Möglichkeit habe ich nun endlich an mein Geld zu kommen und vorallem wie kriege ich meine Papiere wieder zurück?

Ich denke schon, dass es eilt, da mir mehrfach aufgefallen ist, dass Mahnbescheide in die "Firma" trudelten, zum Zeitpunkt der Beschäftigung und er auch mit anderen RAe´s im Klintsch liegt..

Einem evtl. Mahnbescheid wird meines Wissens nach herzlich Widersprochen... es graut mir schon jetzt...

Gerne würde ich auch dem Beantworter falls möglich, diesen Fall zur Bearbeitung übergeben, sofern er aus meiner Nähe kommt.

-- Einsatz geändert am 04.03.2007 15:28:28

-- Einsatz geändert am 04.03.2007 15:39:37
Eingrenzung vom Fragesteller
04.03.2007 | 15:29

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen nach den von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworten kann:

Der Herausgabeanspruch für Ihre Arbeitspapiere entsteht mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitgeber hat kein Zurückbehaltungsrecht daran.

Sie müßten demnach das Arbeitsverhältnis frist- und formgerecht kündigen. Nach Ihren Ausführungen gehe ich davon aus, dass eine fristlose Kündigung in Betracht kommen könnte.

Die Kündigung bedarf der Schriftform. Um den Zugang nachweisen zu können, ist der entsprechende Übertragungsweg zu wählen (Einschreiben, etc.).

Der Gehaltsanspruch sowie die Herausgabe der Papiere wäre dann ggf. einzuklagen, sofern der Arbeitgeber nach nochmaliger Fristsetzung nicht reagiert. Ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Rechtsbeistands übernimmt, richtet sich nach dem von Ihnen geschlossenen Vertrag. Sie müßten in Ihren Vertragsunterlagen nachsehen, ob Arbeitsrecht vom Vertragsumfang umfaßt ist.

Gern stehe ich Ihnen für eine Nachfrage zur Verfügung. Sollten Sie eine Mandatierung in Erwägung ziehen, kann ich bei Ihrer Rechtsschutzversicherung auch gern eine Deckungsanfrage stellen.

Über eine Kontaktaufnahme würde ich mich freuen, bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Martina Viehe

Nachfrage vom Fragesteller 04.03.2007 | 17:12

Hallo Frau Viehe,

wie oben ja bereits erwähnt, ist der AG ja laut seinem Wortlaut "Ich habe so viel zu tun, ich kümmer mich sofern ich Zeit habe darum" nie dazu gekommen den Arbeitsvertrag fertig zu machen, obwohl Kontoverbindung, Sozialvers.-Schein sowie Steuerkarte bereits am 1. Tag abgegeben worden sind.

Er hätte angeblich 3 Wochen gebraucht seinen PC auf der Arbeitsstelle einzurichten - das hätte vorrang. Das sich viele Kunden über die Wochenlang hinausgezogenen Abrechnungen ( wie bei Mir ) geärgert haben, hatte er meistens mit "ich kümmer mich drum - es tut mir leid" heruntergespielt.

Das war auch der Grund warum ich fristlos kündigte, da ich mit Sicherheit nicht "schwarz" Arbeite, denn nach 3 Wochen hatte der AG weder den Arbeitsvertrag fertig, oder die Solzialversicherungsunterlagen an seinen oft gelobten Steuerberater übergeben.

Das ist doch die reinste Sauerei.
Also fakt ist, dass kein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht - da er "ja so beschäftigt war". Seine Auzubildene muss sich ja das Gehalt auch immer aus der Kasse nehmen, weil er nie überweist, so teilte Sie es mir mit.

Ich habe natürlich sämtliche Abrechnungsunterlagen digital gespeichert, in denen auch zB die Anschrift der Kunden vorhanden ist. Eine Person die also nicht bei dem "Menschen" gearbeitet hätte, wäre ja nicht im Besitz der Unterlagen.

Vielleicht ein kleiner Beweis-trost; als ersatz für das Beschäftigungsverhältnis, sofern er es abstreiten mag ( wovon ich ausgehe ).

Die Gehaltskosten belaufen sich zwar nur auf knapp 450 Euro, aber es ist Geld - dem ich seit Wochen hinterherlaufe, mal ganz zu schweigen von den Nerven.

Könnten Sie mir eine nähere Auskunft darüber geben, welche Möglichkeiten man hat unter angesicht der Informationen in der Nachfrage ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.03.2007 | 17:27

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Arbeitsvertrag bedarf grundsätzlich nicht der Schriftform. Gibt es keinen schriftlichen Vertrag schuldet der Arbeitgeber die "allgemein übliche" Vergütung. Die nach Ihren Angaben vereinbarte Vergütung ist m.E. als allgemein üblich anzusehen.

Die Beweislage ist nach Ihren Ausführungen als gut einzustufen, Ihr Arbeitgeber müßte dann beweisen, wie Sie in den Besitz der Informationen gelangt sind, wenn er Ihr Tätigwerden abstreiten sollte. Unter Umständen können ja auch andere Zeugen Ihre Anwesenheit beim Arbeitgeber bestätigen.

Sie müßten den Arbeitgeber also eventuell nochmals auffordern und dann Klage einreichen. Wenn Sie sich sicher sind, dass er einem Mahnbescheid widerspricht, sollten Sie die Kosten und die Zeit dafür auch erst überhaupt nicht aufwenden.

Nochmals herzliche Grüße

Rechtsanwältin Martina Viehe

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER