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Selbst gekündigt, Arbeitgeber will Geld zurück.

08.07.2014 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


20:27
Ich habe nach einer Woche arbeiten selbst gekündigt, und habe 2 Woche unentschuldigt gefehlt, nun will der AG das Geld für die bereits gearbeitete Woche einbehalten und die andere Woche Geld zusätzlich einfordern, d.h. er musste in der Pflege angeblich Personal einsetzen (wobei Zeitarbeit) in der Firma nicht eingesetzt wird nur die fest angestellten Mitarbeiter.
Und die kriegen ja für das einspringen das Geld nicht zusätzlich zum Gehalt, also was macht der AG mit dem geforderten Geld von mir.

Meine Frage darf der AG das Geld einfordern?
Muss er mir nicht vorlegen welches Personal er eingesetzt hat ( keine Zeitarbeit).
Im Arbeitsvertrag steht nur das übliche von Vertragsstrafe,
Danke
08.07.2014 | 20:00

Antwort

von


(382)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für die zeit, die Sie gearbeitet haben, besteht ohne weiteres ein Lohnanspruch.

Will der Arbeitgeber daneben eine Vertragsstrafe geltend machen, so geht die Rechtsprechung des BAG geht davon aus, dass Vertragsstrafen nur zulässig sind, wenn sie den Mitarbeiter nicht unangemessen benachteiligen. Die Höhe wäre zu prüfen.

Der Arbeitgeber kann darüber hinaus von Ihnen auch ohne explizite Regelung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/325.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 325 BGB: Schadensersatz und Rücktritt">§§ 325,326 BGB</a> ).

Dazu gehören auch Mehrvergütungen an Ersatzkräfte. Allerdings wäre er im Streitfall beweispflichtig, d.h. er müsste das Entstehen nachweisen, könnte also mit dem Lohn für die erste Woche aufrechnen. Um die Rechtmäßigkeit zu prüfen, können Sie aber eine detailierte Berechnung einschl. Aufrechnungserklärung verlangen. Fordern Sie den Arbeitgeber einfach schriftlich zur Zahlung und im Falle der Forderungen gegen Sie zur Offenlegung auf-insofern muss er ihnen vorlegen, was er "mehr" bezahlen musste und welches Personal er eingesetzt hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Rückfrage vom Fragesteller 08.07.2014 | 20:14

Danke für die Antwort.
Wie gesagt nach einer Woche merkte ich das dieser Job nichts für mich ist.
Ich habe 6 Tage gearbeitet und danach die Kündigung ausgestellt.
Nun will der AG lt.Brief "kurzfristigen Ersatz angefordert haben"
und von mir das Geld dafür wieder haben.
Ich glaube aber nicht das Zeitarbeit im Einsatz war sondern die im Betrieb angestellten Mitarbeiter den Dienst ersetzten.

Warte ich jetzt bis zum 15.des Monats bis die Rechnung kommt oder sollte ich jetzt schon einfordern welches Personal eingesetzt war wegen mir?

Welche Kosten kann der AG von mir nun verlangen wenn das normale Personal eingesetzt worden ist?

Herzlichen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.07.2014 | 20:27

Ein Schadenersatz kann nur dort entstehen, wo ein Schaden ist. Also muss der AG seinen Schaden erstmal nachweisen- wenn Mitarbeiter die Arbeit erledigen, kann u.U. schon das Merkmal eines Schadens zu verneinen sein. Sie können mich gerne nach Erhalt der Abrechnung per Email einmal kontaktieren.

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