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Wie komme ich zu meinem Erbe?

| 01.04.2008 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Abend,
das Erbe meiner Tante und meines Onkels wurde über ein Testament wie folgt aufgeteilt.
Das Testament wird in insgesamt 6 Teile aufgeteilt mit Teilungsanordnung und Auflagen.
Der eine Teil des Nachlasses besteht aus einem Grundstück und
dem Geldvermögen (diesen Teil erben 4 Neffen und Nichten)
der andere Teil des Nachlasses besteht aus einer Eigentumswohnung (diesen Teil erbe ich und meine Schwester auch Neffe und Nichte).
Diese Aufteilung ist im Testament genau beschrieben.
Die vier Erben möchten einen Erauseinandersetzungsvertrag von einem Anwalt erstellen lassen.
Da die Aufteilung lt. Testament genau geregelt ist wer was bekommt, denke ich, ist dieser Vertrag nicht notwendig.
Kann ich mit meiner Schwester die Eigentumswohnung beim Notar auf unsere Namen im Grundbuch eintragen lassen ohne das Mitwirken der anderen Erben oder müssen wir alle sechs zum Notar?
Wie gehe ich vor?
Ist ein Erbschein notwendig?
Ein Neffe hat einen Erbschein beantragt und beim Nachlassgericht vorgesprochen. "Die eintragung der Erbfolge im Grundbuch soll nicht erfolgen, da wir die Teilunsanordnung laut Testament nach Erhalt des Erbscheins demnächst beim Notar beurkunden lassen wollen." So der Text in der Niederschrift des Nachlassgerichtes.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihnen Ihre Fragen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Auch wenn aufgrund der Teilungsanordnung im Testament festgelegt ist, wer welchen Erbteil bekommen soll, so bilden die genannten 6 Personen dennoch eine Erbengemeinschaft mit der Konsequenz, dass nur gemeinsam über den Nachlass verfügt werden kann. Die Teilungsanordnung gewährt nur einen schuldrechtlichen Anspruch gegen die Miterben auf Übertragung des Eigentums. Die Miterben müssen diese Übertragung aber dennoch erst tatsächlich vornehmen (Durch Zustimmung zur Grundbuchänderung z.B.) Sie können also nicht eigenmächtig das Grundbuch ändern lassen.

2. Da es sich um ein Grundstück handelt, ist ein Erbschein wohl unumgänglich. Theoretisch kann zwar auch gegenüber dem Grundbuchamt der Anspruch durch das Testament nachgewiesen werden, in der Praxis wird jedoch ein Erbschein seitens des Grundbuchamtes verlangt.


3. Der geplante Erbauseinandersetzungsvertrag ist eigentlich recht sinnvoll. Theoretisch ist eine solche Vereinbarung hinsichtlich einer Erbauseinandersetzung zwar nicht an eine bestimmte Form gebunden, aber vor dem Hintergrund, dass es hier um Grundstücke und demnach um beachtliche Vermögenswerte geht, macht ein anwaltlich oder notariell aufgesetzter Vertrag durchaus Sinn. Letztendlich muss der Notar ja ohnhin für die entsprechenden Beurkundungen hinzugezogen werden. Im Rahmen dieses Vertrags können auch Einzelheiten geklärt werden, die über die bloße Grundstücksübertragung hinausgehen. Das kann helfen, hinterher Streit zu vermeiden, denn Ursache für Erbstreitigkeiten sind häufig Kleinigkeiten, an die vorher niemand gedacht hat.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, gemeinsam mit den übrigen Miterben eine entsprechende Vereinbarung anwaltlich oder notariell aufsetzen zu lassen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 11.04.2008 | 20:52

Guten Abend,
ich habe jetzt den Erbschein bekommen. Dieser sagt aus, das der Nachlaß "zu je 1/6" aufgeteilt wird. Die im Testament aufgeführte Aufteilung wurde nicht erwähnt. Kann ich davon ausgehen, daß ich somit nicht nur wie im Testament beschrieben die Eigentumswohnung mit meiner Schwester erbe sondern das der gesamte Nachlass wie Eigentumswohnung, Grundstück und Geldvermögen durch 6 geiteilt wird?
Wird jetzt auf die Aufteilung wie im Testament verfügt wurde nicht einzeln eingegangen?
Müßte somit der Erbauseinandersetzungsvertrag nach dem Erbschein ausgerichtet werden?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.04.2008 | 21:40

Sehr geehrter Fragesteller,

die Aufteilung des vermögens nach reinen Prozentangaben ist üblich. Da wird geprüft, welche Dinge Ihnen nach Testament zustehen und hieraus wird dann ein Prozentteil ermittelt.

Die eigentliche Aufteilung erfolgt dann aber trotzdem nach dem Willen des Erblassers, also nach dem Testament.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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