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Wie ist die Erbaufteilung bei vereinbarter Gütertrennung des Ehepaars


| 06.12.2006 08:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein leiblicher Vater ist verstorben. Er war in 2.Ehe verheiratet. Meine Stiefmutter lebt noch. Gemeinschaftlich hatten sie eine Gütertrennung vereinbart. Meine Frage nun: Wie ist die
Erbaufteilung? Wir sind 3leibliche Kinder meines Vaters.Hat die Gütertrennung Auswirkung auf die Erbaufteilung? Bekommt meine
Stiefmutter den gleichen Anteil wie wir oder hat sie sogar Anspruch auf die Hälfte? Und wie werden nachweislich ihm gehörende Sachwerte aufgeteilt?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst möchte ich mein Beileid zum Tod Ihres Vaters zum Ausdruck bringen.

Ich gehe davon aus, dass hier kein Testament vorliegt, so dass die gesetzliche Erbfolge eintritt:

Gemäß § 1931 Abs. 1 BGB erbt der überlebende Ehegatte neben den Erben der ersten Ordnung ein Viertel des Nachlasses, auch bei Gütertrennung (die Vorschrift des § 1931 Abs. 4 BGB ist hier nicht anwendbar, da mehr als zwei Kinder des Erblassers vorhanden sind).

Da keine Zugewinngemeinschaft bestanden hat, findet auch keine Erbteilserhöhung nach § 1371 BGB statt.

Im Ergebnis erben Sie, die beiden anderen Kinder und Ihre Stiefmutter also zu gleichen Teilen.

Bezüglich der Sachwerte müssen Sie sich untereinander einigen, wer diese jeweils erhalten soll und eine sich daraus ergebende unterschiedliche Verteilung des Vermögens durch Geldzahlungen ausgleichen. Können Sie sich nicht einigen, müssen die Gegenstände verkauft werden und der Erlös wird dann gleichmäßig aufgeteilt.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für Rückfragen zum Verständnis stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


Anhang: Gesetzestext

§ 1931
Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten
(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.
(2) Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.
(3) Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.
(4) Bestand beim Erbfall Gütertrennung und sind als gesetzliche Erben neben dem überlebenden Ehegatten ein oder zwei Kinder des Erblassers berufen, so erben der überlebende Ehegatte und jedes Kind zu gleichen Teilen; § 1924 Abs. 3 gilt auch in diesem Falle.

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