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Wer erbt??


28.02.2007 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich bin Besitzer eines Einfamilienhauses (Wert ca. 180.000 €]. Aus erster Ehe habe ich drei Kinder. Ich bin zum zweiten Mal verheiratet; meine Frau hat aus erster Ehe ebenfalls drei Kinder. Wenn ich meiner Frau jetzt die Hälfte des Hauses überschreibe, wer ist dann nach meinem Tod bzw. meiner Frau Erbe des Hauses? Kann man ausschließen, dass z.B. die Kinder meiner Frau aus erster Ehe nicht erben, dafür aber meine Kinder wohl?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage gerne (summarisch) wie folgt:

Zunächst einmal erbt der überlebende Ehegatte zu einem Teil. Wie groß sein Erbteil ist, hängt vom gewählten Güterstand ab. Bei Zugewinngemeinschaft erbt der Ehegatte neben den Kindern zu einem viertel (§ 1931 Abs. 1 BGB), ferner kann der Ehegatte einen pauschalen Zugewinnausgleich im Todesfall des anderen fordern, wonach sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten nochmals um ein viertel erhöht( § 1371 Abs. 1 BGB).

Die Kinder erben vom jeweiligen Elternteil jeweils zu gleichen teilen.

Sofern Sie also wollen, dass Ihre Kinder letztendlich das Haus erben, die Kinder Ihrer Frau aber nicht, haben Sie grundsätzlich ein Problem.

Sie könnten zwar per Testament oder Erbvertrag verfügen, dass nur Ihre Kinder das Haus erhalten.

Jedoch steht den Kindern Ihrer Frau in jedem Fall ein Pflichtteil in Höhe der hälfte Ihres gesetzlichen Erbes zu. Der Wert des Hauses oder zumindest des Miteigentumsanteils wird, auch wenn nur Ihre Kinder dies faktisch erhalten sollen (per Testament oder Erbvertrag), dennoch mit zum Gesamtvermögen ihrer Ehefrau gerechnet, so dass Ihre eigenen Kinder möglicherweise erhebliche Ausgleichzahlungen an die Kinder Ihrer Frau leisten müssen.

Den Pflichtteil können Sie grundsätzlich auch nicht beschränken oder weiter reduzieren.

Sie sollten diesen Sachverhalt dringend mit einem Rechtsanwalt oder Notar persönlich durchsprechen. In diesem Forum kann ich Ihnen nur einen ersten Eindruck liefern.

Grundsätzlich sollten Sie jedoch folgendes bedenken:

Sie wollen, dass in jedem Fall Ihren Kindern das Haus verbleibt, wenn Sie einmal versterben!

Bestehen zwingende Gründe Ihrer Frau Miteigentum an dem Haus einzuräumen ?
Wenn nicht ist es vielleicht ratsam, es so zu belassen wie es ist.

Ihre Frau und ggf. deren Kinder können Sie auch auf andere Weise absichern.

Aber wie bereits dargelegt, dies sollten Sie mit einem Kollegen vor Ort besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.03.2007 | 18:43

Wir haben ein "Berliner Testament" aufgesetzt. - Sollte ich eher sterben als meine Frau, erbt meine Frau also alles. - Sie verfügt dann doch über das Eigentum - oder nicht? Inwieweit ist sie meinen Kindern noch verpflichtet, wenn das Haus rund 180.000 Euro wert ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2007 | 19:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage würde ich Ihnen gerne beantworten, aber dies ist anhand Ihrer Informationen leider nicht möglich.

Es gibt bei einem Berliner Testament verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Ohne konkrete Kenntnis Ihres Testaments und der darin getroffenen Verfügungen, läßt sich Ihre Frage nicht beantworten. Vor allen Dingen stellt sich die Frage, wer erbt bei Ihnen eigentlich nach dem Letztversterbenden und kann der überlebende Ehegatte ggf. das Testament noch ändern.

So wie ich es bisher verstanden habe, wollten Sie dafür sorgen, dass Ihren eigenen leiblichen Kindern das Haus, bzw. zumindest der größtmögliche Teil dessen als Erbe verbleibt. Sofern dem immer noch so ist, habe ich jedoch Zweifel daran, dass Sie dies mit dem von Ihnen geschilderten Testament erreichen werden.

Die für Sie bestmögliche Lösung kann man, in diesem Fall nur individuell ermitteln. Sofern Sie eine weitergehende Beratung wünschen, können Sie gerne mit mir über die entsprechende Onlineanfragefunktion oder ganz einfach telefonisch mit mir in Kontakt treten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

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