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Tod der Tochter / Erbe?


| 21.06.2007 00:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



Die Tochter meines Cousins verstarb am 01.06.2007 überraschend mit 21 Jahren.

Nach und nach stellt sich nun heraus, dass sie Ratenvereinbarungszahlungen (Höhe unbekannt) getroffen hat, einen Vertrag mit einer Telekommunikationsgesellschaft abgeschlossen hat, Forderungen über Inkassobüros zu begleichen hat etc. Es dürfte sich aber um keine Riesensummen handeln, insgesamt wohl nicht mehr als ca. 500,- Euro.
Momentan sind weitere Gläubiger nicht bekannt.

Bis auf den Vertrag mit der Telekommunikationsgesellschaft, den die Tochter zu allem Überfluß gegen das Wissen der Ehefrau auf deren Namen eröffnet hat, lauten alle Forderungen auf den Namen der verstorbenen Tochter.

Mein Cousin und seine Ehefrau möchten diese Schulden nicht begleichen, auch in Hinblick auf noch ausstehende Gläubiger.

Was ist zu tun?

Genügen Briefe an die Gläubiger mit einer Kopie des Totenscheins?

Oder ist ein Erbschein zu beantragen & das Erbe auszuschlagen?
Das wäre ja leider auch wieder mit Kosten verbunden.

Anzumerken ist, dass sich auf dem Konto der verstorbenen Tochter einige hundert Euro befanden. Diese wurden für einen Teil der Bestattungskosten verwendet, da diese ja vorranging behandelt werden somit nicht in die Erbmasse fallen. Damit beträgt der aktuelle Kontostand 0,- Euro.

Ansosten sind keinerlei Vermögenswerte der Tochter vorhanden.

Danke für Ihre Antwort im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Johannes S.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Gemäß Paragraph 1925 BGB sind die Eltern Erbe der zweiten Ordnung, mit der Folge daß Sie gemäß § 1925 Abs. 2 alleine erben.

Diese Erbenstellung erfolgt kraft Gesetz, was bedeutet, dass Sie sich nicht dagegen wehren können.

Als Erbe können Sie sich einen Erbschein ausstellen lassen, der ihnen die Möglichkeit gibt, Erkundigungen dahingehend einzuholen, ob das Erbe überschuldet war oder Vermögen vorhanden ist. Bei Überschuldung können Sie innerhalb von sechs Wochen ab Kenntnis der Erbschaft diese ausschlagen. (§ 1944 BGB)

Selbst wenn sie nach Ablauf dieser Frist feststellen müssen, dass das Erbe überschuldet ist, berechtigt dies zur Anfechtung. Diese muss binnen sechs Wochen ab Kenntnis des Anfechtungsgrund, der darin liegt, dass ihnen bei Annahme der Erbschaft nicht bewusst war, dass es sich um eine Überschuldung handelt, erfolgen.

Briefe an die Gläubiger genügen insofern nicht, weil sich die Gläubiger in diesem Erbfall an die Eltern wenden werden, da sie mit dem Erbfall auch alle Schulden und Verbindlichkeiten übernehmen. ( 1967 BGB) Sofern also kein weiteres Vermögen der Tochter vorhanden ist und nicht absehbar ist, ob vielleicht noch weitere Forderungen gegen Ihre Tochter bestehen, sollte eine Ausschlagung in Erwägung gezogen werden. Die Ausschlagung erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht, ein Erbschein ist hierfür nicht erforderlich.


Ich hoffe ihnen im Weg der ersten Orientierung Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt
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