Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wahl der Vereinsform


01.11.2006 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Unser Motorsportverein besteht seit mehreren Jahrzehnten. Nach dem Ausscheiden des alten Vereinsvorstandes stellten wir fest, dass der Verein keine Satzung besitzt, bzw. diese wohl verloren gegangen ist.
Wir sind nun dabei, eine neue Satzung zu erarbeiten und es stellt sich die Frage, ob wir als „e.V.“ oder „nicht e.V.“ fungieren sollen.
Ziele des Vereinslebens sind:
· Belebung des gesellschaftlichen Lebens
· Jugendlichen im Verein eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten
· Gemeinsame Fahrradausflüge und Wanderungen
· Geschicklichkeitsfahrten / Bildersuchfahrten
· Ausflüge zu Technikmuseen etc.

Alle Veranstaltungen sind für Mitglieder und Nichtmitglieder in unserem Ort gedacht.


Wir bitten um begründete Aussage, welche Vereinsform wir Günstigerweise wählen sollten.
Sehr geehrter Fragesteller,

ein nicht eingetragener Verein ist nicht rechtsfähig. Wenn der Verein keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt, sollten Sie ihn im Vereinsregister eintragen lassen, damit er nach § 21 BGB damit Rechtsfähigkeit erlangt. Die Voraussetzungen für eine Eintragung finden Sie in den §§ 55 ff. BGB.

Vorteile hat die Eintragung insbesondere bei der Haftung. Nach § 54 BGB haftet derjenige, der im Namen eines nicht rechtsfähigen Vereins mit einem Dritten ein Rechtsgeschäft abschließt, persönlich. Handeln mehrere, haften sie als Gesamtschuldner. Die (zusätzliche) Haftung tritt auch dann ein, wenn der Handelnde vertretungsberechtigt ist und den Verein verpflichtet. Bei einem rechtsfähigen, eingetragenen Verein tritt eine zusätzliche Haftung des Handelnden dagegen nicht automatisch ein, sondern nur, wenn ein besonderer Rechtsgrund für dessen Haftung gegeben ist (wie z.B. Übernahme einer Bürgschaft oder Vorliegen einer unerlaubten Handlung)

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2006 | 14:30

Mit welchen Kosten muss man bei einer Eintragung ungefähr rechen? An welche Stelle muss man sich zu einer Eintragung konkret wenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2006 | 16:48

Sehr geehrter Fragesteller,

die Anmeldung zum Vereinsregister des Amtsgerichts muss in öffentlich beglaubigter Form erfolgen. Sie müssen sich deshalb an einen Notar wenden.

Gebühren fallen an beim Notar für die Beglaubigung, beim Amtsgericht für die Eintragung und für die Bekanntmachung der Eintragung im Amtsblatt. Die Höhe der Gebühren richten sich dabei nach dem Geschäftswert. Dieser kann je nach den Umständen des Einzelfalles mit einem Wert bis zu 500.000,-- Euro angenommen werden. In der Regel wird jedoch ein Geschäftswert von 3.000,-- Euro angenommen (§§ 29, 30 Abs. 2 KostO). Bei einem Geschäftswert von 3.000,-- Euro betragen die Kosten dann ca. 125,-- Euro. Zusätzliche Kosten beim Notar entstehen, wenn die erforderlichen Unterschriften des Vorstands zu unterschiedlichen Zeiten geleistet werden. Aus Kostengründen empfiehlt sich daher die gleichzeitige Anwesenheit der Vorstandsmitglieder.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER