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Verzicht auf Erbe

| 23.08.2010 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Ehefrau ist vor 4 Monaten gestorben.
Wir haben keine Testamente gemacht.
Meine Ehefrau hatte 7 Geschwister.
3 Geschwister sind von der gleichen Mutter.
4 Geschwister sind von der ersten Frau des Vaters meiner Ehefrau die auch bereits verstorben ist
Ihre leiblichen Eltern sind seit Jahren Tod.
Die Geschwister meiner Frau haben mir gegenüber mündlich auf ihr Erbe verzichtet.
Ich habe einen Erbschein beim Amtsgericht beantragt.
Welche Schritte/Aktionen muss ich umsetzen damit der Verzicht/die Ausschlagung meiner Schwager und Schwägerinnen auf das Erbe meiner Ehefrau rechtskräftig wird?
Welche Schritte/Aktionen müssen meine Schwager und Schwägerinnen umsetzen um auf ihr Erbe zu verzichten / es aus zuschlagen, wo liegt der Unterschied?

23.08.2010 | 23:35

Antwort

von


(416)
Kurfürstendamm 167-168
10707 Berlin
Tel: 030 577 057 75
Web: http://www.kanzlei-grueneberg.de
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Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid ausdrücken.

Zur Fragen:
Ein Erbverzicht (nach § 2346 BGB ) kommt nicht mehr in Frage. Dieser kann nur zu Lebzeiten des Erblassers geschlossen werden, da bei seinem Tod die eintretende Erbfolge feststehen muss.

Im vorliegenden Fall war eine Ausschlagung denkbar.
Eine Ausschlagung erfolgt durch einseitige Erklärung des Ausschlagungsberechtigten gegenüber dem Nachlassgericht. Sie ist formbedürftig. Die Abgabe bedarf der Niederschrift durch das Nachlassgericht oder der öffentlichen Beglaubigung durch einen Notar.
Die Ausschlagungsfrist ist im § 1944 I BGB geregelt und beträgt 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls und des Berufungsgrundes.

Es ist aber davon auszugehen, dass die Frist für die Geschwister schon abgelaufen ist, da diese vom Tode der Schwester erfahren haben. Wäre dies nicht der Fall muss jeder Miterbe die Erbschaft ausschlagen.

Ist die Frist abgelaufen, dann bilden Siemit den übrigen Erben eine Erbengemeinschaft.
In Rahmen der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft können Sie mit den Miterben vereinbaren, dass diese in der Weise auseinandergesetzt wird, dass Sie all die Anteile an der Erbengemeinschaft übernehmen. Dafür ist die Zustimmung aller Miterben erforderlich. Eine steuerliche Prüfung (etwaige anfallende Schenkungssteuer) sollte vorgenommen werden.
Ob ein solcher Auseinandersetzungsvertrag der notariellen Beurkundung bedarf, hängt vom Vermögen ab (ob beispielsweise Grundstücke bzw. GmbH-Anteile vorhanden sind).

Wenn nicht alle Miterben mit einer solchen Lösung (unentgeltlicher Übertragung) einverstanden wären, kommt noch den Erbteilskauf durch Sie. Dieser bedarf aber immer der notariellen Beurkundung. Es besteht auch zugunsten der anderen Miterben ein Vorkaufsrecht.

Im Übrigen halte ich das mündliche Versprechen,auf die Erbe zu "verzichten", aufgrund der o.g. Formbedürftigkeit für nicht durchsetztbar.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Bewertung des Fragestellers 27.08.2010 | 19:21

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Ich habe lediglich die Fragen wie sehr mir die Antwort geholfen hat und die Ausführlichkeit nicht mit der höchsten Bewertung bewertet. Das lag aber nicht an der Antwort des Anwalts, sondern daran, dass ich durch die Antwort erkennen musste, dass die Lösung meines Problems doch vielschichtiger und nicht so einfach ist, wie ich es mir erhofft hatte. Aber dafür kann der Anwalt nichts.
Ich werde diese Portal auf jeden Fall weiter empfehlen und auch weiter selbst nutzen!

Mit freundlichen Grüßen

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.08.2010
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ANTWORT VON

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