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Hilfe zur Ausschlagung eines Erbes

13.05.2017 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Zur Ausschlagung einer Erbschaft.

Hallo,

ich erhielt ein Schreiben von einem Inkassobüro. In diesem ging es um eine Forderung von knapp 40.000.-€ (in diesem Fall Schulden) die ich von meiner mir nicht bekannten Großmutter geerbt habe.

Ich erfuhr von diesem Erbe das erste Mal über ein Inkassobüro. Zuvor erhielt ich kein Einschreiben das ich hätte beantworten können.

Jetzt bin ich mir unsicher was ich tun kann um das Erbe dennoch ausschlagen zu können?

Im letzten Schreiben, erhielt ich am 13.05.2017, heißt es von dem Inkassobüro Zitat:

Das Nachlassgericht Weinheim teilte uns am 11.04.2017 mit, dass Sie als gesetzlicher Erbe der Verstorbenen in Betracht kommen. Die Ermittlung ergab, dass Sie der Enkel von Frau.... sind.

Bitte übersenden Sie uns bis zum 22.05.2017 Nachweis für die rechtskräftige Ausschlagung des Erbes.

Zitat Ende.


Wie soll ich eine rechtskräftige Ausschlagung nachweisen, wenn ich erst über das Inkassobüro über das Erbe informiert wurde?

Aus finanziellen Gründen kann ich mir momentan leider keinen Anwalt leisten, um diesen Fall klären zu können.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Die Frist zur Ausschlagung einer Erbschaft beträgt 6 Wochen (§ 1944 Abs. 1 BGB).

Nach § 1944 Abs 2 BGB beginnt die Frist "mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt".

Wenn Sie erst im Mai 2017 vom Tod der Großmutter erfahren haben, hat die Frist erst damit zu laufen begonnen und ist entgegen Ihrer Annahme noch NICHT abgelaufen.

2.
Die Ausschlagungeiner Erbschaft erfolgt nach § 1945 Abs. 1 BGB gegenüber dem Nachlassgericht. die Erklärung ist "zur Niederschrift des Nachlassgerichts oder in öffentlich beglaubigter Form abzugeben".

Wenn sich das Nachlassgericht in größerer Entfernung befindet,sollten Sie gleich Anfang nächster Woche einen Notarn ausuchen und dort die Ausschlagung beurkunden lassen.

3.
Sollte die Erbschaft wider erwarten bereits angenommen worden sein, so käme eine Nachlassinsolvenz in Betracht, § 1980 BGB.

"Hat der Erbe von der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung des Nachlasses Kenntnis erlangt, sohat er unverzüglich die Eröffnung des Nachlassinsolvenverfahrens zu beantragen".

Die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens führt zu einer Beschränkung der Haftung auf den Nachlass (§ 1975 BGB).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2017 | 17:32

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Mich würde interessieren, gibt es zur Auschlagung ein Musterschreiben, welches ich vom Notarn beglaubigen lassen muss. Oder hat der Notar ein Schreiben?
Da ich überhaupt nicht weiß was in solch ein Schreiben stehen muss.

Gibt es eine grobe Richtung was eine Beglaubigung kostet?
Oder gibt es generell eine Pauschale?
Zumindest das ich grob weiß was auf mich an Kosten zukommt.

Muss ich eher mit 20.-€ oder eher 150.-€ rechnen?

Dann gehe ich in meiner Stadt zu einem Notar, lasse das Schreiben beglaubigen und kann es per Einschreiben an das Inkassobüro versenden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2017 | 19:04

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage:

1.
Im Internet sind Musterschreiben zu finden Ich würde folgendes empfehlen:

"Am....habe ich von der Erbschaft meiner Großmutter....erfahren.

Diese Erbschaft schlage ich hiermit aus."

Der Notar macht das auch.

2.
Es fällt eine 0,5 Gebühr nach KV-Nr. 24102, 21201 des GNotKG an.

Bei einer Überschuldung des Nachlasses beträgt die Mindestgebühr 30,-- €.

3.
Die notariell beglaubigte Ausschlagungserklärung muss zunächst dem NACHLASSGERICHT übersendet werden. Erst mit Eingang beim Nachlassgericht wird die Ausschlagung wirksam.

Dem Inkassountrnehmen könnnen Sie dann eine Kopie schicken.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

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