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Urlaubsregelung 2-jähriges Kind

13.08.2013 20:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Abänderung einer Umgangsregelung bei einem Kleinkind

Guten Tag,
per Gerichtsbeschluß ist der Umgang mit unserem Kind geregelt worden.
Das Kind lebt bei mir (Mutter), wir sind beide sorgeberechtigt. Der Vater hat 2x wöchentlich 2 Stunden Umgang bzw. alle 2 Wochen ein Wochenende mit 2 Übernachtungen. Der Urlaub wurde nicht geregelt- als der Anwalt meines Ex- Mannes dies ansprach hieß es vom Richter zwar: vorerst nicht, es wurde aber nichts schriftliches festgehalten.
Nun möchte ich mal Urlaub machen und Freunde besuchen- dies ist mir aufgrund der Umgangsregelung ja nicht möglich, ohne dass Umgang ausfällt. Habe den Vater rechtzeitig informiert. Erst drohte er mir Bußgeld an, wegen Mißachtung der Umgangsregelung, dann wollte er den Kleinen 4 Wochenenden hintereinander (als Ausgleich für seinen verlorenen Umgang), nun hat er es sich wieder anders überlegt und möchte seinerseits Urlaub haben mit dem Kleinen- und das gerade auch noch über die Weihnachtsfeiertage (25.12. bis 03.01.) sowie noch 2 Wochen im Oktober 2013.
Der Vater lässt öfter seinen Umgang ausfallen, da er von seinem Job aus unterwegs ist oder ein Wochenende lang Party machen möchte. Ich kann dies nicht, kann nicht mal übers Wochenende Freunde besuchen, da der vater das Kind Freitags abends abholt und Sonntags vormittags zurückbringt wenn er Umgangswochenende hat- das ist einfach zu wenig Zeit um weiter weg zu fahren. Hat er kein Umgangswochenende, hat er Freitag von 16 bis 18 Uhr Umgang- wie soll ich da noch mit Kind weiter weg fahren, wenn ich Sonntag nachmittag wieder zu Hause sein muss, da Montag ja wieder Spielgruppe, Job etc beginnt?
Nun verlangt er, dass ich ihm bis Freitag seinen Urlaub bestätige.... was soll ich nun tun??
Vielen herzlichen Dank für eine Antwort (kann leider nicht so viel bieten).

Sehr geehrte Fragestellerin,


unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:


Grundsätzlich kann eine Abänderung der Umgangsregelung nur einvernehmlich oder durch eine richterliche Entscheidung herbeigeführt werden. Bei einer richterlichen Entscheidung ist stets das Kindeswohl und nicht der Wunsch der Eltern maßgeblich.

Ihr Wunsch, mit dem Kind einige Tage wegzufahren, ist nachvollziehbar und widerspricht vermutlich auch nicht dem Kindeswohl. Sie sollten mit dem Vater verhandeln: Können Sie sich einen Ausgleich für seinen "ausfallenden" Umgang vorstellen, der im Interesse des Kindes gewährt werden könnte? Vielleicht statt eines langen Urlaubs mit dem Vater ein zusätzlicher Tag unter der Woche nach Ihrer Rückkehr oder ein verlängertes Wochenende? Einen zweiwöchigen Urlaub halte ich bei einem zweijährigen Kind für außergewöhnlich lange, aber letztendlich können nur Sie einschätzen, wie Ihr Kind auf die lange Trennung von Ihnen reagiert. Vielleicht lässt sich der Vater ja auch auf einen "Test" mit drei oder vier Übernachtungen bei ihm ein.

Sollten Sie mit ihm nicht zu einem vernünftigen Ergebnis kommen, empfehle ich, das örtliche Jugendamt mit der Bitte um Vermittlung einzuschalten. Nach meiner Erfahrung führt dies häufig zu einem tragbaren Ergebnis. Nicht zuletzt deshalb, weil dort Fachleute arbeiten, die dem Vater vermitteln können, dass die Mutter, bei der das Kind lebt, die Hauptbezugsperson ist, so dass es einen Unterschied macht - unabhängig vom Sorgerecht - ob das Kind Mutter oder Vater zwei Wochen nicht sieht.

Eventuell kann dabei der Umgang insgesamt neu geregelt werden, so dass auch für Sie größere Freiräume entstehen. Zum Beispiel, indem der Freitagstermin auf einen anderen Tag verlegt wird oder der Wochenend-Umgang bis Sonntag Nachmittag ausgedehnt wird.

Sollte auch das nicht funktionieren, bleibt nur eine (neue) gerichtliche Entscheidung, die die Frage des Urlaubs mit dem Kind für die Zukunft regelt. Hierfür sollten Sie einen im Familienrecht erfahrenen Anwalt beauftragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin

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