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Unterhaltsberechnung bei volljährigem Kind in Ausbildung

| 01.02.2008 22:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,eine kurze Schilderung der Situation:

ich bezahle zur Zeit für 2 Kinder (14 Jahre+17 Jahre)Unterhalt.
Für jedes Kind 329€. Mein Nettoeinkommen beträgt ca 1.700€. Meine Warmmiete beträgt 450€.

Das 17 jährige Kind (welches im April 2008 die Volljährigkeit erreicht!) macht seit Oktober 2007 ein Praktikum. Da dieses Praktikum nicht im Heimatort ist, hat er in der Stadt eine Wohnung, wo er seiner Ausbildung nach geht. Er wohnt also seit Oktober 2007 nicht mehr bei der Mutter.
Ab Mai 2007 wird das Praktikum in eine Ausbildung umgewandelt. Zur Zeit wird sein Praktikum mit 300€ vergütet. Wenn die Ausbildung anfängt, erhöht sich der Betrag auf 380€. Von diesem Geld werden ihm 175€ für Miete, Strom und Wasser von dem Arbeitgeber zur Deckung der Unterkunft abgezogen.
Meine Ex-Frau und ich sind seit 8 Jahren geschieden. Da sie danach noch einmal geheiratet hat, bin ich ihr gegenüber nicht unterhaltsverpflichtet.
Meine Ex-Frau ist seit Oktober 2007 arbeitslos und bezieht seit Januar 2008 Hartz IV, soweit es mir bekannt ist.
Im Juni 2007 verurachte mein Sohn bei einer Autofahrt mit dem Wagen seiner Mutter einen Totalschaden. Seit November 2007 bekommt mein Kind von ihr kein Kindergeld mehr ausgezahlt, da eine Vereinbarung zwischen den beiden getroffen wurde, den entstandenen Sachschaden bei ihr abzuzahlen.

Nun meine Fragen
- In welcher Höhe ist der Unterhalt aktuell durch mich zu leisten? In wie weit bleibt die volle Unterhaltspflicht auch bei Volljährigkeit bestehen?
- Kann das Kindergeld durch meine Ex-Frau einbehalten werden?
- Wird die Mutter, da mein Sohn ausgezogen ist, ebenso zum Unterhalt hinzugezogen?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe nach Ihren Angaben eine Unterhaltsberechnung durchgeführt.

Ihr Nettoeinkommen beträgt nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen von 5 % € 1615,00.

Ihr 17 -jähriges Kind hat, da es auswärts wohnt, einen monatlichen Bedarf von € 645,00. In diesem Betrag ist eine Pauschale für Unterkunft und Heizung in Höhe von € 270,00 enthalten.
Da Ihr Kind nur € 175,00 für das Wohnen aufwendet, habe ich den Bedarf um € 95,00 auf € 545,00 gekürzt.
Das Einkommen Ihres Kindes ist in Höhe von derzeit € 210,00 (€ 300,00 abzgl. pauschale Aufwendungen € 90,00) anzurechnen, ebenso das Kindergeld in Höhe von € 154,00.
Es verbleibt somit ein nicht gedeckter Bedarf in Höhe von € 181,00 monatlich, der derzeit von Ihnen zu leisten ist.
Mit Volljährigkeit des Kindes und Erhöhung der Einkünfte reduziert sich der Unterhaltsanspruch auf € 101,00 (Bedarf 545,00 abzügl. eigenes Einkommen € 290,00 = € 380,00 ./. € 90,00, abzügl. Kindergeld 154,00).
Für Ihr 2. Kind besteht derzeit ein Unterhaltsanspruch nach Düsseldorfer Tabelle in Höhe von € 325,00 (€ 402,00 abzügl. hälftiges Kindergeld € 77,00).
Abschließend beantworte ich Ihre Fragen:
Der aktuelle Unterhaltsbetrag beläuft sich auf € 325,00 und € 181,00.
Die Vereinbarung zwischen Ihrer Ex-Frau und Ihrem Sohn kann m. E. nicht Ihnen entgegengehalten werden, da dadurch Sie über den Unterhalt den Kfz-Schaden Ihres Sohnes bzw. Ihrer Ex-Frau bezahlen würden. Das Kindergeld ist also auch weiterhin in voller Höhe auf den Bedarf anzurechnen - s. o.
Auch die Mutter ist zum Barunterhalt heranzuziehen. Da Sie derzeit nur über Einkünfte verfügt, die unterhalb des Selbstbehalts liegen, könnte man nur fiktives Einkommen zugrundelegen. Ob es realistisch ist, dass Ihre Ex-Frau Einkünfte erzielen kann, die über dem Selbstbehalt liegen, ist schwer zu beantworten. man müßte hier die gesamte Situation berufl. Ausbildung und Tätigkeiten, Bewerbunngsverhalten etc.)

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht


Nachfrage vom Fragesteller 02.02.2008 | 10:47

Vielen Dank für Ihre schnelle Bearbeitung!

Wie gestaltet sich der Unterhalt, wenn der 17-jährige Sohn Ausbildungsbeihilfe bekäme, und damit seine Mietkosten decken könnte?

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2008 | 06:59

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihr Sohn noch weiteres Einkommen oder andere staatl. Unterstützungen erhält mindert dies ebenfalls seinen Unterhaltsanspruch.
Hier bräuchte ich noch die genauen Zahlen, um eine Berechnung durchführen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin

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