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Unterhalt + Kindergeld nach Ausbildung?


21.09.2005 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich bin 20 Jahre alt und habe dieses Jahr im Juni meine Berufsausbildung zur Versicherungskauffrau abgeschlossen. Ich habe nur Mittlere Reife als Schulabschluss, allerdings war ich bis zur 9. Klasse auf dem Gymnasium, bin dann aber auf die Realschule gegangen, da auch meine Eltern es für gut hielten, dass ich eine Ausbildung anfange. Das ganze war also eher nicht meine 100%ige Entscheidung. Während der Ausbildung verdiente ich soviel Geld, dass ich kein Kindergeld mehr bekam und auch mein Vater kaum Unterhalt zahlen musste (70€).

Jedoch merkte ich schon während der Ausbildung, dass ich danach gerne noch mal studieren möchte, habe aber die Ausbildung durchgezogen, um nachher wenigstens was in der Hand zu haben. Meine Leistungen in der Zeit waren auch durchgehend sehr gut.
Eigentlich wollte ich nach Abschluss der Ausbildung sofort die Fachoberschule weitermachen und anschließend an einer Fachhochschule studieren, doch dann wurde mir von meinem Ausbildungsbetrieb sehr kurzfristig eine befristete Stelle angeboten und zwar bis zum 31.12.2005.
Ich habe die Stelle angenommen, um noch etwas Geld anzusparen für mein Studium, außerdem entspricht die Position (Betriebsorganisation/Controlling) dem, was ich dann auch gerne studieren möchte, nämlich BWL. Das heißt wiederum ich könnte erst im August/September 2006 die Fachoberschule besuchen und anschließend 2007 studieren.

Nun meine Frage:
Habe ich eigentlich noch ein Recht auf Unterhalt und Kindergeld? Wenn ja bei Kindergeld, wie viel wäre das?

Ich habe mal was von einem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang gehört. Besteht der in diesem Fall? Ist es noch ausschlaggebend, was ich während der Zeit zwischen Arbeitsende und neuem Schuljahr mache (Januar – August/September) , d.h. kann ich mir für die Zeit auch noch einen Job suchen, ohne meinen eventuellen Anspruch auf Unterhalt oder Kindergeld zu verlieren?

Noch zur Info:
Mein Vater verdient relativ gut und zahlt an meine Schwester (24, Studentin) 250€ Unterhalt im Monat. Ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen, da er mich und meine Familie eines Diebstahls beschuldigt hat, zu Unrecht natürlich. Hat das Einfluss auf die Unterhaltszahlung?
Bezüglich des Kindergeldes: Ich bin das vierte Kind von meiner Mutter, jedoch bekommt nur noch meine Schwester Kindergeld, die anderen Geschwister verdienen alle selber Geld.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchdende,

so wie Sie den Sachverhalt darstellen, werden Sie Anspruch auf Unterhalt und Kindergeld (154,oo EUR mtl) haben.

1.)
Bezüglich des Kindergeldes ist es (derzeit) so, dass bis zum 27. Lebensjahr dieses gezahlt wird, wenn Sie in der Schulausbildung bzw. Studium sind, was bei Ihnen ab August/September 2006 ja wieder der Fall sein wird.


2.)
Bezüglich des Unterhaltes ist Ihre Vermutung zutreffend.

Sofern ein Aufbaustudium /bzw. vorbereitender Schulbesuch vorliegt, besteht auch der Unterhaltsanspruch gegen den Vater.

Und bei dieser Konstellation Versicherungskauffrau - BWL ist von einem geschuldeten Weiterbildungsunterhalt (§ 1610 BGB) auszugehen (OLG Bremen FamRZ 89, 892).

Nur bei MEHRJÄHRIGER, grundloser Unterbrechung wird der Zusammenhang verneint. Dieses liegt aber bei Ihnen nicht vor, da die Unterbrechung hier der Finanzierung des Studiums dient und auch zeitlich eng begrenzt ist. Dass der Kontakt zum Vater unterbrochen wurde, spielt dabei auch keine Rolle.

Allerdings bestehen diese Anspruche erst am August/September 2006, nicht für die Zeit davor, da Sie da ja eigene Einkünfte haben, die die Bedürftigkeit entfallen lassen (es sei denn, ab Januar 2006 finden Sie trotz intensiver Bemühungen keine Arbeitsstelle).


Hier würde ich dazu raten, den Vater schon jetzt auf die Umstände hinzuweisen und die Ansprüche auch dem Grunde nach schon anmelden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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