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Berechnung Unterhalt für Kind in Ausbildung mit eigener Wohnung


03.01.2018 15:15 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin geschieden, mein Sohn ist 17 Jahre alt und wohnte bisher bei seiner Mutter. Ende Juli vollendet er sein 18. Lebensjahr. Mein Sohn ist kürzlich mit seiner Mutter umgezogen und hat dort seinen Hauptwohnsitz angemeldet. Kurz vor dem Umzug hat mein Sohn eine Ausbildung begonnen und aufgrund der Entfernung eine eigene kleine Wohnung bezogen. Hier ist er mit Zweitwohnsitz gemeldet, besucht in unregelmäßigen Abständen seine Mutter.

Meiner Einschätzung nach hat mein Sohn seinen Lebensmittelpunkt in seiner eigenen Wohnung, da er dort die meiste Zeit verbringt und am neuen Hauptwohnsitz außer seiner Mutter keinerlei Bezugspersonen hat. Ich weiß nicht, welche Auswirkungen der Meldewohnsitz oder der angenommene Lebensmittelpunkt auf den Unterhalt hat.

Für mich als Vater ergeben sich nun mit der neuen Situation neue Fragen. Ich verdiene 2.485 EUR netto monatlich, die Höhe des Einkommens seiner Mutter ist mir nicht bekannt. Sie ist derzeit arbeitslos gemeldet und erhält lt. ihren Angaben < 1.000 EUR. Mein Sohn verdient netto 635 EUR, für seine Wohnung bezahlt er 390 EUR Warmmiete zzgl. 60 EUR Strom.

Wie errechnet sich nun mein Unterhaltsanteil (Zahlbetrag) und wer ist aufgrund der Umstände der Unterhaltsempfänger? Zählt die Wohnung als Mehrbedarf? Ist es richtig, dass ich den Betrag direkt an meinen Sohn auszahle? Wie verhält es sich, wenn mein Sohn im Juli volljährig wird?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Bei einem Kind mit eigenem Haushalt gibt es einen festen Bedarf von derzeit 735 €, auf den bei einem Volljährigen das volle Kindergeld und das eigene EInkommen (abzüglich einer Pauschale von 90 €) anzurechnen ist.

Damit besteht bei Ihrem Sohn ab Volljährigkeit kein ungedeckter Bedarf, der über Unterhalt zu decken wäre.

Bis zur Volljährigkeit wird eigentlich anders gerechnet, nämlich nach dem EInkommen des Barunterhaltsüflichtigen. Die Rechtsprechung übernimmt diese oben dargestellte Berechnung aber auch für Minderjährige mit eigener Wohnung. Danach ist kein Unterhalt mehr geschuldet.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2018 | 16:06

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Muss das Kind zwangsläufig mit Erstwohnsitz in seiner Wohnung gemeldet sein, damit dies als "eigener Haushalt" bezeichnet wird oder genügt auch der Zweitwohnsitz mit vollständiger Wohnungseinrichtung (Kochnische, Gemeinschaftswaschmaschine), damit diese Regelung greift?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2018 | 16:24

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ihre EInschätzung in der Fragestellung ist richtig: maßgeblich ist allein, dass ein eigener HAushalt geführt wird. Wegen der höheren Lebenshalungskosten durch Miete usw. gibt es einen festen Bedarfssatz.

Die Frage, ob diese Wohnung als Erstwohnsitz angemeldet ist, ist nicht erheblich. Nach Ihrer Schilderung müsste diese Wohnung eigentlich als Erstwohnsitz, möglicherweise auch als einziger Wohnsitz angemeldet werden. Mögliche Verstöße gegen das Melderecht wirken sich auf das Unterhaltsrecht aber nicht aus.


Ich hoffe, damit für Klarheit gesorgt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel


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