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Unterhalt für Mütter - Gibt es einen Faustbetrag?


04.05.2006 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,
mein Mann und ich trennen uns. Er bleibt im eigenen Haus, ich suche eine Wohnung für mich und meine 2Kinder (10und12Jahre).Mein Mann will mir einen Kindesunterhalt von 600€ bezahlen, was ich akzeptiere.
Was steht mir selbst an Unterhalt zu? Gibt es einen Faustbetrag? Für welche Kosten ist dieser Unterhalt gedacht?
Ich verdiene 412€ brutto im Monat, mein Mann ist selbstständig, daher ist es schwer nachzuvollziehen, wieviel Geld er tatsächlich zur Verfügung hat. Es besteht auch ein Festgeldkonto, von dem er Geld nimmt z.B. für die Tilgung des Hauses, wenn er mal knapp bei Kasse ist. Interessant sind für mich keine Gesetzesvorlagen, sondern die Summe, die mir auf jeden Fall zukommen sollte für meine entstehenden Kosten, da ich ja wegen des Alters der Kinder nicht voll arbeiten gehen kann.
Vielen Dank für Ihre Mühe.

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Sehr geehrte Ratsuchende,



der Sockelbetrag, der Ihnen zustehen würde, beträgt in der Regel 770,00 EUR (sofern der Mann leistungsfähig ist). Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträge müssen daneben als Vorsorgeunterhalt gesondert geltend gemacht werden.


Dieses können Sie bitte aber nur als Anhaltspunkt bewerten. Es ist davon auszugehen, dass Ihr Bedarf höher liegen wird. Da der Mann selbständig ist, wird es dabei entscheidend auf sein Einkommen ankommen, wobei dort das Einkommen der letzten drei Jahre zugrund gelegt und dann ein rechnerisches monatliches Mittel gezogen wird. Dabei sind die Steuererklärungen aber nur ein Anhaltspunkt, da das steuerlich relevante Einkommen (aufgrund von Abschreibungen etc). nicht mit den unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen (was höher sein wird) gleichzusetzen ist.

Auch die Zinseinkünfte des Festgeldkontos werden dabei berücksichtigt werden. Der Wohnvorteil wird seinem Einkommen ebenfalls hinzugerechnet werden.

Der Kindesunterhalt ist von dem dann zu ermittelnden Einkommen wieder abzuziehen.

Über all dieses muss Ihr Mann Auskunft erteilen; hierzu ist er gesetzlich verpflichtet, so dass dann eine konkrete Unterhaltsberechnung vorgenommen werden kann.


Sowie die Auskünfte vorliegen, wird dann die Differenz der beiderseitigen Einkünfte gebildet, wovon Ihnen dann 3/7 zustehen würden.


Hier sollte der Mann also zu den notwendigen Auskünften aufgefordert werden, um dann einen Anhaltspunkt für die Berechnung zu haben. Erst DANN kann auch nur annährend der Ihnen zustehende Betrag genannt werden.

Auch wenn Sie sicherlich eine andere Antwort erhofft haben; ohne diese Angaben KANN ein genauer Betrag nicht genannt werden. Möglich ist aber immer eine einvernehmliche Regelung, mit der dann beide Ehegatten leben können. Sofern der Mann nicht bereit ist, einen notwendigen Betrag freiwillig zu zahlen, sollte dann auf Auskunkt bestanden werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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