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Auf welche Kosten (Unterhalt) muss/darf ich mich im nächsten Jahr einstellen?

| 27.10.2008 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine "Bekannte" (kenne sie seit 4 Mon.) erwartet ein Kind von mir. Sie erzählte es mit vor 3 Wochen. Seitdem will sie scheinbar keinen Kontakt mehr zu mir, da sie auf SMS, Mails und Telefonanrufe nicht mehr reagiert. (wie untergetaucht).
Ich vermute, sie wollte nur ein Kind und ich durfte den Spender machen.
Ich werde auf einen Vaterschaftstest bestehen. Auf welche Kosten muss/darf ich mich im nächsten Jahr einstellen? Hab ich irgendwelche Rechte? Muss ich auch an sie einen Unterhalt entrichten?

Mit freundlichen Grüßen

Tom

Sehr geehrter Ratsuchender,

sowohl Ihre Bekannte als auch Sie selbst haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, gemäß § 1589a BGB die Abstammung des Kindes vor dem Familiengericht durch eine genetische Abstammungsuntersuchung (Vaterschaftstest) klären zu lassen. Sofern Ihre Vaterschaft festgestellt wird, müssen Sie im schlimmsten Fall die Gerichts- und Anwaltskosten (dies sind ca. € 500 bis € 750) sowie die Kosten des Gutachtens alleine bezahlen.

Allerdings gilt das Kind zunächst rechtlich nicht als von Ihnen abstammend, da Sie mit der Mutter nicht verheiratet sind und Ihre Vaterschaft weder anerkannt noch gerichtlich festgestellt ist, siehe § 1592 BGB. Die Mutter kann deshalb nur Unterhalt für das Kind und für sich selbst verlangen, sobald eine gerichtliche Feststellung Ihrer Vaterschaft vorliegt.

Der Unterhalt für das Kind richtet sich in erster Linie nach Ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen, zur Ermittlung der Höhe des Unterhaltsanspruchs können Sie auf die Zahlbeträge der Düsseldorfer Tabelle zurückgreifen, die sich aus Ihrem (um berufsbedingte Aufwendungen und berücksichtigungsfähigen Schulden bereinigten) Nettoeinkommen für die jeweilige Altersstufe des Kindes ergeben.

Die Mutter hat unter den oben genannten Voraussetzungen auch einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt gegen Sie nach § 1615l BGB, in der Regel für sechs Wochen vor und mindestens drei Jahre nach der Geburt des Kindes. Der Bedarf der Mutter des nichtehelichen Kindes bemisst sich nach der Lebensstellung des betreuenden Elternteils, in der Regel mindestens € 770 EUR. Diesen Betrag müssen Sie allerdings nur insoweit aufbringen, als Sie nach Ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen, auch unter Vorwegabzug des Kindesunterhalts, leistungsfähig sind (§ 1603 Abs. 1 BGB).

Ich hoffe, ich konnte Ihre Rechtsfragen umfassend und verständlich beantworten, ansonsten dürfen Sie gerne von der Rückfragemöglichkeit Gebrauch machen.

Die genannten Rechtsquellen finden Sie unter den nachfolgend benannten Links:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/index.html
http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=7A6A0DAECDC045568CF2C0AC11865950&toc=heibo.11101#Anlage2008

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.10.2008 | 14:42

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