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Testament: Anwalt - Steuerberater - Notar?

26.06.2019 14:50 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich möchte professionelle Hilfe für ein gemeinschaftliches Testament in Anspruch nehmen, weiß aber nicht, zu wem ich gehen soll:
- Der Notar kann das Testament errichten, aber keine steuerliche Beratung anbieten
- Der Steuerberater kann steuerlich beraten, das Testament selbst aber nicht errichten
- Der Anwalt kann nur übers Erbrecht beraten, nicht über die Erbschaftssteuer und das Testament kann er auch nicht errichten. (Zumindest denke ich, dass es so ist)
Zu wem also soll ich gehen? Die Fragen sind:
Ich bin verheiratet und habe zwei gemeinsame Kinder mit meiner (einzigen) Ehefrau. Ich habe während der Ehe das Haus meiner Eltern überschrieben bekommen, in dem ich mit Ehefrau lebe. Während der Ehe haben wir Erspartes in eine Eigentumswohnung gesteckt, die auf den Namen meiner Ehefrau gekauft wurde. Diese ist vermietet.
Soll ich noch zu Lebzeiten meine Frau ins Grundbuch für mein Haus eintragen lassen?
Soll meine Frau zu Lebzeiten mich ins Grundbuch für die Eigentumswohnung eintragen lassen?
Sollen wir Anteile des Hauses/der Eigentumswohnung vorab an unsere Kinder verschenken?
Alles unter dem Gesichtspunkt, dass möglichst wenig Erbschaftssteuer und sonstige Gebühren anfallen. Ich will hier nicht die Beratung selbst, sondern nur die Auskunft, wer mich zu diesen Fragen umfassend beraten kann.

Sehr geehrter Fragesteller,

Zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Um Sie bezüglich der Errichtung eines Testaments zu beraten, ist der Notar oder der Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner. Beide können auch über erbschaftssteuerrechtliche Aspekte beraten, sofern nicht außergewöhnliche steuerliche Besonderheiten vorliegen. Gäbe es derartige steuerliche Besonderheiten, müsste man gegebenenfalls einen Steuerberater hinzuziehen.


2.

Der Notar kann ein Testament oder einen Erbvertrag beurkunden. Der Rechtsanwalt kann Ihnen ein Testament aufsetzen, das Sie dann abschreiben und, sofern sie möchten, in amtliche Verwahrung geben.

D.h., es liegt allein bei Ihnen, ob Sie einen Notar oder einen Rechtsanwalt wegen der Abfassung eines Testaments aufsuchen.


3.

Sie haben in etwa skizziert, welche Überlegungen Sie zur Regelung des Nachlasses oder der Vorwegnahme einer Nachlassregelung anstellen. D.h., es stellen sich Fragen der Schenkungssteuer bzw. der Erbschaftssteuer.

Nach Ihrem Sachverhalt sehe ich die schwierigen steuerlichen Probleme, zu deren Beurteilung es der Hinzuziehung eines Steuerberaters bedürfte, nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2019 | 16:07

Was ist der Unterschied zwischen Testament und Erbvertrag? Welche Vor- und Nachteile haben diese jeweils?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2019 | 16:38

Sehr geehrter Fragesteller zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Entscheidend ist in erster Linie die Errichtung: Ein Testament können Sie selbst ohne Heranziehung Dritter errichten, während der Erbvertrag notariell beurkundet werden muss und ein Rechtsgeschäft zwischen Ihnen und den Erben ist. Beim Erbvertrag sind die Erben also bereits in den Vertrag mit einbezogen.


2.

Ansonsten gibt es im Ergebnis keine wesentlichen Unterschiede.

Wenn Sie die Erben im Unklaren über den Nachlass lassen wollen, wäre also ein Testament die eher geeignete Vorgehensweise.

Beide Arten der Nachlassregelung stehen daher nebeneinander als vom Erblasser zu wählende Möglichkeiten ohne dass eine Verfahrensweise Vor- oder Nachteile gegenüber der anderen hätte.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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