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Teilzeit während Elternzeit - andere Stelle


18.06.2007 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Frau Anwältin, sehr geehrter HerrAnwalt,

wir bekommen im November 2007 unser erstes Kind. Meine Frau ist seit dem 1.2.2001 bei einem Pharma-Unternehmen im Außendienst angestellt. Zunächst hat sie in den ersten drei Jahren ein Gebiet als Pharmareferentin betreut. Dann hat sie sich auf eine Stelle im sog. "Wissenschaftlichen Außendienst" beworben (sie ist promovierte Naturwissenschaftlerin). Diese Bewerbung wurde vom Arbeitgeber eingefordert, sie durchlief ein Assessment-Center und führte Bewerbungsgespräche. Nach positivem Ausgang des Verfahrens wurde ein neuer Arbeitsvertrag erstellt. Seit diesem Zeitpunkt arbeitet sie auf dieser Stelle, die weniger auf eine hohe Anzahl an Arztbesuchen als vielmehr auf entsprechende intensive Betreuung von Ärzten, Kongressbesuchen etc. geprägt ist.

Nachdem sie ihre Schwangerschaft entsprechend beim Arbeitgeber angezeigt hat, setzt sie ihr unmittelbarer Vorgesetzter unter Druck, dass sie die Wahrnehmung ihrer ELternzeit erklären möchte. Wir vermuten, dass er die Stelle nur mit einer Vollzeitbeschäftigten besetzen will. Meine Frau möchte jedoch vielmehr nach ca. 12 Monaten Elternzeit ohne Erwerbstätigkeit für ca. 24 h / Woche wieder auf diese Stelle. Weiterhin vermuten wir, dass der unmittelbare Vorgesetzte anstrebt, sie in den "regulären" Außendienst zu versetzen.

Folgende Fragen:

- Wie sollen wir agieren bzgl. des "Unterdrucksetzens"? Kann es Vorteile haben, wenn man sich frühzeitig beim Arbeitgeber erklärt oder wartet man besser bis zur gesetzlichen 7-WOchen-Frist, um die Handlungsalternativen für den Chef einzuschränken und so die eigenen Interessen besser durchsetzen zu können? Sollte man Betriebsrat oder Gewerbeaufsichtsamt einschalten, wenn der Druck zu groß wird?

- Hat meine Frau einen Anspruch auf diesen Arbeitsplatz bzw. kann sie einer Versetzung in den "regulären" Außendienst (d.h. mit Gebiet wie oben beschrieben) im Falle eines Teilzeitantrages widersprechen? Meine Frau ist inzwischen AT-bezahlt, die Außendienstmitarbiter mit "regulärem" Gebiet werden i.d.R. tariflich bezahlt, wobei selbst die höchste Tarifstufe erst nach ca. 10 Jahren erreicht wird. Sind die beiden oben beschriebenen Tätigkeiten als gleichwertig anzusehen?

- Gibt es hinsichtlich des Anspruchs auf Teilzeittätigkeit einen Unterschied, ob dieser aus der Elternzeit heraus beantragt wird oder im Rahmen eines "normalen" Arbeitsverhältnisses?

Wir bedanken uns für die Beantwortung!

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Hier gibt es keinen generellen rat. Wie Sie selbst erkannt haben, hat das eine wie das andere Vorgehen Vor- und Nachteile. Letztendlich ist das eine Frage des eigenen Geschmacks und auch des Umgangs mit dem Chef.
2. Bei rechtswidrigem Druck ist der Betriebsrat sicherlich eine geeignete Anlaufstelle.
3. Ihre Frau hat Anspruch auf den Arbeitsplatz, der Ihr vertraglich zusteht. Wenn dieser nicht in Teilzeit zu bewerkstelligen ist, kann deshalb der Teilzeitantrag abgelehnt werden.
4. Ob beide Tätigkeiten gleichwertig sind, kann ohne Detailprüfung nicht abschließend bewertet werden. Ich habe hieran jedoch Zweifel.
5. In der Elternzeit dürften der Teilzeit keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen, wohingegen bei einem Anspruch nach TzBfG keine (einfachen) betrieblichen Gründe dem Teilzeitbegehren zuwider laufen dürfen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

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