Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkungssteuer durch Kredit vermeiden

16.09.2019 15:17 |
Preis: 42,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich habe mir ein sehr altes Gebäude (500 Jahre) gekauft und wie zu erwarten, gabe es einige Probleme die vorher nicht abzusehen waren und die große Kosten verursachen.
Meine Mutter will mich bei der Wiederinstandsetzung des Gebäudes finanziell unterstützen. Den Freibetrag der Schenkungssteuer (400 000) haben wir jedoch bereits für den Kauf aufgebraucht, so dass eine weitere Schenkung steuerlich aktuell nicht hilfreich wäre.

Gibt es eine Möglichkeit dieses Problem zu umgehen, z.B. mit folgenden Ideen:
1) Wir schließen einen Vertrag über einen zinslosen Kredit, der nach Bedarf ausbezahlt wird und der entweder so lange läuft bis die 10 Jahresfrist abgelaufen ist oder mit dem Tod der Mutter endet und dann mit dem Erbe zu verrechnen ist.
2) Die Mutter hilft finanziell bei der Renovierung mit und erkauft sich damit ein unbefristetes Wohnrecht (der Einzug der Mutter in die entsprechende Wohnung ist sowieso geplant). Muss das Wohnrecht im Grundbuch eingetreagen werden oder gilt für die Steuer auch ein privater Vertrag?

Vielleicht kann man beides auch kombinieren?

Falls es noch bessere oder einfachere Lösungen gibt wäre ich erfreut davon zu höhren.

P.S. Falls die Mutter vor Ablauf der 10 Jahresfrist verstirbt, werden dann die geschenkten 400 000€ komplett zum Erbe hinzugerechnet, oder reduziert sich der Betrag zunehmend mit den vergehenden Jahren.
18.09.2019 | 09:43

Antwort

von


(100)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

zu 1.)
Einen zinslosen Kredit würde ich Ihnen nicht empfehlen, da Ihnen Ihre Mutter dann die Zinsen schenkt und da SIe den Freibetrag schon aufgebraucht haben, würden Sie dann über den Freibetrag kommen. Daher empfehle ich Ihnen, mit Ihrer Mutter einen Zins zu vereinbaren, der ungefähr marktüblich ist. Diese Zinsen können Sie dann sogar als Aufwand bei Werbungskosten, wenn Sie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen, ansetzen.

Im Falle des Todes Ihrer Mutter, vor Ablauf der Rückzahlung, würde die Forderung in den Nachlass fallen. Ihre Mutter könnte dann in Ihrem Testament bestimmen, dass die Schuld, falls noch nicht beglichen, Ihnen zu erlassen ist.

Zu 2.)
Dies ist natürlich auch möglich, allerdings würde ich Ihnen zu einem Mietvertrag (gegebenenfalls mit Eintragungs ins Grundbuch) raten. Die Grundbucheintragung würde Ihrer Mutter nur zur Sicherheit dienen, falls etwas passiert und Sie noch zu Lebzeiten nicht mehr Eigentümer wären (Tod, finanzielle Schwierigkeiten etc.)
In diesem Fall würden Sie weiterhin eine Einkünfteerzielungsabsicht haben, könnten Werbungskosten im Rahmen von Vermietung und Verpachtung geltend machen.

Zu PS:)
Ja, die Schenkungen werden dem Betrag, der durch das Erbe anfällt hinzugerechnet, wenn die Schenkung und der Erbanfall innerhalb von 10 Jahren erfolgten.

Ich hoffe, ich habe Ihre Fragen beantworten können, für eventuelle Nachfragen benutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass auch kleine Änderungen des Sachverhalts, zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt






ANTWORT VON

(100)

Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 74290 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Eine solch kompetente Information zur Rechtslage ist eine große Erleichterung - ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre kompetente und voll ausreichende Auskunft. Sie waren mir eine große Hilfe! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute, verständliche Antwort. Ich habe den Anwalt mandatiert ...
FRAGESTELLER