Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkungssteuer, Unterhalt und Freibetrag

11.03.2011 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

folgender Tatbestand:
Meine Mutter hat in diesem Jahr von mir 20.000€ geschenkt bekommen. Neben dieser Summe besitzt sie selbst noch 35.000€.
Ab 1.4.2011 mietet sie eine Wohnung in einem Haus für Betreutes Wohnen des BRK. Die monatliche Miete und Nebenkosten betragen € 1.500.--.

Meine Frage:
Wenn ich nun diese monatlichen 1500€ bezahle, muss sie für den genannten Betrag (jährlich 18.000€) Schenkungssteuer bezahlen?

Danke für Ihre rechtsverbindliche Antwort.
MFG

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Frage anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung beantworten:

Ihre Mutter gehört erbschaftssteuerlich in die Steuerklasse II solange es sich um Zahlungen unter Lebenden handelt. Hierbei hat Sie einen Freibetrag von 20.000 €, welcher für den Zeitraum von 10 Jahren gilt, in Ihrem Fall ist dieser durch die erste Schenkung bereits aufgebraucht.

D.h jede weitere Zahlung würde eine Steuerpflicht auslösen, wenn diese als Schenkung zu qualifizieren wäre. Bei Unterhaltszahlungen wird stets danach entschieden, ob ein Anspruch auf Zahlung besteht. Grundsätzlich sind auch Kinder Ihren Eltern zum Unterhalt verpflichtet, allerdings nur solange diese selbst zur Bestreitung Ihres Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist.

Es wäre daher zu prüfen, ob Ihre Mutter nicht selbst zur Bestreitung Ihres Lebensunterhaltes in der Lage ist, jede Zahlung die hierüber hinausgeht ist als freigiebige Zuwendung zu qualifizieren und dann auch zu versteuern.

Da es sich um eine Einrichtung des Betreuten Wohnens und keiner Pflegeeinrichtung handelt, ist schon fraglich ob die erhöhten Kosten hierfür in den Bedarf Ihrer Mutter miteinzubeziehen sind, oder ob zur Prüfung der Steuerbarkeit nicht der gewöhnliche Bedarf zu errechnen ist, letzterem gebe ich den Vorzug. Dann, angenommen dieser Bedarf liegt bei Ihrer Mutter bei 1000,00 € monatlich und diese hat bspw. 800,00 Renteneinkünfte, so wären nur 200,00 € pro Monat als Zahlung von Ihnen als Unterhalt zu qualifizieren und der Rest als Schenkung.

Weiterhin müsste Ihre Mutter zunächst Ihr Vermögen, hier immerhin 55.000,00 € einsetzen um Ihren Unterhalt zu decken, erst hiernach kann dann eine Unterhaltszahlung Ihrerseits anerkannt werden.

Im Ergebnis werden Ihre Zahlungen also der Schenkungssteuer unterworfen werden müssen.


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 74898 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank. Sie haben mir sehr weitergeholfen. Die Antworten waren ausführlich, sachlich und freundlich und auf meine Nachfrage wurde sofort eingegangen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle, kompetente Antwort Gerne wieder ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles OK. Danke. ...
FRAGESTELLER