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Regelung der Übernahme des Elternhauses / Geschwisterauszahlung

10.06.2010 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sehr geehrter Anwalt
Meine Eltern (80,82), derzeit noch recht fit, wollen Ihren Nachlass regeln. Um zu Verhindern, daß das EFH nach dem Tode des Letztlebenden wegen Uneinigkeiten des Wertes womöglich verkauft wird, sieht deren Wunsch wie folgt aus.
Ich (Tochter) soll das elterliche EFH mit Scheune, BJ 1955, einfache Bauweise auf 3,4 Ar mitten im Dorf zu einem Preis von 80 000 € nach dem Tode des Letztlebenden übernehmen. Ich soll dann jeweils 20 000 € an meine drei Brüder ausbezahlen. Es befinden sich noch einige Flächen Ackerland in ihrem Besitz. Diese wollen sie unter uns vier nach Ihren Vorstellungen im Testament aufteilen
Desweiteren soll ich die Vorsorgevollmacht für Sie erhalten. Evtl. entstehende Kosten für Pflege, Beerdigung, Grabpflege etc., die nicht über das Barvermögen (derzeit ca. 50 000 Euro) gedeckt werden können soll ich nach dem Tode des Letztlebenden am Übernahmebetrag ( 80 000,-) in Abzug bringen können.
Meine Frage : Ist der Wunsch meiner Eltern im Rahmen eines Testamentes umsetzbar ? Wenn ja wie, wenn nein wie dann ?
Ich benötige das Haus nicht zum Wohnen. Entstehen für mich Nachteile wenn ich evtl. erst in 10 Jahren die Immobilie übernehmen kann ?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich zu Ihren Fragen sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:


Zu 1.) Ist der Wunsch meiner Eltern im Rahmen eines Testamentes umsetzbar ?

Um es vorwegzunehmen: ja, dieses kann alles in einem Testament geregelt werden.

Die von Ihnen beziehungsweise Ihren Eltern beabsichtigte Regelung sind zur Vermeidung von Streitigkeiten innerhalb der Erbengemeinschaft (insbesondere wenn es um die Aufteilung des Grundstückes) nicht nur vernünftig, sondern gar nicht so unüblich.


Zu 2.)Wenn ja wie, wenn nein wie dann ?

Wie bereits gesagt ist eine testamentarische Regelung möglich. Hier wären mehrere Möglichkeiten gegeben. So könnten Ihre Eltern jeweils Einzeltestamente machen oder ein so genanntes Berliner Testament, also ein gemeinschaftliches Testament.

Dieses ist nicht nur die am weitesten verbreitete Testamentsform in der Praxis unter Ehegatten, sondern bietet sich nach Ihrer Schilderung auch an.

Im Rahmen eines solchen Berliner Testaments würden sich dann Ihre Eltern gegenseitig als Alleinerben einsetzen ( und gegebenenfalls auch noch entsprechende Regelungen im Hinblick auf die Geltendmachung eventueller Pflichtteilsansprüche durch Sie beziehungsweise Ihre Geschwister treffen) und Sie und Ihre Geschwister als Nacherben einsetzen für den Fall, dass der Längerlebende von beiden versterben sollte.

Im Rahmen dieser Nacherbfolge wären dann die von Ihnen angesprochenen erbrechtlichen Verfügungen zu treffen. So würde das betreffende Hausgrundstück an sie vererbt werden unter der Auflage, dass Sie Ihren Geschwistern den besagten Betrag in Höhe von 20.000 € pro Geschwisterteil auszahlen.

Doch die Angelegenheit mit den Pflegekosten und den weiteren Kosten kann im Testament geregelt werden. Eine Besonderheit besteht hinsichtlich der Beerdigungskosten. Nach den entsprechenden landesrechtlichen Satzungen über die Beerdigungskosten bestehen öffentlich-rechtlicher Bestimmungen, wie und auf wen die Beerdigungskosten aufzuteilen sind.

Diese Frage hat der Gesetzgeber also bereits geklärt, so dass dieser Punkt nicht unbedingt in ein Testament hinein müsste.


Zu 3.) Ich benötige das Haus nicht zum Wohnen. Entstehen für mich Nachteile wenn ich evtl. erst in 10 Jahren die Immobilie übernehmen kann ?

Da ich den kompletten Sachverhalt nicht kenne, kann ich hier zu schlecht etwas abschließend sagen. In Bezug auf Ihre Eigentümerstellung aufgrund des Testaments ( sie würden durch den Nacherbfall Eigentümerin werden) kommt es aber nicht darauf an, ob Sie die Immobilie selber bewohnen oder nicht.

Sofern Sie noch einen speziellen Punkt haben, der Ihnen in diesem Zusammenhang Sorgen bereitet, so teilen Sie mir dieses bitte mit, damit ich im Rahmen der kostenlosen Nachfrageoption hierzu abschließend Stellung nehmen kann.

Im Endeffekt rate ich Ihnen beziehungsweise Ihren Eltern an, einen im Erbrecht erfahrenen Kollegen mit der Erstellung des Testamentes zu beauftragen, da es hier doch insbesondere hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten einige Spitzfindigkeiten gibt.

Sehr gerne wäre auch ich bereit, für Ihre Eltern ein entsprechendes maßgeschneidertes Testament zu erstellen.In diesem Bereich habe ich hinreichende Erfahrungen.

Bei Interesse können Sie sich sehr gerne an meine ungenannte E-Mail-Adresse wenden, damit ich Ihnen ein unverbindliches Angebot unterbreiten kann. Im Falle einer weitergehenden Beauftragung würde ich Ihnen den hier im Forum geleisteten Erstberatungsbetrag in voller Höhe anrechnen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Bei Bedarf fragen Sie gerne nach.

Ich hoffe Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend !




Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774

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