Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nicht-Versteuerung einer Abfindung in Dubai (VAE)

| 17.04.2012 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Ich arbeite bei einem grossen internationalen Konzern hier in Deutschland. Mir wurde ein Aufhebungsvertag mit einer Abfindung in Höhe von 120.000 € angeboten.
Der Konzern ist auch in Dubai (VAE) vertreten.
Sollte es mir gelingen, für einen Monat eine Arbeitserlaubnis in VAE über meinen Konzern zu erhalten und die Abfindung dort als einmaliges monatliches Gehalt auszahlen zulassen, ist Diese dann dort steuerfrei? Was gilt es bei meiner Rückkehr zu beachten um eine nachträgliche Versteuerung in Deutschland zu vermeiden?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

Ich weise rein vorsorglich darauf hin, dass die nachfolgenden Hinweise lediglich eine erst rechtliche Einschätzung darstellen und mangels Vorlage von Unterlagen zu dem Sachverhalt keine abschließende Beurteilung möglich ist.

In Ihrem Fall kann eine Besteuerung durch den deutschen Fiskus nur dann wegfallen, wenn das Besteuerungsrecht den VAE zusteht.

Da Sie im Jahr 2012 einen Wohnsitz haben, sind Sie hier unbeschränkt steuerpflichtig. Sie müssen dann das gesamte "Welteinkommen" in Deutschland versteuern, gleich wo Sie es erzielt haben.

Wenn Sie in diesem Jahr eine Tätigkeit in den VAE aufnehmen, hat Deutschland nur dann kein Besteuerungsrecht, wenn dieses Recht nach dem Doppelbesteuerungsabkommen ausschließlich den VAE zusteht.

Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen, Art. 14 DBA steht den VAE das Besteuerungsrecht zu. Nach Art. 22 Abs. 1 S. 1 DBA D - VAE wurde für das Besteuerungsrecht Deutschlands nicht die Freistellung der dort erzielten Bezüge geregelt, sondern das Anrechnungsverfahren. D.h. die Steuer aus den VAE wird im Rahmen Ihrer EInkommensteuererklärung angerechnet. Mangels Erhebung und Abführung von Einkommensteuer für Privatpersonen bleibt es bei der deutschen Steuer.

Dieses Vorgehen ist daher nicht geeignet, die Einkommensteuer auf die Abfindungszahlung zu vermeiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, für eine Nachfrage stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2012 | 18:39

Sehr geehrte Frau Zerban,

vielen Dank für die rasche und mir nachvollziehbare Erläuterug.

Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen, Art. 14 DBA steht den VAE das Besteuerungsrecht zu. Nach Art. 22 Abs. 1 S. 1 DBA D - VAE wurde für das Besteuerungsrecht Deutschlands nicht die Freistellung der dort erzielten Bezüge geregelt, sondern das Anrechnungsverfahren. D.h. die Steuer aus den VAE wird im Rahmen Ihrer EInkommensteuererklärung angerechnet. Mangels Erhebung und Abführung von Einkommensteuer für Privatpersonen bleibt es bei der deutschen Steuer.

Eine abschließende Frage hierzu hätte ich noch:

Welche Länder würden für mein Vorgehen in Frage kommen, d.h. die ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der BRD haben und kein Anrechnungsverfahren?

Mit freundlichen Grüßen

tom12som

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2012 | 18:46

Sehr geehrter Fragesteller,

diese Frage umfasst nicht die Eingangsfrage.

Der Wegzug und die komplette Aufgabe des Wohnsitzes hier für den Monat, in dem eine Abfindung ausgezahlt wird, wird steuerlich wohl kaum anerkannt werden. Sie müssten außersteuerliche Gründe nennen können, um die Aufgabe des Wohnsitzes hier für nur einen Monat zu begründen. Sonst liegt ein Umgehungstatbestand vor (§ 42 AO).
Eine Arbeitserlaubnis nur für einen Monat reicht nicht, um den Wohnsitz aufzugeben, das Besteuerungsrecht bleibt bei Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin




Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 20.04.2012 | 10:20

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Gute Anwort für niedrige Gebühr!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen