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Namensänderung der Kinder nach Scheidung, wenn es der eigene frühere Nachname war?

| 18.03.2021 16:39 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe mit meinem Ehemann zwei gemeinsame leibliche Kinder. Beide Kinder wurden vor unserer Eheschließung geboren und wir hatten damals bei beiden Kindern bestimmt, dass sie meinen Nachnamen als Geburtsnamen bekommen. Mit der Eheschließung haben wir den Namen meines Mannes als Ehenamen bestimmt. Beide Kinder haben deshalb dann den Ehenamen, d.h. den Nachnamen meines Mannes, als "neuen" Nachnamen erhalten.

Nun lassen wir uns scheiden und ich will nach der Scheidung wieder meinen früheren Nachnamen annehmen.

Kind 1 war zum Zeitpunkt der Eheschließung im Grundschulalter und hat noch eine starke und positive Erinnerung an den eigenen früheren Nachnamen. Deshalb möchte Kind 1 nach der Scheidung ebenfalls meinen Nachnamen (und damit den eigenen früheren Nachnamen) wieder annehmen. Dazu kommt, dass Kind 1 zum Vater jeglichen Kontakt eingestellt hat, da das Verhältnis erheblich belastet ist und Kind 1 sich deshalb auch in therapeutischer Behandlung befindet.

Kind 2 ist die Wahl des eigenen Nachnamens egal, das Verhältnis zum Vater und mir ist gleich gut.

Meine Fragen:
Können meine Kinder nach der Scheidung ebenfalls meinen Nachnamen (wieder) annehmen?
Ist es dabei relevant, dass bei beiden Kindern mein Nachname der "eigentliche" Geburtsname war?
Könnte dies für beide Kinder unterschiedlich stattfinden, d.h. Kind 1 nimmt meinen Namen an und Kind 2 behält den Namen seines Vaters?
Wäre für eine solche Änderung die Zustimmung des Vaters erforderlich?
Ist evtl. für Kind 1 eine Stellungnahme des Therapeuten als Begründung hilfreich?
Wo und wie müsste die Namensänderung beantragt werden?
Kind 1 wird noch in diesem Jahr - kurz nach dem voraussichtlichen Scheidungstermin - volljährig. Ändert sich damit etwas an der Rechtslage bzw. den Antworten zu den o.a. Fragen?

Vielen Dank!

18.03.2021 | 17:33

Antwort

von


(2373)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
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Sehr geehrte Ratsuchende,

ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)

Können meine Kinder nach der Scheidung ebenfalls meinen Nachnamen (wieder) annehmen?

Nein, mit einer Ausnahme (siehe 5.)

Im Gegensatz zu Eheleuten ist es nicht möglich, den Kindesnamen nach der Scheidung so einfach zu wechseln, wenn dieser Name zuvor so gewählt worden ist.


2.)

Ist es dabei relevant, dass bei beiden Kindern mein Nachname der "eigentliche" Geburtsname war?

Dabei ist es nicht relevant, dass Ihr Nachname der eigentliche Geburtsname gewesen ist. Dieser Geburtsname wurde ja abgelegt und diese einmalige Änderung kann nicht rückgängig gemacht werden.

3.)

Könnte dies für beide Kinder unterschiedlich stattfinden, d.h. Kind 1 nimmt meinen Namen an und Kind 2 behält den Namen seines Vaters?

Grundsätzlich wäre das zwar möglich, aber auch bei so einer Änderung, muss eben dann ein wichtiger Grund bestehen. (siehe 5.)

4.)

Wäre für eine solche Änderung die Zustimmung des Vaters erforderlich?

Nein. Wenn der Beamte die Notwendigkeit der Änderung bejaht, ist de Zustimmung des Vaters nicht notwendig.

5.)

Ist evtl. für Kind 1 eine Stellungnahme des Therapeuten als Begründung hilfreich?

Das ist der entscheidende Punkt:

Eine erneute, zweite Änderung ist nach § 3 NamÄndG ein wichtiger Grunbd notwendig. Nur dann kommt die nochmalige Namensänderung in Betracht

Das wäre auch dann der Fall, wenn das Kind unter dem jetzigen Namen leidet.

Es müssen also triftige Gründe für eine Namensänderung bestehen, was dann in der Regel bejaht wird, wenn das Kindeswohl durch den jetzigen Nachnamen gefährdet ist.

Und da kann dann so eine Stellungnahme entscheidend sein, wenn die Kindeswohlgefährdung bescheinigt wird.

6.)

Wo und wie müsste die Namensänderung beantragt werden?

In der Regel ist das örtliche Standesamt zuständig.

7.)

Kind 1 wird noch in diesem Jahr - kurz nach dem voraussichtlichen Scheidungstermin - volljährig. Ändert sich damit etwas an der Rechtslage bzw. den Antworten zu den o.a. Fragen?

Nein. Auch dann muss ein wichtiger Grund nachgewiesen weden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Bewertung des Fragestellers 18.03.2021 | 17:45

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