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Kindesumgang ermöglichen trotz Drohung

14.07.2018 21:14 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


23:31
Hallo. Ich habe folgendes Problem.
Ich lebe seit Oktober 2017 getrennt von meinem Mann. Unsere 3 Kinder sind 1, 5 und 10 und leben bei mir. Mein noch Mann hatte nie großartig Kontakt zu den Kindern. Er hat sich nie mit ihnen beschäftigt. Auch nach der Trennung nicht.
Im Laufe der Gespräche hat sich ergeben das er nur am Erhalt unseres Hauses interessiert ist. Er lebt momentan dort allein. Unterhalt zahlt er nicht.
Die Kinder sind nun sein Mittel um das Haus für sich zu erhalten .Und mit ihnen müsste er auch keinen Unterhalt zahlen.
Ich habe bisher immer jedes Wochenende den vollen Umgang gewährt. Er kam entweder nicht, oder er war nur 2 Stunden da. Der Umgang erfolgte fast nur mit der mittleren. Die anderen beiden interessierten ihn kaum.
Heute ist die Sache jedoch völlig eskaliert. Er hat gegenüber meinem großen gegen mich gehetzt und er war mit ihm beim Fkk baden, gegen seinen Willen. Ich versuchte das zu klären, jedoch wurde er total überfällig in seiner Wortwahl. Er drohte mir massiv das er mich fertig macht wenn ich mich scheiden lasse. Oder er sich umbringt. Das Thema Selbstmord wenn er sein Haus verliert hatten wir öfter schon. Ich teilte ihm mit das ich mich nicht erpressen lasse.
Normal findet der Umgang sonntags von 2 bis 5 statt bei uns. Eben weil er keine Beziehung hat zu den Kindern. Und es war immer, Mit Ausnahme von heute, wo der große dran war, nur die mittlere die Kontakt mit ihm hatte. Seit der Trennung war es keine 10 mal.
Jetzt verlangt er von mir ihm morgen alle 3 Kinder auszuhändigen. Er hat mir gedroht das er mich fertig macht wenn nicht und das er dafür sorgt das man mir die Kinder wegnimmt. Gleich danach erfolgte, unter massiven Beleidigungen, die Mitteilung das er sie nicht zurück bringt und das er dafür sorgt das ich sie nicht wieder sehe. Ich bin total verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll. Die Kinder wollen auch nicht zu ihm. Die Scheidung geht erst im November durch.
Kann ich den Umgang verweigern? Bis ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe? Dieses würde ich beantragen. Habe ich eine Chance darauf? Oder auf das alleinige Sorgerecht?
Ich bin total verzweifelt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich will meine Kinder nicht diesem Risiko aussetzen.

14.07.2018 | 21:44

Antwort

von


(193)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen Sachverhalt seine anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Sie sollten morgen auf keinen Fall ihrem Mann die Kinder mitgeben. Angesichts der ausgesprochenen Drohung wird Ihnen hier auch das Gericht keine Sanktionen auferlegen.
Außerdem sollten Sie umgehend einen Anwalt vor Ort aufsuchen der Sie bei einer einstweiligen Anordnung unterstützt.

sollten die Aussagen ihres Mannes allerdings nicht beweisbar sein werden Sie hier natürlich erhebliche Schwierigkeiten haben.

Angesichts der Eskalationsstufe wäre es allerdings sinnvoll bis eine Beratung vor Ort erfolgen kann die Kinder dem Vater nicht alleine zu überlassen.

Im Übrigen darf ich Ihnen sagen dass die Drohung "ich sorge dafür" leeres Gerede ist. In einem Rechtsstaat können Sie sicher sein dass die entscheidenden Richter sich nicht leicht beeinflussen lassen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Einblick verschaffen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2018 | 22:59

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Sie haben mir damit sehr geholfen.
Gott sei dank muss ich die Kinder nicht mitgeben. Und natürlich kann ich es nachweisen. Ich habe seine Drohungen alle als Nachrichten auf dem Handy.
Was bedeutet denn einstweilige Anordnung?
Und nicht alleine überlassen ist eine gute Idee. Aber ich will mit ihm definitiv keinen Kontakt und Familie und Freunde auch nicht. Muss das Jugendamt da helfen? Begleiteter Umgang oder ähnliches?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2018 | 23:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Am Montag rufen Sie einen Anwalt Ihres Vertrauens an und sagen Sie brauchen umgehend einen Termin. Erklären Sie, Sie hätten Angst vor Ihrem Noch-Ehemann und sähen da Kindeswohl gefährdet. Jeder im Familienrecht bewanderte Anwalt wird sofort ein Eilverfahren einleiten mit dem Ziel die jetzige Umgangsregelung außer Kraft zu setzen. Sollten Sie einen Anwalt nicht aus eigenen Mitteln bezahlen können, können Sie beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen.

Es ist von außen immer schwer zu beurteilen, aber vielleicht sind dem Kindesvater auch nur Mal die Sicherungen durchgebrannt und er hatte nie die Absicht seine Drohungen umzusetzen (bleibt natürlich die FKK Sache).
Ihrer Schilderung nach würde ich vermuten, dass es zu einer Anhörung der Kinder kommen wird. Möglicherweise wird der Umgang auch vorübergehend ausgesetzt.

Morgen wenn Ihr Mann kommt um die Kinder zu holen, sollten Sie jedem Streit aus dem Weg gehen. Öffnen Sie nicht, lassen Sie sich nicht auf eine Diskussion ein. Sollten Sie einen Ort haben wo Sie sich sicher fühlen können Sie auch dorthin fahren (Eltern etc.). Vorzugsweise natürlich ein Ort wo Ihr Mann Sie nicht sucht.

Trotz allem muss ich Sie darauf hinweisen, dass es natürlich auch Strafen nach sich ziehen kann, wenn Sie Ihrem Mann den Umgang verweigern. Bei vorliegender Sachlage sehe ich eine deutliche Kindeswohlgefährdung, dies ist aber aus der Ferne ohne Kenntnis des gesamten Sachverhaltes nur schwer zu beurteilen.
Vor Ort können Sie sicher besser beraten werden.

Sollten weitere Nachfragen bestehen, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mir freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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63667 Nidda
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