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Umgang und Sorgerecht

31.07.2009 17:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter ist nun 2 1/2 und wir leben seit April 2008 getrennt von ihrem Vater. Wir waren nicht verheiratet und haben geteiltes Sorgerecht.

Zum Verständnis der Schwierigkeit kurz einige Infos:
Ihr Vater zahlte Anfangs einen Unterhalt in Höhe von 3000 Euro für mich plus den meiner Tochter (Er ist sehr vermögend). Dementsprechend, hatten wir eine Mietwohnung, ein finanziertes Auto und unsere private Krankenversicherung.
Seit Anfang des Jahres zahlt er für mich keinen Unterhalt mehr. Ohne Vorankündigung hörte er auf, so dass wir zu einem Sozialfall wurden. Ich machte Schulden, um alles zahlen zu können und warte nun auf eine Sozialwohnung.

Als wir auszogen kümmerte er sich bis November 2008 kaum um unsere Tochter. Er sah sie in den Monaten max 2 Mal.
Seit November hatte er eine neue Freundin (die dritte seit unserer Trennung) und wollte unser Kind plötzlich jedes zweite Wochenende für 3 Tage. Für mich war das genauso schwer, wie für die Kleine, so dass es zu Streit kam. Ich forderte, dass er erst mal wieder den Kontakt aufbaut usw..

Daraufhin stoppte er die Unterhaltszahlungen an mich. Seine Freundin zeigte mich an, weil ich angeblich schlecht über sie reden würde usw..

Ich nahm mir ein Anwalt. Kurz darauf kam heraus, dass er angeblich nur noch 1600 Euro netto verdiene, sonst verschuldet sei und auch für seine andere Tochter noch 1400 Euro Unterhalt zahlen müsse.

Auch der Umgang wurde mit Hilfe der Anwälte festgelegt: Mein Ex sollte im Juli, August und September seine Tochter jeden Sonntag von 10 bis 14 Uhr besuchen dürfen. Dies war sein eigener Vorschlag! Er kam einmal. Danach sagte er noch nicht mal mehr ab.

Nachdem ich mich, was den Unterhalt angeht, geschlagen gegeben habe, sucht er permanent andere Gründe um mich weiter zu terrorisieren.

So habe ich jetzt von seinem Anwalt wieder ein Schreiben bekommen, dass mein Ex ab September seine Tochter alle zwei Wochen haben möchte. Obwohl er sich nicht an die Vereinbarung gehalten hat. Und mittlerweile die 4. Freundin hat, was ich für meine Tochter auch nicht als gut empfinde.

Ausserdem schreibt er noch, dass ich, bevor ich umziehe, seine Einwilligung einholen muss, weil wir beide das Sorgerecht haben?! Aber wie geht das denn, wo ich doch selbst etwas von dem Amt zugeteilt bekomme?

Gibt es einen Anwaltsbeistand, der mir helfen könnte, auch wenn ich keine grossen Gebühren zahlen kann?

Es läuft soviel Psychoterror ab, dass ich auch Angst habe, dass er mir mein Kind wegnimmt. Anfang des Jahres gab es mal eine Situation, wo unsere Tochter bei ihm war und er sie nicht zurückgeben wollte. Es dauerte Tage und war ein riesen Streit.

Meine Fragen:
Muss ich meine zweijährige Tochter übers Wochenende zu ihm geben?
Kann er mir meine Tochter wegnehmen?
Und wie wird das Familiengericht in einem solchen Fall entscheiden, falls er diesen Weg nun einschlägt?

Ich danke Ihnen!

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Der Vater Ihrer Tochter hat ein Recht auf Umgang, welches nur in Extremfällen ganz versagt oder eingeschränkt werden kann. Das Gesetz sieht keinen bestimmten Turnus vor, die 14 Tage Regelgung hat sich bei den Gerichten eingebürgert, ist aber keinesfalls zwingend. Er kann grundsätzlich nicht verlangen die Tochter ale 14 Tage über das Wochenende zu sich zu nehmen, denn der Umgang muss immer dem Wohl des Kindes entsprechen. Da es bereits eine Einigung über den Umgang Sonntags gab, sollten Sie sich auf diese Regelung berufen. Der Kindesvater kann nicht erst die Termine ausfallen lassen um dann eine neue Regelung zu verlangen. Desweiteren ist Ihre Tochter noch recht klein und es gab kaum Kontakte seit der Trennung. Daher würde wahrscheinlich auch das Familiengericht einen Umgang 1 x pro Woche für sinnvoll erachten und zwar zunächst ohne Übernachtung beim Vater. Auch die neue Freundin ist für das Kind unbekannt und hier muss erst ein Kontakt angebahnt werden. Bestehen Sie auf der ursprünglichen Regelung und lassen Sie es notfalls auf ein Verfahren ankommen.

2. Ein klares nein! Sollte es Streit über den regelmäßigen Aufenthalt geben, dann rate ich Ihnen die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Sie zu beantragen. Da die Tochter seit Trennung bei Ihnen lebt und keine Gründe gegen Ihre Person sprechen, würde das Gericht mit Sicherheit Ihnen alleine das Aufenthaltsbestimmungsrecht zusprechen. Sollte der Vater Ihre Tochter bei sich behalten müssen Sie gerichtlich dagegen vorgehen.

3. Siehe oben. Das Gericht wird einem Wechsel des Aufenthalts nur zustimmen, wenn zwingende Gründe des Kindeswohls dafür sprechen. Dafür reichen auch Unterstellungen des Vaters oder seiner Freundin nicht aus. Solange das Kind bei Ihnen dem Kindeswohl entsprechend lebt, brauchen Sie nichts zu befürchten.

Bei Bedarf stehe ich auch für eine Wahrnehmung der Interessen zur Verfügung, nehmen Sie bitte ggf. Kontakt mit mir auf.

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