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Ist die Kündigung rechtens, bzw. kann ich etwas dagegen unternehmen?

05.08.2007 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mir wurde am 31.07.2007 fristgerecht zum 31.08.2007 gekündigt,
nachdem ich seit 01.07.2006 in der Firma tätig war. In der Kündigung sind keine Gründe angegeben. Probezeit war ein halbes Jahr.
Bis zum 26.07.2007 war es für mich nicht erkennbar, dass mein
Arbeitsverhältnis nicht weitergeführt wird. Ich war höchstens zwei bis 3 Tage krank, habe am Wochenende gearbeitet und in der ganzen Zeit nur 9 Tage Urlaub genommen.

Am 26.07.2007 hat man mir mitgeteilt, dass ich mir eine neue Stelle suchen soll und dann von selbst kündigen. Mein Chef stotterte herum, der Grund seien Alltäglichkeiten.

Nachdem ich ihm sagte, dass er mir dies auch hätte früher mitteilen können (Anzeigenschluss) meinte er, so eilig sei es jetzt auch nicht.

Am 30.07.2007 legte er mir einen Aufhebungsvertrag vor.
Ungefährer Wortlaut: Hiermit lösen wir den bestehenden Anstellungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen auf.Weiters war nichts geregelt.
Den Urlaubsanspruch von 22 Tage wollte er mir ausbezahlen.

Diesen Vertrag habe ich nicht unterschrieben. Daraufhin sagte er mir, dass ich es mir noch überlegen solle.
Am 31.07.2007 steckte er mir die Kündigung zu. Ich habe dann am nächsten Tag meinen Urlaub angetreten.

Firma:
2 Gesellschafter-Geschäftsführer( mit einem stimmte die Chemie nicht).

5 Mitarbeiterinnen in Vollzeit;
2 Mitarbeiterinnen im Mutterschutz;
2 Mitarbeiterinnen, die 4 Tage die Woche anwesend sind;
2 Mitarbeiterinnen, die 2 Tage die Woche anwesend sind.

Ist die Kündigung rechtens, bzw. kann ich etwas dagegen unternehmen?



05.08.2007 | 22:24

Antwort

von


(217)
Marktstätte 32
78462 Konstanz
Tel: 07531 - 808 798
Tel: : 07751 - 802 604
Web: http://www.kanzlei-plewe.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund der von Ihnen geschilderten Umstände sollten Sie sich in jedem Fall ausführlich von einem Anwalt vor Ort beraten lassen.

So sollte z.B. geprüft werden, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde oder ob sich aus Arbeitsvertrag oder evl. Tarifvertrag eine andere Kündigungsfrist ergibt.

Auch die Kündigungsgründe sollten hinterfragt werden. Auch wenn keine Gründe angegeben sind, so wird der Arbeitgeber auf Nachfrage oder spätestens in einem Gerichtsverfahren Gründe angeben. Nach Ihrer Schilderung wird der Arbeitgeber wohl eher personen-bzw. verhaltensbedingte Gründe angeben, denn wenn es eine betriebsbedingte Kündigung gewesen wäre, dann hätte er dies wohl im Kündigungsschreiben erwähnt. Und wenn Ihnen dann z.B. verhaltensbedingte Gründe vorgeworfen werden, können Sie dagegen angehen.

Entweder in außergerichtlichen Verhandlungen oder in einem Gerichtsverfahren haben Sie die Chance, zumindest eine Abfindung auszuhandeln.
Bitte beachten Sie aber, dass eine Kündigungsschutzklage spätestens drei Wochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsgericht eingegangen sein muss und dass im Arbeitsgerichtsverfahren (anders als in anderen Gerichtsverfahren) jeder seine Anwaltskosten selbst trägt, unabhängig davon, wer den Prozess gewinnt. Dies könnte für Sie von Nachteil sein, wenn Sie nicht rechtsschutzversichert sind.

Ich hoffe, ich konnten Ihnen ein erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


Rechtsanwältin Karin Plewe
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Erbrecht

ANTWORT VON

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