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Immobilienkauf - Bank will höheren Kaufpreis als mit Makler vereinbart


| 03.09.2006 15:30 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich habe folgendes Problem, mit dem ich nicht weiter weiß.

Ich möchte ein kleines Einfamilienhaus kaufen.
Der Makler hat mir das Haus gezeigt und mir erklärt, dass er im
Auftrag der Bank handelt. Der Kaufpreis laut Makler beträgt 65.000 Euro. Ich möchte das Haus haben und habe dem Makler zugesagt und den Maklervertrag unterschrieben.

Seit 2 Tagen hängen hier in der Stadt überall Zettel "Haus zu
verkaufen für VB 65.000 Euro" mit der Telefonnummer der Bank. Also am Makler vorbei.

Am Freitag rief mich der Makler ziemlich aufgebracht an und sagte, dass er einen Anruf der Bank bekommen hat und diese meinte, sie hätten schon selber einen Käufer für das Haus gefunden und ich müßte 75.000 Euro bieten, um den Kauf tätigen zu können.

Laut Gutachten beträgt der Verkehrswert des Hauses 84.000 Euro.

Wie ist denn nun die rechtliche Seite? Muss ich jetzt wirklich auf die Forderung der Bank eingehen und 75.000 Euro bieten oder versuchen sie jetzt nur nachträglich den Preis in die Höhe zu treiben?
Zugesagt hatte ich dem Makler ja schon. Wie verhält es sich damit?

Ich werde auf jeden Fall morgen früh gleich bei der Bank anrufen und fragen, was jetzt genau los ist.

Im Grundbuch ist übrigens folgendes eingetragen:

02.03.2006 - Zwangsverwaltung angeordnet Bank XX
02.03.2006 - Zwangsversteigerung angeordnet Bank XX

XX ist die Bank, die dem Makler auch den Auftrag gegeben hat und das Haus jetzt so verkaufen will.

Bitte um Hilfe... ich möchte genau dieses Haus unbedingt haben, zumal es sich hier wirklich um ein absolutes "Schnäppchen" handeln würde.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist ein freihändiger Verkauf trotz des Zwangsversteigerungsvermerkes zulässig.

Verkäufer bleibt aber – trotz Zwangsverwaltung – grundsätzlich der Eigentümer. Wegen der Sicherung im Grundbuch ist dies natürlich nur mit Zustimmung der Bank möglich.

Leider sehe ich keinen Anhaltspunkt, den niedrigen Kaufpreis durchzusetzen.

Ein Vertragsschluss (auch Vorvertrag) ist wegen der notwendigen notariellen Form ohnehin nicht wirksam möglich, so dass man sich weder über Vertretungsmacht des Maklers noch der Bank noch den konkreten Gesprächsinhalt Gedanken machen müsste.

Evtl. mögen Schadenersatzansprüche aus Verschulden bei Vertragverhandlungen möglich sein. Aber hier kann ich keinen Schaden erkennen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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