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Höhe des Unterhalts für geschiedenen Partner

| 30.08.2017 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Höhe nachehelichen Unterhalts.


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Stieftochter ist verheiratet, 3 Kinder.Sie ist Allein-Verdienerin, ca, 5500 netto.
Der Ehemann, abgeschlossenes Studium war und ist auch wegen des vorhandenen hohen Nettoeinkommens, an keiner eigenen Erwerbstätigkeit interessiert.In welcher Höhe würde ein Ehegattenunterhalt anfallen, wenn die Kinder nach der Scheidung weiterhin bei der Mutter verbleiben. Aus bisherigen Äußerungen ist damit zu rechnen, dass eine Vermittlung in eine bezahlte Tätigkeit schwierig wird und auch ein sich wiederholender Krankheitsfall eintreten könnte. Inwieweit und in welcher Höhe könnte hier ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt bestehen, auch unter Berücksichtigung, dass der Ehemann Hausmann ist und teilweise mit Hilfe der Großeltern sich stundenweise um die Kinder, die sich auf dem Gymnasium sowie in der Grundschule befinden, kümmert.
Da die Hausfinanzierungsrate hoch ist wäre es wichtig zu wissen welche finanzielle Belastungen auf meine Stieftochter
zukommen könnten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Zunächst möchte ich festhalten, dass nach der Scheidung jedem Ehegatten obliegt, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist ein Ehegatte dazu außer Stande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nur nach den Vorschriften der §§ 1570 ff BGB (§ 1569 BGB).

Wenn die Kinder bei der Ehefrau verbleiben würden, könnte Unterhalt wegen Krankheit (§ 1572 BGB) in Betracht kommen.

Im Falle von Erwerbslosigkeit könnte der Ehemann Unterhalt nach § 1573 Abs. 1 BGB verlangen, "solange und soweit er nach der Scheidung keine angemessene Erwerbstätigkeit zu findnen vermag".

Nach § 1574 Abs. 1 BGB obliegt es dem geschiedenen Ehegatten, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben. Angemessen ist nach § 1574 Abs. 2 BGB eine Erwerbstätigkeit, die der Ausbildung, den Fähigkeiten, einer früheren Erwerbstätigkeit, dem Lebensalter und dem Gesundheitzustand des geschiedenen Ehegatten entspricht.

2.
Das Maß eines etwaigen Unterhaltsanspruchs bestimmt sich nach "den ehelichen Lebensverhältnissen" (§ 1578 Abs. 1 BGB)

Bei einer Alleinverdienerehe werden diese duch das Einkommen der Ehefrau geprägt sein

Vorab wäre Kindesunterhalt und auch die Rate fürs Haus abzuziehen.

Ohne vollständige Informationen ist eine Beurteilung der Höhe etwa geschuldeten Ehegattenunterhalts nicht möglich.

Es wird ein Erwerbstätigkeitsbonus gewährt.

Das führt dann im Grundsatz zu einem Quotenunterhaltvon 3/7 des Erwerbseikommens.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 31.08.2017 | 15:23

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"Vielen Dank für die schnelle und informative Rückmeldung.Die verschiedenen Möglichkeiten unter denen Ehepartnerunterhalt gefordert werden kann, treffen auf unsere Anfrage voll zu. Kein Interesse an Erwerbsfähigkeit, theoretisch sicher schwer bis gar nicht zu vermitteln,eine Krankheitsgeschichte die viele psychosomatische Züge beinhaltet. Besonders der Hinweis auf die 3/7
Quotenregelung ergab einen Unterhaltsanspruch von evtl bis zu 2357 EUR, da meine Stieftochter ein sehr gutes Einkommen hat.
Unter zu Hilfenahme eines weiteren Unterhaltsrechner - kostenlos, aktuell (2017) und gerichtsfest
https://www.unterhaltsrechner.de/, konnten wir auf Grund ihrer Stellungnahme, den konkreten Ehepartnerunterhalt im Fall einer Scheidung konkret ausrechnen, was für unsere Frage und unsere Sorgen, sehr hilfreich war.Gerne wieder mit freundlichen Grüßen
"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 31.08.2017 5/5,0
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