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Höhe des nachehelichen Unterhalts


02.01.2005 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Falle der Scheidung habe ich folgenden Gesetzestext gefunden:

Nach der Scheidung kommt ein Unterhaltsanspruch grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn der unterhaltsbegehrende Ehegate im Zeitpunkt der Scheidung unterhaltsbedürftig ist.
Nach § 1569 BGB hat ein Ex-Ehegatte gegen den anderen einen Unterhaltsanspruch, wenn er nach der Scheidung nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen kann. Der Wortlaut dieser Vorschrift könnte zu der Annahme verleiten, ein Ex-Ehegatte habe nur dann einen Unterhaltsanspruch, wenn er nicht in der Lage ist, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. In Wirklichkeit ist es aber so, dass dem Ex-Ehegatten ermöglicht werden soll, in etwa den Lebensstandard vor der Ehescheidung aufrechtzuerhalten. Deshalb kann er auch dann einen Unterhaltsanspruch haben, wenn er eigentlich selbst genug verdient, um davon zu leben. Beispiel: Die Ehefrau verdient 1.250,- Euro netto. Sie könnte also ihren Lebensunterhalt selbst bezahlen. Verdient der Ehemann aber 3.000,- Euro netto, hatten beide Ehegatten während der Ehe also ein Nettoeinkommen von 4.250,- Euro, so steht der Ehefrau u.U. trotzdem noch ein Unterhaltsanspruch gegen den Ex-Mann zu. Dies nennt man auch - oft kritisch - die "Lebensstandart-Garantie".

Hätte meine Frau bei folgendem Familiennettoeinkommen von ca. Ma 1800€ und Fr 850€ und Kindesunterhalt vom Mann an ein 18-jähriges Kind Anspruch auf nachehelichen Unterhalt und in welcher HöheGibt es konkrete Vorgaben für die sogenannte Lebensstandartgarantie oder ist grundsätzlich von deren Anwendung auszugehen so dass eigentlich automatisch der Trennungsunterhalt dem nachehelichem Unterhalt entspricht??
Würde sich etwas im Falle eines Studiums des Kindes ändern??

MfG.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Leider kann die Frage nicht vollständig beantwortet werden, da einige Informationen fehlen. Wo wohnt z.B. das Kind? Arbeitet Ihre Ex- Frau Vollzeit oder nur Teilzeit? Gibt es noch Schulden aus der Ehe? Sind Sie Angestellter oder selbständig?

Grds. muß geklärt werden aus welchem Grund Ihre Ex- Frau noch Unterhalt erhalten soll. Denn das BGB hat nur bestimmte Fälle für den nachehelichen Unterhalt vorgesehen.

Der häufigste Fall ist die Kinderbetreuung:
Die Ex - Frau betreut die gemeinsamen Kinder. Dann erhält Sie den sog. Betreuungsunterhalt . Sie ist aber bei einem Kind von 18 Jahre verpflichtet Vollzeit zu arbeiten.

Wohnt das Kind nicht mehr bei der Frau, dann muß Sie sich auch an dem Unterhalt für das Kind beteiligen. Dann gilt aber die u.g. Rechnung nicht mehr.

Ggf. kann Ihre Frau einen sog. Aufstockungsunterhalt erhalten: Ihre Frau ist vollzeit erwerbstätig, ihr Einkommen reicht jedoch nicht zu einem vollem Lebensunterhalt aus.

Geht man davon aus, daß Sie 1.800,00 EUR (netto) ohne Abzug von Schulden verdienen, so ergibt sich folgende Rechnung:
Zunächst sind 5 % als arbeitsbedingte Aufwendungen abzuziehen, als 90 EUR. Es verbleiben 1.710 EUR. Dann ist von diesem Betrag der Kindesunterhalt zu erreichnen. Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle. Sie würden danach ca. 400,00 EUR an Unterhalt schulden. Es muß aber das Kindergeld zur Hälfte (= 77 EUR) angerechnet werden.

Die 400 EUR ziehen Sie von den 1.710,00 EUR ab und erhalten 1.310 EUR.

Davon errechnen Sie die Differenz zu 850 EUR (abzüglich 5 % arbeitsbedingte Aufwendungen). Von diesem Betrag hat Ihre Ex- Frau Anspruch auf 3/7.

1.310 - ca. 800 EUR = ca. 510. Davon 3/7 sind ca. 218 EUR:




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