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Dauer und Höhe des nachehelichen Unterhalts

26.10.2013 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Höhe und Dauer nachehelichen Unterhalts.

ehepartner trennen sich nach 22 jahre ehe (heirat 1991), 3 kinder (17,15,12 jahre). zugewinngemeinschaf durch ehevertrag. beide ehepartner haben die gleiche ausbildung (hochschulabschluss, master), ehefrau (geb 1965) stellt ab dem 1. kind die karriere ein, ehemann (geb 1962) arbeitet als unternehmensberater und erreicht höchste einkommensstufe (netto jährlich ca 600tausend euro).
ehepartner möchten auskunft erhalten bzw eine richtlinie auf basis der aktuellen rechtslage bekommen, um eine streitlose und möglichst gerechte einigung über höhe und dauer des nachehelichen unterhalts zu finden. wir suchen hier nur eine schätzung, eine realistische bandbreite von höhe und dauer.

Einsatz editiert am 26.10.2013 15:53:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Wenn ich die Frage richtig verstehe betrifft sie den NACHEHELICHEN Unterhalt, nicht den Trennungsunterhalt.

§ 1569 BGB bestmmt, dass nach der Scheidung es jedem Ehegatten obliegt, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Nur soweit er dazu außerstande ist, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nach den Vorschriften der §§ 1570 ff BGB.

Dabei kommt Betreuungsunterhalt nach § 1570 BGB wegen Pfelge und Erziehung von Kindern im Hinblick auf das Alter der Kinder nicht mehr in Betracht. Er besteht grundsätzlich nur, wenn ein Kind unter 3 Jahre alt ist.

Es kommt aber ein Unterhaltsanspruch wegen Erwerbslosigkeit nach § 1573 BGB in Betracht. Danach kann ein geschiedener Ehegatte Unterhalt verlangen, solange und soweit er nach der Scheidung keine angemessenen Erwerbstätigkeit zu finden vermag.

2.
Das Maß des Unterhalts bestimmt sich nach § 1978 BGB nach den ehelichen Lebensverhältnissen zum Zeitpunkt der Scheidung.

Dabei ist vom unterhaltsrelevanten Einkommen zunächst der Kindesunterhalt abzuziehen.

Hinsichtlich des verbleibenden Einkommens gilt der Halbteilungsgrundsatz. Beide Ehegatten nehmen an den ehelichen Lebensverhältnissen in gleicher Weise teil, sodass bei Aufteilung des Einommens jedem die Hälfte des verteilungsfähigen Einkommens zuzubilligen ist (BGH NJW 1995,963).

Dabei wird dem erwerbstätigen Ehegatten ein Erwerbstätigenbonus zugebilligt. Dies führt dazu, dass der nicht erwerbstätige Ehegatte einen Unterhaltsanspruch von 3/7 des anrechenbaren Erwerbseinkommens hat.

Eine Bedarfshöchstgrenze besteht auch bei besonders hohen Einkommen grundsätzlich nicht (BGH FamRZ 2012,947).

Der BGH billigt jedoch die Begrenzung des nach der Quote berechneten Unterhalts etwa auf der Basis des Enkommens der höchsten Einkommenssätze der Düsseldorfer Tabelle (derzeit 5.100,-- €), davon 3/7 Unterhalt.

3.
Ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt besteht solange, bis der unterhaltsberechtigte Ehegatte ein angemessene Erwerbstätigkeit findet und unterhaltsbedürftig ist. Bein Aufnahme einer Erwerbstätigkeit it unzurrichendem Einkommen kommt auch ein anspruch auf sog. Aufstockungsunterhalt in betracht

Er muss sich intensiv um eine Erwerbstätigkeit bemühen.

Die Dauer des Unterhalts lässt sich im Voraus kaum bestimmen.

In Unterhaltsvereinbarungen für nachehelichen Unterhalt kann man jedoch eine Regelung aufnehmen, wonach eigenes Einkommen des Berechtigen für eine gewisse Zeit nicht oder nur zum Teil auf den Unterhaltsanspruch angerechnet wird.

4.
Ich rate Ihnen dringend, die Unterhaltsfrage konkret anwaltlich klären lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

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