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Haus überschreiben


12.10.2006 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,
ich bin seit Aug. 2004 von meinem Exmann geschieden, wir haben eine gemeisname Tochter und ich lebe seit November 2004 mit meinem neuen Lebenspartner zusammen.
Mein Exmann und ich haben zusammen ein Haus, dass er alleine bewohnt. Nun nervt er mich schon seit längerem, dass ich ihm endlich meine Hälfte des Hauses überschreiben soll, allerdings will er dies ohne jegliche Gegenleistung haben, sprich, er will mir dafür nichts auszahlen. Er ist der Meinung, dass ich nichts in das Haus investiert habe und ich deshalb keinen Anspruch auf Geld habe. Gekauft haben wir das Haus gemeinsam, wir stehen überall gemeinsam mit drin, er zahlt es seit unserer Trennung alleine ab.
Außerdem will er, dass ich freiwillig auf meinen Ehegattenunterhalt verzichte. Ich lebe ja schließlich in einer neuen Partnerschaft. Allerdings haben wir ja eine gemeinsame Tochter 6 Jahre (mein Exmann und ich), ich bekomme leider in meinem Job keine Stelle da sich dieser nicht mit den Kigazeiten und Schulzeiten vereinbart und ich habe dahelb nur ein sehr geringes Einkommen. Mein neuer Lebenspartner und ich haben getrennte Kassen, ich zahle meine Miete selbst, mein Essen und meine andren laufenden Kosten. Jeder macht seine Aufgaben, wir halten das wie in einer WG, nur dass wir ein gemeinsames Schlafzimmer haben.
Nun zu meinen Fragen:
1. Kann mein Mann auf eine Überschreibung meiner Hälfte des Hauses bestehen, ohne jegliche Gegenleistung?
2. Kann er von mir verlangen dass ich auf meinen Unterahlt verzichte?
3. Falls mein Anspruch auf Unterhalt verfällt kann ich dann den Kindesunterhalt erhöhen? Im Moment bekomme ich kanpp 200€ (lat Düsseldorfer Tabelle würde ich ja mehr bekommen)
Danke schön.
Gruß
M.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

1. Niemand kann Sie zwingen Ihren Anteil (unentgeltlich) zu übertragen. Bezüglich der von Ihrem Mann allein abbezahlten Verbindlichkeiten hat er jedoch Anspruch auf Ausgleich in Höhe der Ihnen anteilmäßig obliegenden Verbindlichkeiten.

2. Nach der Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung. Jeder Ehegatte ist grundsätzlich verpflichtet, selbst für sich zu sorgen. Entgegen der oft herrschenden, falschen Meinung sind Unterhaltsansprüche nach der Scheidung nicht die Regel, sondern die Ausnahme.
Anspruch auf Unterhalt besteht nur, wenn ein nachehelicher Unterhaltsanspruch eingreift und Bedürftigkeit besteht. Beim Berechtigten verringern sämtliche Einkünfte den Unterhaltsanspruch. Hierzu zählt auch das durch ein gemeinsames Leben mit dem neuen Lebenspartner Ersparte. Sofern Sie Ihrem Freund nun auch den Haushalt führen ist eine Art fiktives Einkommen anzusetzen.
Da Sie hier ein minderjähriges Kind von 6 Jahren betreuen kann Ihnen jedoch noch keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden.
Ihr Mann könnte jedoch eine Anpassung an die tatsächliche zu beanspruchende Höhe verlangen.

3. Ja. Des Weiteren ist Ihr Ex-Mann bereits jetzt zur Zahlung des vollen Unterhaltes an das Kind verpflichtet sofern kein Mangelfall vorliegt.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2006 | 14:52

Hallo Herr Boukai,
danke für das Beantworten meiner Fragen. Nur die Antwort auf Frage 1 habe ich nicht ganz verstanden. Ich könnte einen Anspruch auf meine Hälfte des Hauses geltend machen, jedoch würden die Verbindlichkeiten, die mein Exmann seit unserer Scheidung allein getragen hat darauf angerechnet werden. Ist das so richitg?
Z u Antwort 3 muß ich sagen, dass mir bekannt ist, dass sich ab dem 6. Lebensjahr lt. Düsseldorfer tabelle der Unterhaltanspruch erhöht, ich dies jedoch nicht geltend gemacht habe, aus Angst mein Exmann strebt wieder ein monatelanges Anwaltshinundher, um mir meinen Unerhalt dafür zu kürzen.
Nochmals vielen Dank
M.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2006 | 15:02

Sehr geehrte Fragestellerin.

Selbst verständlich haben Sie als Miteigentümerin Anspruch auf Ihren Anteil. Ihr Ehemann hat jedoch auch gegen Sie Anspruch auf Ausgleich der für Sie bezahlten Verbindlichkeiten. Die jeweiligen Anspruche stehen separat.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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