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Geld für Pflege von Haus und Garten bei einer Erben Immobilie

| 24.06.2018 07:12 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Hallo,

Hallo,

Von meinem Mann ist vor ca einem Jahr der Opa verstorben, nun wird eine Immobilie geerbt, die jetzt verkauft wurde. Der Opa hatte 2 Tochter und einen Sohn, der Sohn ist verstorben, er war der Vater meines Mannes. Nun geht ein 1/3 an meinen Mann und seine Schwester. Die eine Tochter verlangt nun für die Pflege von Haus und Garten 5000 Euro für 1 jahr, ist das rechtens? Oder muss sie selbst 1/3 von ihren kosten tragen da sie ja auch erbt!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen, unter der Annahme dass die angefallenen Kosten vor Eintritt des Erbfalls angefallen sind, verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Kosten der Tochter belegbar und korrekt sind, würden diese Kosten den Erbteil der Tochter erhöhen. Denn die aufgewendeten Kosten hätten dann zu einer "Vermehrung" bzw. "Erhaltung" der Erbmasse geführt, von welcher jetzt die weiteren Erben profitieren.

Ich gehe davon aus, dass die Tochter ihren Anspruch auf § 2057a BGB stützt. Dort heißt es in Absatz 1:

"Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen; § 2052 gilt entsprechend. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat."

Allerdings wären vor einem Zugestehen der geltend gemachten Kosten der Miterbin folgende Punkte zu klären (ggf. durch Hinzuziehung eines Rechtsanwalts):

- ist die Höhe der geltend gemachten Kosten korrekt?
- waren die vorgenommenen Maßnahmen notwendig für die Erhaltung des Erbes (nicht umfasst sind hier sog. "Schönheitsmaßnahmen" wie Gartenpflege etc.)?
- sind die Kosten hinreichend beleg- und nachweisbar?

Nur wenn die vorgenannten Punkte hinreichend geklärt sind, kann eine Erhöhung des Erbteils der Tochter in Frage kommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten konnte, würde ich mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2018 | 08:23

Hallo, im Grunde sehr gut beantwortet.
Meine weitere Frage ist, die Schwester die sich um das Haus gekümmert hat, wohnt ca 240 km weit von dem Haus weg, die andere wohnt genau 2 Häuser weiter, hätte sich dann nicht diese drum kümmern müssen? Und 90 % der Tätigkeiten waren Staub wischen und Garten Pflege (so in ihrer Auflistung) und einen Staubsauger hat sie extra für das nicht bewohnte Haus gekauft, den sie auch ersetzt haben möchte! Das war doch total unnötig, vor allem da die andere Schwester 2 Häuser neben der Immobilie wohnt! Oder ist das falsch??
Vielen dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2018 | 10:01

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

es ist korrekt, dass auch die andere Schwester sich um die Immobilie hätte kümmern können. Da es sich hierbei jedoch um eine "freiwillige" Leistung handelt, ist niemand hierzu verpflichtet. Somit ist diese hypothetische Möglichkeit auszublenden. Faktisch hat sich die weiter entfernt wohnende Tochter um die Pflege gekümmert.

Allerdings ist "Staubwischen" meines Erachtens keine nachhaltige wertsteigernde Tätigkeit zur Erhaltung- und Mehrung der zukünftigen Erbmasse.

Die aufgelisteten Positionen sind somit "streitwürdig". Auch ob der Staubsauger notwendig wäre, ist fraglich.

Zielführend ist hier eine "vergleichsweise" Einigung. Auf keinen Fall müssen Sie die geltend gemachten Kosten ohne Einschränkungen anerkennen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 24.06.2018 | 08:25

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.06.2018 5/5,0
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