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Finanzamt erkennt Minderung Kapitalerträge nicht an

| 22.08.2020 02:39 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


In der Jahressteuerbescheinigung meiner Bank für 2019 steht:

Höhe der Kapitalerträge: 5.700 EUR

weiter unten steht aber:

Bei Veräußerung / Rückgabe von vor dem 1. Januar 2018 erworbenen Anteilen an ausländischen Investmentfonds
(Alt-Anteile im Sinne des § 56 Abs. 2 Satz 1 InvStG 2018):
Summe der als zugeflossen geltenden, noch nicht dem Steuerabzug unterworfenen ausschüttungsgleichen
Erträge aus Anteilen an ausländischen Investmentfonds im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG 2004 in
Verbindung mit § 56 Abs. 3 Satz 6 InvStG 2018
(Diese Summe ist in der bescheinigten Höhe der Kapitalerträge enthalten und in der Anlage KAP von der Höhe der Kapitalerträge
abzuziehen.): 7.007 EUR

Ich verstehe das so, dass ich also in der Steuererklärung die Kapitalerträge um 7.007 EUR mindern kann, also auf 0 EUR.
Eine Recherche im Internet hat mich darin bestätigt, z.B. hier:
https://www.dasinvestment.com/anlagen-und-steuer-kolumnist-andreas-beys-steuerbescheinigungen-2018-worauf-fondsanleger-und/?page=2

Ich habe dementsprechend in der Steuererklärung in Anlage KAP angegeben:
Beträge laut Steuerbescheinigung: 5.700 EUR
korrigierte Beträge: 0 EUR
Erläuterungen zum korrigierten Betrag: (hier obige Erläuterung aus Jahressteuerbescheinigung hineinkopiert).

Im Steuerbescheid wurde meine Korrektur aber ignoriert und es wurde die vollen 5.700 EUR als Kapitalerträge angesetzt.
Damit müsste ich ca. 1.000 EUR mehr Steuern bezahlen, als ich erwartet hatte.

Sollte ich gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen?
25.08.2020 | 11:32

Antwort

von


(289)
Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auf jeden Fall! Es kann Ihnen ja sozusagen nichts passieren, denn das Einspruchsverfahren beim Finanzamt ist kostenlos und endet im schlimmsten Fall mit einer ablehnenden Einspruchsentscheidung, gegen die Sie dann klagen müssten.

Ich gehe aber davon aus, dass hier ein Fehler gemacht wurde. Möglicherweise wurde die Eingabe der korrigierten Beträgen schlicht übersehen.

Ohne die Hintergründe im Einzelnen überprüfen zu können, da mir weder Ihre Erklärung noch der Steuerbescheid vorliegen, gilt grundsätzlich bei Veräußerung/Rückgabe von vor dem 1.1.2018 erworbenen Anteilen an ausländischen Investmentfonds (Alt-Anteile i. S. d. § 56 Abs. 2 Satz 1 InvStG 2018), dass die Summe der als zugeflossen geltenden, noch nicht dem Steuerabzug unterworfenen Erträge aus Anteilen an ausländischen Investmentvermögen i. S. d. § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG 2004 i. V. m. § 56 Abs. 3 Satz 6 InvStG 2018 in der bescheinigten Höhe der Kapitalerträge enthalten und in der Anlage KAP von der Höhe der Kapitalerträge abzuziehen sind (so wird es durch die Ihnen vorliegende Bankbescheinigung ja auch ausgewiesen).

Das bedeutet: Die ausgewiesenen Gewinne sind nach § 56 Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 InvStG 2018 steuerfrei, soweit die insgesamt erzielten Wertveränderungen den persönlichen Freibetrag von 100.000 EUR nicht übersteigen. Diese Steuerfreiheit ist von Ihnen insoweit korrekt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geltend gemacht werden.

Wenn noch etwas unklar geblieben ist, so fragen Sie gerne nach. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 25.08.2020 | 15:15

Vielen Dank!

Könnten Sie mir dazu bitte noch erläutern:
Ich nutze ja nur 5.700 EUR von den 7.007 EUR, die ich eigentlich abziehen könnte.
Ist es möglich die restlichen 1.307 EUR als eine Verlustvortrag ins Folgejahr zu übernehmen und dann damit noch einmal die Kapitalerträge zu mindern?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.08.2020 | 15:28

Sehr geehrter Fragesteller, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen im Rahmen einer Online-Beratung keine verbindlichen steuerrechtlichen Ratschläge geben kann, zumal ich - wie gesagt - keinerlei Kenntnis Ihrer Unterlagen habe. Ich empfehle Ihnen aber, im Rahmen Ihres Einspruchs auf den verbleibenden Verlustanteil hinzuweisen und zugleich den Antrag auf Feststellung eines Verlustvortrages zu stellen.

Nochmals freundliche Grüße!

EvD

Bewertung des Fragestellers 27.08.2020 | 07:53

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