Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mitteilung freigestellte Kapitalerträge

04.04.2014 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Kontrollverfahren der tatsächlich freigestellten Kapitalerträge

Sehr geehrte Damen und Herren,

habe vom Finanzamt ein Schreiben erhalten, in dem folgender Text enthalten ist:

Mitteilung über freigestellte Kapitalerträge
Zinsen und andere Kapitalerträge sind steuerpflichtig. Sie unterliegen dem Steuerabzug. Bis zur Höhe eines erteilten Freistellungsauftrages wird jedoch von einem Steuerabzug abgesehen. Das Bundeszentralamt für Steuern hat festgestellt, dass fürd das Jalenderjahr 2010 auf Grund der von Ihnen erteilen Freistellungsaufträge höhere Kapitalerträge als gesetzlich zulässing vom Steuerabzug freigestellt wurden.

Die erteillten Freistellunsaufträge bitte ich-soweit noch nicht geschehen, an den ab dem 01.01.07 geltenden gesetzlichen Höchstbetrag von insgesamt 801€ anzupassen.

Reichen Sie zur Überprüfung der Einkünfte aus Kapitalvermögen bitte folgende Unterlagen ein:
Aufstellung sämtlicher Einnahmen sowie entsprechende Nachweise hierzu
Steuerbescheinigungen über einbehaltene Kapitalertragssteuer

Meine Fragen hierzu:

1. ich habe von 2010 kein Unterlagen mehr und kann somit keine Nachweise einreichen. Wird das FA jetzt die Zinsen schätzen bzw. sich die Unterlagen bei den Banken einholen. Wie lange speichern Banken die Kontodaten von Kunden, ist eine Einsicht überhaupt noch möglich?

2. Ich kann nicht mehr feststellen, ob der Freibetrag tatsächlich überschritten wurde oder nur die Freistellungsaufträge zu hoch angesetzt waren. Werden beide Werte beim Bundeszentralamt gespeichert?

3. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt und wie soll ich weiter verfahren, damit das FA kein Strafverfahren einleitet.

4. Wird diese Auswertung der Kapitalerträge bereits bei Unstimmigkeiten mit den Kapitalerträgen zugestellt ode nur beim Verdacht auf Steuerhinterziehung.


MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Es kann sein, dass die Zinsen geschätzt werden oder das Finanzamt bei der Bank bzw. bei dem Bundeszentralamt für Steuern anfragt, ob und bei welcher Bank und in welcher Höhe Kapitalerträge zugeflossen sind.
Die Banken müssen 10 Jahre Kontounterlagen aufbewahren, d.h. Sie könnten sich noch eine Zweitschrift der Erträgnisaufstellung übersenden lassen.
2.Gemäß § 45d EStG: Mitteilungen an das Bundeszentralamt für Steuern Einkommensteuergesetz (EStG) wird dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) von den Banken oder anderen kreditinstituten jährlich der tatsächlich in Anspruch genommene Freistellungsbetrag gemeldet.
3. Sie sind zur Auskunft verpflichtet (90 AO) und sollten dem Verlangen des Finanzamtes nachkommen (siehe Antwort 1.).
4. Nein, bereits wenn zu hohe Freistellungsbeträge in Anspruch genommen werden. Die Steuerfahndung fragt regelmäßig auch bei der BAfin über das Vorhandensein von Konten allgemein nach.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 05.04.2014 | 19:34

Sollte durch das Bundeszentralamt für Steuern festgestellt werden, dass der Freibetrag z.B. um 200 € überzogen wurde und dies aber durch den Kontoinhaber nicht vorsätzlich geschehen ist, ist dann bereits der Tatbestand der Steuerhinterziehunng erfüllt und ist somit auch mit entsprechenden Strafen und in welcher Höhe zu rechnen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.04.2014 | 20:18

Soweit kein Vorsatz vorliegt, besteht auch keine Strafbarkeit wegen etwaiger Steuerhinterziehung. § 370 Ao setzt Vorsatz voraus. Es bleibt lediglich die Möglichkeit der leichtfertigten Steuerverkürzung. Ich gehe nicht davon aus, dass das Finanzamt Ihnen eine Steuerhinterziehung anlasten will, sonst hätte Sie nicht um Ihre Auskunft gebeten und um Aufstellung der Zinserträge.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81223 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die sehr schnelle und ausführliche Antwort. Sie hat mir gut weitergeholfen Sehr gut hat mir die nette Zusammenarbeit gefallen. Ich würde diesen Anwalt immer wieder für einen Rat befragen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Hilfe. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage ...
FRAGESTELLER