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Einspruch beim Finanzamt zurückziehen

| 22.08.2016 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Arbeitszimmer nicht anerkannt

Sehr geehrter Anwalt,
ich bin Lehrerin und lebe alleine in einer 2 Zimmer Wohnung, 74 qm.
1 Schlafzimmer, 1 Wohnzimmer-/Esszimmer mit Küche, ein Badezimmer, Balkon und Flur. Ich bin im August 2015 in diese Wohnung eingezogen und hatte diese zunächst so eingerichtet, dass das Schlafzimmer nur Arbeitszimmer war und im großen Wohn-/Esszimmer auch das "Schlafzimmer" integriert war.
Das Finanzamt hat für die steuer 2015 das Arbeitszimmer nicht anerkannt. Ich habe Einspruch eingelegt. Das Schreiben habe ich Samstag verfasst, es ging Montag zur Post. An diesem Wochenende habe ich begonnen meine Wohnung umzugestalten. Das sChlafzimmer ist nun SChlafzimmer und das Wohn-/Esszimmer wird als dieses genutzt. Am Mittwoch kam folgender Bescheid vom Finanzamt:
..." zur weiteren Beareitung Ihres Einspruchs bitte ich um Übersendung folgender Unterlagen:
- Grundriss der Wohnung
- Fotos der Wohnsituation (Woh-/SChlafzimmer, ARbeitszimmer). Bitte fotografieren Sie auch die Innenausstattung der SChränke und Aufbewahrungsmöbel..."
..." Ich bitte Sie, bis spätestens 14.09.2016 die Unterlagen nachzureichen bzw. die Fragen zu beantworten (--> es wurden gar keine Fragen gestellt??)
Sollte bis zum genannten Termin keine Nachricht von Ihnen vorliegen, werde ich den Einspruch zur weiteren Bearbeitung an die Rechtsbehelfsstelle weiterleiten."


Meine FRage:
Ich habe keine Fotos, um nachzuweisen, dass ich zum Zeitpunkt des Einspruchsschreibens bzw. 2015 das Schlafzimmer als Arbeitszimmer genutzt habe.
Ich möchte nun einfach meinen Einspruch zurückziehen. Ist das möglich?

Mit freundlichen Grüßen

D.Vogel

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich möchte nun einfach meinen Einspruch zurückziehen. Ist das möglich?

Das ist ohne weiteres und auch ohne Begründung möglich. Schreiben Sie einfach „ich ziehe meinen Einspruch zurück". Sie können auch eine Begründung schreiben „da ich keine Fotos habe und seit einiger Zeit und insbesondere wegen der Ablehnung der Anerkennung als Arbeitszimmer wird das Zimmer nicht als Arbeitszimmer genutzt".
Sie können allerdings auch ohne Fotos zu schicken, probieren, Ihren Einspruch zum Erfolg zu bringen. Schicken Sie einfach den Grundriss und die Aussage eines Zeugen, der die Nutzung als Arbeitszimmer bestätigen kann (s. B. im Zimmer befand sich ein Bücherschrank….; das Zimmer war ausschließlich für … genutzt". Dabei stellen Sie aber in einem Begleitschreiben klar, dass das FA Ihnen unbedingt die Möglichkeit gibt, sich noch mal zu äußern, wenn das Bestätigungsschreiben (und Grundriss) nicht ausreichen würden. Dann würden Sie den Einspruch evtl. zurücknehmen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Einspruch zurückgewiesen wird und Sie die Kosten tragen.

Falls Sie Einspruch zurücknehmen, entstehen keine Kosten im Einspruchsverfahren.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2016 | 19:50

Danke für Ihre Antwort.
In meinem Einspruchsschreiben (verfasst am Samstag 13.08.) habe ich angegeben, dass ich das Schlafzimmer aktuell noch als Arbeitszimmer nutze. Am Sonntag, 14.08. habe ich dann meine Wohnung umgeräumt. Aus Arbeitszimmer wurde wieder Schafzimmer. Das Einspruchsschreiben ging am Montag, 15.08. ans Finanzamt. Es handelt sich um die Steuererklärung von 2016.

Ich bin mir nicht sicher ob ich sie richtig verstanden habe... Kann ich trotz dieser zeitlichen Abfolge und dem Umräumen der Wohnung den Einspruch widerrufen?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2016 | 21:55

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sie können auch bei dieser zeitlichen Abfolge Ihren Einspruch zurücknehmen (widerrufen). Sie können auch mit der schriftlichen Zeugenaussage versuchen. Die Abfolge ist zwar "ungewöhnlich" aber wenn Sie das Arbeitszimmer hatten, dann haben Sie auch einen Anspruch auf die Absetzung der Kosten dafür.

Freundliche Grüße
Zelinskij

Bewertung des Fragestellers 22.08.2016 | 21:27

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Stellungnahme vom Anwalt: