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Erbschaft Barvermögen

| 02.04.2021 11:37 |
Preis: 150,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Folgender Sachverhalt:
Beide Elternteile verstorben - zuerst der Vater, dann die Mutter.
Wir sind 4 Geschwister, die sich die Erbmasse teilen - unter anderem auch Barvermögen.
Zu Lebzeiten hat mein Vater eine Kontovollmacht auch 2 Geschwister erteilt, die über den Tod hinaus geht - diese Vollmacht liegt mir vor.
Das Barvermögen liegt mir in Form eines Ausdrucks des Kontostandes vor - letztendlich handelt es sich aber ausschließlich um Konten meiner Mutter.
Da meine Mutter dement war, war meine älteste Schwester vom Gericht als Betreuerin mit Vorsorgevollmacht bestellt. Das Betreuungsverfahren ist mit dem Tode meiner Mutter beendet - laut Mitteilung Betreuungsgericht.
Mit der Vorsorgevollmacht hatte meine Schwester vermutlich auch den Zugang zu den Konten meiner Mutter.
Fragen:
1) Inwieweit ist die Kontovollmacht meines Vaters noch nützlich, wenn sich das gesamte Barvermögen auf den Konten meiner Mutter befindet.
2) Muss meine Schwester auch eine Vollmacht über die Konten meiner Mutter haben?
3) Bei unserer 1. Zusammenkunft der Erbengemeinschaft hatten wir vereinbart, dass jeder Erbberechtigte vorab 10.000 € erhält - bis dato wurde mir noch nichts überwiesen.
Ob die anderen Geschwister etwas bekommen haben entzieht sich meiner Kenntnis - ich bekomme auch keine Auskunft darüber. Wie kann ich an solche Information herankommen - ist meine Schwester auskunftpflichtig?
4) Wie kann ich weitere Abhebungen/Ausgaben von diesen Konten ohne meine Zustimmung verhindern?

02.04.2021 | 14:39

Antwort

von


(470)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Fragen aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Zu Ihren Fragen…

4) Sie können als Miterbe, jede Bevollmächtigung des Erblassers ohne Zustimmung der übrigen Miterben widerrufen. Der Widerruf sollte nicht nur gegenüber den Miterben erfolgen, sondern auch gegenüber der jeweiligen Bank. Für letzteres sollten Sie Ihre Erbenstellung durch ein notarielles Testament oder aber einen Erbschein nachweisen können.

Der Widerruf gegenüber dem betreffenden Miterben kann zwar grundsätzlich formlos erfolgen, sollte aber zum besseren Nachweis mindestens in Textform (Whatsapp, FAX, eMail usw.) erfolgen. Dabei muss nicht einmal auf die konkret erteilte Vollmacht Bezug genommen werden, Sie widerrufen einfach alle etwaig erteilten Vollmachten durch den Erblasser.

1) Ohne Kenntnis des genauen Inhalts der betreffenden Vollmacht und den konkreten Verhältnissen ist das schwierig zu sagen.
Grundsätzlich wird aber vorliegend anzunehmen sein, dass die Kontovollmacht vom Vater sich nur auf dessen Vermögen beziehen kann. In der Regel erlöschen Vollmachtserteilungen mit dem Tod des Vollmachtgebers, soweit die Bevollmächtigung nicht über den Tod hinaus oder für den Fall des Todes erteilt wurde (sog. post- und transmortale Vollmachten).

2) Wie oben hinsichtlich des Erlöschens der Bevollmächtigung und ja, wenn Ihre Schwester über das Vermögen Ihrer Mutter verfügen will, bedarf es einer Vollmacht.
Dabei möchte ich erwähnen, dass eine Vollmacht grundsätzlich formlos erteilt werden kann, aber eine Vertretung zurückgewiesen werden kann, wenn die Bevollmächtigung nicht durch Vorlage einer Urkunde nachgewiesen werden kann.

3) Dann sollten Sie daran erinnern und darauf hinweisen, dass vor der Auseinandersetzung des Nachlasses die Nachlassverbindlichkeiten zu bedienen sind. Erst danach kann mit Zustimmung ALLER über den restlichen Nachlass verfügt werden. Etwaige Alleingänge könnten zu Schadensersatzforderungen führen, so Verfügungen nicht im Sinne des Erblassers und der Erbengemeinschaft vorgenommen wurden.

Bevollmächtigte haben nach §§ 666, 260 BGB durch Vorlage eines Verzeichnisses auf Verlangen nachzuweisen, was sie hier mit fremdem Vermögen so angestellt haben und haften notfalls mit der Herausgabe den ohne Rechtsgrund erlangten bzw. sind schadensersatzpflichtig, so die Bevollmächtigung überschritten wurde.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

Bewertung des Fragestellers 21.04.2021 | 17:03

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