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Erbrecht- Nachlassverwaltung

17.06.2012 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Mein Mann ist am 10.Mai 2012 verstorben. Ich habe auf Grund der vermuteten Schulden das Erbe ausgeschlagen. Mein Mann hatte 2 Firmen-insolvenzen hinter sich. Ein Nachlassverwalter wurde bestellt. Mein Mann hat einige Kosten der Hausbewirtschaftung von seinem Konto bezahlt (das Haus ist mein Eigentum, mein Mann wohnte hier und hatte auch ein Arbeitszimmer im Haus. Seine Firmen sind hier gemeldet). Nunmehr wurden von Nachlassverwalter Bank- Buchungen zurückgenommen (zB. Stadtreinigung, Wasser, Strom...) Wir haben ein erwachsenenes Kind, welches noch in der Erstausbildung (Studium) ist. Ist es nicht normal, dass beide Ehepartner an der Haushaltsführung beteiligt sind? Im Jahr 2011 habe ich meinem Mann ca. 12000€ zur Begleichung der Kosten auf sein Konto überwiesen. Nun soll ich rückwirkend für alles aufkommen? Muss ich den Nachlassverwalter in mein Haus lassen? Bin ich gezwungen die Akten meines Mannes aus seinen Firmen zu archivieren? Mehrmals bat ich den Verwalter darum die Ordner abzuholen.

Zitat aus einem Schriftstück:
"Der Nachlaßpfleger ist gesetzlicher Vertreter der (noch) unbekannten Erben. Er vertritt grundsätzlich keine Gläubigerinteressen oder Interessen von vormaligen Erbanwärtern, die die Erbschaft ausgeschlagen haben. Da nach den mir bisher vorliegenden Kontoauszügen die Bewirtschaftungskosten zum Grundstück, das in Ihrem Eigentum steht, von Ihrem Mann getragen wurden, muß selbstverständlich mit Ihnen ein Interessenausgleich vorgenommen werden. Hierzu hatte ich Ihnen bereits in unserem Telefonat am .... mitgeteilt, daß ich sämtliche Bankeinzüge von Versorgungsträgern zurückgeben muß, Ihnen jedoch hiervon Kenntnis gebe, damit von Ihnen ein Rechnungsausgleich erfolgen kann. Zusätzlich hatte ich angeboten, daß die Posteingänge von Versorgungsträgern, die als Adressaten Ihren Ehegatten ausweisen, geöffnet werden können, damit Sie über die jeweiligen Forderungen einen Überblick haben."

Ich habe keine Informationen zu den Rückbuchungen erhalten- mir liegen aber jetzt bereits Drohungen zur Zwangsvollstreckung vor. Welche Rechte habe ich denn noch? Darf der Verwalter von mir die Begleichung aller Kosten rückwirkend verlangen? Ebenso habe ich die Beerdigungskosten allein getragen. Mein Mann hatte ca. 8000€ auf seinem Konto.
Ist das alles Rechtens?

Sehr geehrte Fragende,

zwar ist das Haus Ihr Eigentum, d.h. Kosten, die das Haus betreffen, könnte der Nachlassverwalter zurückbuchen. Jedoch gilt dies nicht für die gesamten verbrauchsabhängigen Kosten (Strom, Wasser etc.).

Daran hat sich jeder der beiden Eheleute zu beteiligen.

So wie ich das verstanden habe, möchte er aber mit Ihnen eine Lösung finden.

Sie müssen Ihn jedoch nicht in Ihr Haus lassen, allerdings kann er von Ihnen Unterlagen anfordern. Wenn Sie diese nicht herausgeben, kann er dies sogar gerichtlich durchsetzen lassen - die Kosten hätten Sie dann zu tragen.

Entscheidend ist jedenfalls, dass er versuchen wird, jeglichen Nachteil von dem Erben abzuwenden. Andererseits sollten Sie auch vortragen, was genau von Ihnen für Ihren Mann getragen wurde.

Die Beerdigungskosten sind aus der Erbmasse zu tragen. Allerdings sind Sie als Frau hierfür einstandspflichtig.

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Rückfrage vom Fragesteller 18.06.2012 | 18:00

Wir hatten es familiär mit den laufenden Kosten so aufgeteilt, dass ich Unterhalt für unseren Sohn (Benzingeld...) gezahlt habe, und für uns alle Nahrung, Kleidung, Telefon uvam.
Ist das richtig, dass ich jetzt rückwirkend für alle Kosten, welche mein Mann getragen hat, aufkommen soll? Und wie lange rückwirkend (1 Monat, 1 Jahr?)
Wir hatten keine Gütertrennung- sondern Zugewinngemeinschaft.
Ich hatte noch nach den Akten gefragt, welche mein Mann hinterlassen hat. Muss ich für deren Archivierung aufkommen, wenn der Nachlassverwalter diese nicht abholt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.06.2012 | 08:31

Aufgrund Ihrer Angaben ist es daher wichtig, dass Sie rechtzeitig dem Nachlassverwalter dies mitteilen, denn nur so können Sie die Abbuchungen verhindern.

Die zeitliche Möglichkeit, Lastschriften zurückzugeben ist schon durch die zeitliche Befristung der Banken der Banken, diese Möglichkeit zu nutzen, beschränkt (6 Wochen, u.U. auch länger).

Sie sollten im eigenen Interesse die Unterlagen Ihres Mannes mindestens 3 Jahr aufbewahren, um auch für Sie positive Sachverhalte beweisen zu können.

In der Regel ist aber die Sichtung der Unterlagen und Ermittlung des Erbes durch den Nachlassverwalter innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen (abhängig vom Nachlassverwalter und den Umständen, wie schnell die Unterlagen geprüft werden können). Wichtig ist wie gesagt, dass Sie im Gespräch mit dem Nachlassverwalter bleiben.

Viele Grüße Dr. C. Seiter

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