Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbanspruch als Adoptivenkel oder Adoptivschwester?

| 14.09.2005 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Der Stiefvater meines Vaters,einziges Kind,adoptierte diesen als der schon verheiratet war und ich als einzige Tochter 10 Jahre alt war. Mit meinem Vater adoptierte sein Stiefvater auch mich,so dass ich die Schwester meine Vaters wurde.Als der Adoptivvater starb,erbte seine Frau alleine und nach deren Tod erbte mein Bruder (Vater)ebenfalls alleine. Hätte ich hier als Schwester einen Erbanspruch gehabt und wenn ja zu welchem Prozentsatz ? Hätte ich nach dem Tod meines Bruders (Vater)einen Erbanspruch als Tochter,oder Schwester oder beides gehabt ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Anfrage bedanke ich mich recht herzlich und möchte Sie sogleich unter Berücksichtigung der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen summarisch (s. Hilfe-Button) beantworten.

Ich gehe davon aus, dass sie nicht eigens adoptiert wurden, sondern vielmehr, wie es das Gesetz in § 1770 BGB stillschweigend auch vorsieht, lediglich automatisch Verwandter der neuen Familie wurden. Damit sind Sie der Adoptivenkelin der Stiefeltern Ihres Vaters. Ihr Vater wurde dadurch aber keineswegs zu Ihrem Bruder. Sollte dies wider Erwarten anders sein, bitte ich mir dies im Rahmen einer Nachfrage / E-Mail mitzuteilen.

Dann ergibt sich erbrechtlich, dass sie erst im Erbfall (Tod des Vaters) als Erbe der 1. Ordnung dessen komplettes Vermögen erben werden. In den anderen Fällen scheidet dies aus, weil die Enkelin nachrangig zu den verbleibenden Erben anderer Ordnungen (Adoptivgroßmutter, Vater) ist. Nochmals bleibt zu betonen, dass Sie insoweit nicht zur Schwester des Vaters wurden!

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

<A href="http://www.anwaltskanzlei-hellmann.de">www.anwaltskanzlei-hellmann.de</A>
<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2005 | 13:15

Guten Tag,

besten Dank für die schnelle Antwort,aber so richtig schlau werde ich daraus nicht. In der Adoptionsurkunde ist meine Adoption separat zu der meines Vaters erwähnt.Da ein Kollege von
Ihnen das daraus entstehende Verhältnis als Bruder-Schwester definierte, war das offensichtlich nicht richtig.Was bin ich denn nun in echt im Verwandtschaftsverhältnis und in der Erbfolge meines, mittlerweile auch verstorbenen Vaters,meine Mutter lebt noch ?


Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2005 | 13:28

Eine sehr ungewöhnliche Form der Adoption, die sich so summarisch kaum abschließend beurteilen läßt!

Erklären läßt sich dies nur, wenn tatsächlich Ihre Annahme als Kind (wogegen die bisherige Erbsituation spricht) nach der Adoption Ihres leiblichen Vaters nachträglich und explizit durchgeführt worden wäre. VOR Geltung des jetzigen 1770 war dies theoretisch möglich, weil da die Adoptiveltern des leiblichen Vaters nicht automatisch zu Großeltern wurden.

Dann wäre erbrechtlich eine volle Erbenstellung gegenüber Adoptiveltern möglich:
Bei Tod des Adoptivvaters im Zweifel 1/4 neben zugewinnausgleichbserechtigter Mutter und "Bruder". Bei Tod der Adoptivmutter jeweils 1/2 mit Bruder. Bei Tod des Bruders würde dann vorrangig die Adoptivmutter erben und ansonsten (wenn diese vorverstorben) Sie alleine.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antworten konnten mir inhaltlich nicht zur Klärung der Ausgangsfrage helfen,da m.E. zu verklausuliert und daher nicht als klare Antwort zu verwerten. "
FRAGESTELLER 2/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70900 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen dank für die schnelle Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle meine Fragen zu dem Sachverhalt wurden klar und verständlich beantwortet. Herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER