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Erbanspruch unehliches Kind

20.01.2007 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein Vater hat ein uneheliches Kind.In der Geburtsurkunde
des Kindes wurde ein anderer Vater angegeben.Mein Vater
zahlte aber immer Unterhalt , weil er davon ausging,
daß es sich um sein Kind handelt.
Mittlerweile ist mein Vater mit dem Kind zerstritten
und möchte nicht , daß das Kind erbt.Ein Vaterschaftstest
wurde immer verzögert und kam deshalb nie zustande.
Hat das uneheliche Kind Erbansprüche?
Was kann mein Vater machen um die Erbansprüche endgültig
auszuschliessen ?
Vielen Dank im Voraus!
20.01.2007 | 18:57

Antwort

von


(157)
Meßberg 1
20095 Hamburg
Tel: 040/4689 76 75
Web: http://www.rechtsanwalt-bartels.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Das uneheliche Kind ist nicht Erbe Ihres Vaters.

Gesetzliche Erben sind unter anderem die Abkömmlinge des Erblassers, also dessen Kinder. Für die Frage, wer Kind des Erblassers ist, kommt es ausschließlich auf die juristische Verwandtschaft an, nicht auf die biologische. Da ein anderer Mann in der Geburtsurkunde des Kindes als dessen (juristischer) Vater eingetragen ist, kann es nicht behaupten, dass es ein Abkömmling Ihres Vaters sei. Eine gesetzliche Beteiligung am Nachlass Ihres Vaters kommt daher nicht in Betracht.

Somit braucht Ihr Vater auch nicht weiter zu veranlassen, um das Kind als Erbe auszuschließen.

Zwar haben das Kind und der gesetzliche Vater die Möglichkeit die Vaterschaft anzufechten und im Anschluss daran könnte unter bestimmten Umständen die Vaterschaft Ihres Vaters gerichtlich festgestellt werden, für das Anfechtungsrecht gilt aber eine Frist von zwei Jahren ab Kenntnis der Umstände, die gegen die Vaterschaft des gesetzlichen Vaters sprechen. Nach Ihren Schilderungen ist diese Frist bereits abgelaufen. Letztendlich könnte Ihr Vater gegen ein solches Anfechtungsverfahren aber auch nichts unternehmen.

Sollte es, wovon nach Ihren Schilderungen nicht auszugehen ist, zu einer gerichtlichen Feststellung einer Vaterschaft Ihres Vaters kommen, bliebe in erbrechtlicher Hinsicht nur die testamentarische Enterbung des unehelichen Kindes. Dann würde dieses Kind lediglich den gesetzliche Pflichtteil erhalten.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg


Rechtsanwalt Stephan Bartels

ANTWORT VON

(157)

Meßberg 1
20095 Hamburg
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