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Einkunftsarten in der GKV - wie erfährt die GKV von Einkunftsarten

26.09.2016 21:19 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Ich erziele derzeit Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von ca. 60.000 € p.a. Aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage erziele ich Einkünfte in Höhe von weiteren ca. 20.000 €. Ich bin in der PKV versichert.

Meine Lebensgefährtin ist Hausfrau und als solche Mitglied in der GKV. Unsere gemeinsamen Kinder sind über meine Lebensgefährtin in der GKV beitragsfrei.

Wir planen in Kürze zu heiraten.

Szenario 1:

Angenommen ich würde ein Angestelltenverhältnis eingehen und dort 1.000 € verdienen. In dem Fall wäre ich pflichtversichert in der GKV und meine zukünftige Frau und die Kinder wären im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.

Wie würde die GKV davon erfahren, dass ich neben den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage habe? Könnte ich diese verschweigen? Dass dies nicht rechtens wäre, ist mir natürlich bekannt. Hat die GKV einen Anspruch auf eine Vorlage des Steuerbescheides? Wenn ja, fordern sie diese bei Arbeitnehmern an? Gibt es einen automatischen Datenaustausch vom Finanzamt an die GKV?

Szenario 2:

Ich bleibe in der PKV, versichere die Kinder ebenfalls in der PKV, meine Frau bliebe in der GKV: Wie würde dann die Beitragsermittlung für meine Frau in der GKV erfolgen. Würde mein zu versteuerndes Einkommens zur Beitragsberechnung herangezogen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und des Gebotes wie folgt beantworten:

Wie Sie grundsätzlich wissen, würden Sie eine Straftat begehen, wenn Sie bei Krankenversicherung absichtlich falsche Angaben machen. Davor kann ich Ihnen nur dringend abwarten.

Ansprüche der Krankenkasse verjähren bei einem vorsätzlichen Verhalten erst nach 30 ! Jahren (§25 Abs. 1 SGB IV).

Es findet ein Datenaustausch zwischen der Krankenkasse und dem Finanzamt auf Grundlage von § 10 Abs. 2 S.3 oder § 52 Abs. 24 EStG statt. Darüber hinaus kann die Krankenkasse den Jahressteuerbescheid einfordern.

Es besteht also eine erhebliche Gefahr, dass die Krankenkasse von den Einkünften erfährt.

Die Krankenkasse dürfen die Einkünfte des Ehepartner heranziehen, wenn diese höher sind als die Einnahmen des Versicherten (BSG Urteil vom 28.09.2011 Az. 12 KR 9/10 R).

In der Regel berechnet die Krankenkasse die beitragspflichtigen Einnahmen aus der Hälfte der Summe des Einkommens der Frau und der Einnahmen des Ehegatten. Die sogenannten Beitragsverfahrensgrundsätze finden Sie auf vielen Internetseiten der Krankenversicherungen, oftmals gibt es dort auch Rechner mit denen Sie den Beitrag konkret berechnen können.







Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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