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Dienstwagen - Steuer Zweitwohnsitz Hotel

| 14.08.2020 12:54 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Meine Frage ist für einen Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht sicherlich simpel und kurz zu beantworten. Dennoch konnte ich auch aufgrund tieferer Recherche bisher keine Antwort darauf finden.

Ich arbeite momentan 200km von meinem Erstwohnsitz weg und habe seit Jahren eine Zweitwohnung vor Ort, die das Finanzamt ohne Probleme anerkennt. Dementsprechend mache ich diese seit Jahren in meiner Steuererklärung geltend.

Ich fahre einen Dienstwagen: Die Entfernung zwischen der Zweitwohnung und der Arbeitsstätte beträgt nur 2km, sodass mich die Besteuerung dieses Weges recht günstig kommt.

Nicht zuletzt aufgrund von Corona und immer weitergehenden Homeoffice-Lösungen kann ich immer mehr von daheim aus arbeiten. Mal 2 Tage die Woche, mal die ganze Woche. Daher überlege ich mir, ob ich meine zweite Wohnung kündige und lieber immer ein Hotelzimmer nehme, wenn ich vor Ort bin. Mir ist die Thematik rund um Hotel und Zweitwohnung bekannt und ich weiß, dass ich die Rechnungen ebenso ansetzen kann wie eine Zweitwohnung. Darum geht es in dieser Frage explizit nicht.

Es geht mir um Folgendes: Ich möchte natürlich die günstige Dienstwagenregelung bei mir beibehalten, nämlich, dass ich nur einen geringen Anfahrtsweg zwischen Zweitwohnung und Arbeitsstätte zu versteuern habe. Mein Dienstwagen würde überhaupt keinen Sinn machen, wenn ich die 200km zwischen Erstwohnsitz und Arbeitsstätte zu versteuern hätte. Das wäre exorbitant teuer.

Daher Frage: Wie häufig muss ich mindestens ein Hotel vor Ort nutzen, um trotzdem ohne Probleme dauerhaft die geringen Kilometer zwischen Hotel und Arbeitsstätte angeben zu können so wie ich das jetzt im Moment mit meiner Zweitwohnung mache? Bei meiner Zweitwohnung kann natürlich grundsätzlich niemand kontrollieren, wie oft ich dort bin. Beim Hotel hingegen schon aufgrund der eingereichten Rechnungen.

Besten Dank für Ihre kurze Antwort, in der Sie mir bitte auch eine Fundstelle/Beleg Ihrer Ansicht mit auf den Weg geben.

17.08.2020 | 11:13

Antwort

von


(202)
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10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Im Moment versteuern Sie Ihren Dienstwagen nach der 1% Methode zuzüglich der 0,03 % für die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Zweitwohnsitz. Die 0,03 % Pauschale wird angesetzt, unabhängig davon, wie oft Sie den Dienstwagen für Fahrten zwischen Zweitwohnsitz und Arbeitsstätte nutzen.

Wenn Sie nun Ihren Zweitwohnsitz aufgeben und für die Arbeitstage vor Ort ein Hotelzimmer wählen, ist zu empfehlen, dass Sie zur Einzelbewertung wechseln, diese können Sie wählen, wenn Sie an weniger als 180 Tagen Ihre Arbeitsstätte aufsuchen. Dabei wird bei der Einzelbewertung wie folgt gerechnet (Beispielhaft):

​Privatfahrten (1 % v. 50.000 EUR)​​​500 EUR
Fahrten Zweitwohnsitz – 1. Tätigkeitsstätte
(0,002 % x 50.000 EUR x 2 km x 10 Fahrten)​​+ 20 EUR
Lohnsteuerpflichtiger Sachbezug​​​520 EUR

Wenn Sie keinen Zweitwohnsitz mehr haben, können Sie im Rahmen der doppelten Haushaltsführung nur die tatsächlichen Kosten geltend machen, in dem Fall würde im Rahmen der Steuererklärung sofort auffallen, dass Sie nur an bestimmten Tagen beim Arbeitgeber waren, diesbezüglich sollten Sie dann zur 0,002 % Regelung wechseln.

Praktisch bedeutet dies nun, gerade wenn Sie nicht absehen können, wie oft Sie in Zukunft im Homeoffice bleiben können, dass Sie für sich prüfen müssen, welche Berechnungsmethode für Sie die maßgebliche ist und ob es sich „lohnt" die Zweitwohnung beizubehalten, auch in Hinblick auf einen Wechsel bei der Häufigkeit des Homeofficeeinsatzes.

Bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 18.08.2020 | 08:07

Guten Tag,

danke für die Beantwortung. Um meine Frage vollständig zu beantworten:

Wie oft muss ich vor Ort im Hotel sein, um dann die 0,002% anzuwenden? Gehe ich Recht in der Annahme, dass wenn ich z.B. in einem Monat gar nicht vor Ort bin, dann auch gar nichts in Sachen Weg zur Arbeit versteuert wird? Wenn ich nur einmal im Monat im Hotel bin eben nur eine Fahrt? Wenn ich allerdings direkt von meinem Erstwohnsitz ab und an ins Geschäft fahre und wieder heim ohne zu übernachten, dann muss ich die 200km ansetzen und kann nicht die geringe Distanz ansetzen, korrekt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.08.2020 | 08:17

Sehr geehrter Fragesteller,

die 0,002 Prozentregelung ist eine Einzelbetrachtung, Sie wenden diese nur an, wenn Sie konkret vor Ort sind.

Wenn Sie also nicht vor Ort sind, wenden Sie nur die 1 % Regelung an und für jeden vor Ort Tag die 0,002 % Regelung. Wenn Sie direkt vom Wohnort fahren, müssen Sie die 200 km ansetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.08.2020 | 08:35

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