Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Dienstwagen und Wegstreckensteuer


07.07.2007 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Außendienstmitarbeiter mit einem Firmenfahrzeug, ich Fahre in der Regel freitags nach mehreren Kunden Besuche, in die Firma für Ca.2-3 Stunden.


Mein Arbeitgeber der ca.50 Km von meinem Wohnort entfernt ist, kürzt mir den Gehalt seit neuem zusätzlich zu meinem 1% Steuer um ca.360,-- Euro ( Wegstreckensteuer ).


Meine Meinung ist. Da ich nicht direkt von Zuhause und nur 1x die Woche in die Firma Fahre, dies nicht in Ordnung ist das die Wegstrecke zuversteuern habe.

Es gibt doch die Regel, wen man mehr als 20% am Arbeitsplatz sich aufhalten, dass man dies Bezahlen muss.

Auserden wenn ich das Bezahle kann ich im Steuerausgleich, doch nur die Tage Steuerlich geltend machen, wo ich tatsächlich in die Firma Fahre, also höchstens 1 x in der Woche.

Ich bin über eine Kurzfristige Stellungsnahme von Ihnen Dankbar!
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit der zusätzlichen Versteuerung der Wegstreckensteuer durch Ihren Arbeitgeber Stellung und beantworte diese wie folgt:

Dabei möchte ich zunächst auf die gesetzliche Regelung des § 8 Abs. 2 Satz 1-4 EStG wie folgt hinweisen:

„1Einnahmen, die nicht in Geld bestehen (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge), sind mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen.2Für die private Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten gilt § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 (1%-Methode) entsprechend.3Kann das Kraftfahrzeug auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden, erhöht sich der Wert in Satz 2 für jeden Kalendermonat um 0,03 Prozent des Listenpreises im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. (Wegstreckensteuer) 4Der Wert nach den Sätzen 2 und 3 kann mit dem auf die private Nutzung und die Nutzung zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entfallenden Teil der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen angesetzt werden, wenn die durch das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verhältnis der privaten Fahrten und der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden.“

Aus dieser gesetzlichen Regelung ergibt sich nach Ansicht der Finanzverwaltung, dass die Entstehung der Wegstreckensteuer lediglich voraussetzt, dass das Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden kann, unabhängig davon, ob und ggf. wie und in welchem Umfang eine Nutzung zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte tatsächlich stattfindet. Die reine Möglichkeit der Nutzung führt daher zur Entstehung der Wegstreckensteuer. Um dieses – u.a. in Ihrem Fall – unbillige Ergebnis zu verhindern, ermöglicht Ihnen § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG, dass statt der Pauschalversteuerung mit 0,03% eine konkrete Versteuerung anhand der tatsächlich gefahrenen km erfolgt. Hierzu müssten Sie lediglich ein Fahrtenbuch führen und zugleich die Belege (Tanken, Inspektion, Reparaturen etc.) aufbewahren.

Wie Sie richtig schreiben, können von Ihnen ohnehin nur diejenigen Fahrten steuerlich geltend gemacht werden, die tatsächlich entstanden sind.

Ich möchte Ihnen daher empfehlen, von Ihrem Arbeitgeber eine Besteuerung nach § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG gem. dem von Ihnen zu führenden Fahrtenbuch vorzunehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen für etwaige Rückfragen und weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER