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Bewertung eines Arbeitszeugnisses nach betriebsbedinger Kündigung

30.09.2011 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Sehr geehrte Damen und Herren,


vor einigen Tagen habe ich auf Grund einer betriebsbedingten Kündigung seitens des Arbeitgebers folgendes Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen. Nach wiederholtem Durchlesen kommen mir immer mehr Zweifel bezüglich der Bedeutung einiger Formulierungen auf.

Vor allem die Bedeutung des folgenden Absatzes erschließt sich mir nicht:

„Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Frau V. stets ehrlich und pünktlich war."

Bei dem Absatz

„Frau V. War eine zuverlässige, einsatzfreudige Mitarbeiterin, deren Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und Kollegen stets einwandfrei war."

kann ich ebenfalls nicht eindeutig herauslesen ob es sich um eine positive oder negative Bewertung handelt.

Ich habe vier Jahre lang, bei 60Std/Monat, in dem Unternehmen gearbeitet.

Ich würde mich über eine kurze Bewertung meines Zeugnisses, insbesondere der genannten Absätze, sehr freuen.

LG Frau V.


Zeugnis:


Frau V., geboren am ´´...´´, wohnhaft in ´´...´´, begann ihre Tätigkeit am ´´...´´ als kaufmännische Mitarbeiterin bei ´´...´´.

Zu ihren Hauptaufgaben gehörten:

-Verkauf der Ware und Kundenberatung
-Akquise und Pflege von Stammkunden
-Warenpräsentation und Merchandising
-Warenkontrolle
-Pflege und Bestückung der Verkaufsfläche

In all diesen Bereichen erledigte Frau V. die ihr übertragenen Aufgaben jederzeit engagiert, eigenverantwortlich und zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Frau V. War eine zuverlässige, einsatzfreudige Mitarbeiterin, deren Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und Kollegen stets einwandfrei war.

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Frau V. stets ehrlich und pünktlich war.

Aus betriebsbedingten Gründen müssen wir uns zum 30.09.2011 von Frau V. trennen. Wir bedauern dies sehr, denn wir verlieren mit Frau V. eine wertvolle Mitarbeiterin.

Wir danken Frau V. für die geleistete Arbeit und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Zunächst ist festzuhalten, dass die Gesamtbeurteilung

"In all diesen Bereichen erledigte Frau V. die ihr übertragenen Aufgaben jederzeit engagiert, eigenverantwortlich und zu unserer vollsten Zufriedenheit"

eine sehr positive ist. Wenn man einen solchen Vergleich ziehen will, wäre dies ein "sehr gut" in einem Schulzeugnis.


Auch die Ausführung

"Frau V. War eine zuverlässige, einsatzfreudige Mitarbeiterin, deren Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und Kollegen stets einwandfrei war"

ist sehr positiv.

Dies ergibt sich daraus, dass die positive Beschreibung durch die Formulierung "stets" noch verstärkt wird.


Auf die Ehrlichkeit ist in der Regel nur dann abzustellen, wenn die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer eine Kasse geführt hat. Dies kann ich anhand Ihrer Angaben nicht beurteilen.

Mit der Formulierung

"Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt..."

wird zum Ausdruck gebracht, dass es bei Ihnen (sehr) positive Atrribute gibt, die über Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, die als Selbstverständlichkeiten vorausgesetzt werden, hinausgehen.

Die Formulierung ist meines Erachtens nach nicht ganz glücklich und kann durch ein einfaches

"Auch war Frau V. stets ehrlich und pünktlich"

ersetzt werden.

Da Ihr ehemaliger Arbeitgeber Ihnen offenbar wohl gesonnen ist, kann zunächst eine entsprechende Änderung bei ihm beantragt werden.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner ersten rechtlichen Einschätzung weiter geholfen zu haben. Sollte weitere Unterstützung gewünscht sein, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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